17 Prozent der EU-Einfuhren aus China
Der Anteil Chinas am EU27-Warenhandel ist in den ersten sechs Monaten 2009 weiter gewachsen. Deutschland, die Niederlande und England sind die größten Handelspartner der Volksrepublik.
Anlässlich des 12. Gipfels Europäische Union-China, der am 30. November in Nanjing stattfindet, hat Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften, aktuelle Daten über die Handelsbeziehungen zwischen China und der EU veröffentlicht.
Der Wert der Ausfuhren der EU27 nach China ist in der ersten Hälfte 2009 auf 37 Milliarden Euro gefallen, gegenüber 39 Milliarden in der ersten Hälfte 2008. Die Einfuhren fielen von 112 Milliarden auf 103 Milliarden Euro. Das Handelsbilanzdefizit der EU27 mit China ist demzufolge von 73 Milliarden in der ersten Hälfte 2008 auf 65 Milliarden Euro in derselben Periode 2009 gesunken.
Der Rückgang des EU27 Handels mit China, der zwischen der ersten Hälfte 2008 und der ersten Hälfte 2009 registriert wurde, ist weniger stark als der allgemeine Abwärtstrend beim Gesamtaußenhandel der EU27. Dies führte nach Mitteilung der Europäischen Europäischen Kommission zu einem Anstieg des Anteils Chinas am gesamten Waren- verkehr der EU27 auf mehr als 7 Prozent der Ausfuhren und 17 Prozent der Einfuhren in der ersten Hälfte 2009, gegenüber 6 Prozent bzw. 14 Prozent in der ersten Hälfte 2008. China bleibt der zweitgrößte Handelspartner der EU27, hinter den USA . Der Wert des Warenverkehrs der EU27 mit China hat sich damit von 2000 bis 2008 mehr als verdreifacht. Der Anteil Chinas am gesamten Warenverkehr der EU27 hat sich damit verdoppelt.
Größte Handelspartner Chinas
Von den Mitgliedstaaten der EU27 war Deutschland (16,2 Mrd. Euro oder 43% der EU-Ausfuhren) in der ersten Hälfte 2009 bei weitem der größte Exporteur nach China, gefolgt von Frankreich (3,7 Mrd. oder 10%), Italien (3,4 Mrd. oder 9%), den Vereinigten Königreich (2,5 Mrd. oder 7%) und den Niederlanden 2 (2,1 Mrd. oder 6%).
Deutschland (21,9 Mrd. oder 21%) war auch der größte Importeur, vor den Niederlanden 2 (16,0 Mrd. oder 16%), dem Vereinigten Königreich (13,9 Mrd. oder 14%), Italien (9,9 Mrd. oder 10%), und Frankreich (8,7 Mrd. oder 9%).
Alle Mitgliedstaaten verzeichneten Defizite im Handel mit China in der ersten Hälfte 2009 , die größten wurden in den Niederlanden 2 (-13,9 Mrd. Euro), dem Vereinigten Königreich (-11,4 Mrd.), Italien (-6,5 Mrd.), Deutschland (-5,6 Mrd.) und Frankreich (-5,1 Mrd.) beobachtet.
In der ersten Hälfte 2009 waren fast 60% der EU27-Exporte nach China Maschinen und Fahrzeuge und ein Fünftel waren Andere Erzeugnisse. Diese zwei Gruppen machten mehr als 90% der Importe aus. Auf stärker untergliederter Ebene waren die wichtigsten Ausfuh- ren der EU27 nach China Luft- und Kraftfahrzeuge. Die wichtigsten Einfuhren waren Computer und Computerteile, Handys und Videospiele.
Details zu den Einfuhren und Ausfuhren bei Eurostat:
Warenhandel der EU27-Mitgliedstaaten mit China
Bild: Handschlag zwischen Wen Jiabao, Chinas Premierminister, und José Manuel Barroso, EU-Präsident (Foto: Europäische Kommission)
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