Optimale Entscheidungen treffen

22. November 2007 · Menschen · Meldung kommentieren 

Je komplexer eine Fragestellung ist desto eher sind die Regeln, die für das Finden der optimalen Antwort zutreffen, dem Anschein nach paradox: Weniger Informationen sind besser als viele Informationen. Langes Nachdenken schadet. Aufwendige Berechnungen führen zu schlechteren Entscheidungen. Das kann doch nicht stimmen, sagen Sie? Gerd Gigerenzer, Psychologe und Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin, zeigt mit seinen Studien und Veröffentlichungen auf, wie übermächtig der Anteil der Intuition für den Menschen ist und wie optimale Entscheidungen am besten mit einfachen Faustregeln getroffen werden. In vielen Fällen ist es sinnvoll, eine Entscheidung adhoc zu treffen. Bestseller wie Blink! von Malcolm Gladwell haben in diesem Jahr dem Thema „Intuition“ zuerst in den USA zu großer Aufmerksamkeit verholfen. Mit „Blink! Die Macht des Moments“ ist eine deutsche Übersetzung erschienen (Piper Verlag, Mai 2007, 272 Seiten, 9 Euro). Das Buch „Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ von Gerd Gigerenzer bietet erstaunliche Einblicke in die wissenschaftliche Erforschung der Entscheidungsfindung (Bertelsmann Verlag, März 2007, 352 Seiten, 19,95 Euro). Spannend und unterhaltsam geschrieben ist die neue Arbeit von Bas Kast: „Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft. Die Kraft der Intuition“ (S. Fischer Verlag, 224 Seiten, Juli 2007, 17,90 Euro).

Link-Tipps

http://tinyurl.com/2ygh49
„Making Great Decisions“ heißt der rund einstündige Vortrag in der Google TechTalk-Reihe. Der Videomitschnitt (englischsprachig) stammt
vom 24. September 2007. David R. Henderson und Charles L. Hooper präsentieren eindrucksvolle Beispiele aus dem Bereich der Entscheidungsfindung.

http://tinyurl.com/2bl56s
Informationen und weitere Links über Gerd Gigerenzer, Direktor des Max-Plack Instituts für Bildungsforschung und Autor des Buches Bauchentscheidungen.

Die versteckte Kommunikation

22. November 2007 · Menschen · Meldung kommentieren 

Jeder kennt das. Im Verlaufe einer schwierigen Verhandlung rückt der Gesprächspartner, auf den es ankommt, etwas zurück von der Tischkante und verschränkt die Arme breit hinter seinem Kopf. Er lehnt sich etwas nach hinten, der Körper beugt sich weg von der Gesprächsrunde. Dieses Signal bedeutet, dass dieser Mann seine Entscheidung getroffen hat. Er hat innerlich bereits mit dem Thema abgeschlossen und weiß, was er tun wird. Wenn Sie nicht sicher sind, ob er in ihrem Sinne entscheiden wird, haben Sie möglicherweise nur noch eine Chance. Sie sollten ihn schnellstmöglich aus der inneren Ruhe reißen und versuchen, neue Bewegung in den Entscheidungsprozess zu bringen. mehr…

Studiengang International Logistics eröffnet

22. November 2007 · Märkte · Meldung kommentieren 

Am 24. Oktober 2007 eröffnete die Jacobs University Bremen ihren neuen Studiengang „International Logistics“, der in engster Kooperation mit der Logistik-Branche entwickelt wurde und dieses Wintersemester mit den ersten 24 Studierenden aus 14 Nationen an den Start ging. An der Eröffnungsfeier nahmen rund 300 Vertreter von Logistik-Unternehmen aus Bremen und der norddeutschen Region teil. Ziel des englisch-sprachigen Studiengangs ist die Ausbildung international orientierter, hochqualifizierter Logistik-Führungskräfte. Als bundesweit einmaliges Pilotprojekt wurde der Studiengang in engster Kooperation mit der Logistik-Branche entwickelt, die sowohl an der Konzeption als auch den Studieninhalten beratend mitwirkte. Angeboten werden die beiden Studien-schwerpunkte „International Logistics Engineering“ und „International Logistics Management“; als weiterer Schwerpunkt ist „International Logistics IT“ geplant. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University, betonte anlässlich der Eröffnung, dass die Logistikbranche die Schlüsselbranche der Globalisierung sei und der weltweit größte Wachstumsmarkt. „Wir sind stolz darauf, dass wir den Studiengang von der ersten Idee bis zum Start des ersten Studienjahres in Rekordzeit von nur 1,5 Jahren entwickeln konnten“, sagt Treusch. Das dreijährige Programm bietet ein breites Fächerspektrum aus Ingenieur- und Naturwissenschaften, der Betriebswirtschaftslehre, internationalem Recht, Management und Controlling.

www.jacobs-university.de/il

Einkäufertage auf der Z

22. November 2007 · Messen · Meldung kommentieren 

Die europäische Zuliefermesse für die Automobil-und Fahrzeugindustrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau „Z“ findet vom 26. bis zum 29. Februar in Leipzig statt. Zeitgleich werden auf der intec Werkzeug- und Sondermaschinen präsentiert. Die Einkäufertage auf der „Z“ sind seit Jahren eine Institution. Unternehmen, die neue Lieferanten suchen, können ihren Bedarf unter www.zuliefermesse.de oder www.einkaeufertage.de melden. Zulieferfirmen können diese Bedarfsprofile im Internet sichten und sich bis zum 1. Januar 2008 für einen Kontakt mit dem betreffenden Unternehmen anmelden. Nachdem die Einkäufer ihre Kontaktwünsche mitgeteilt haben, organisiert die Leipziger Messe die Gespräche, die zur „Z“ und intec im Einkäuferzentrum in der Halle 3 stattfinden. Der Konktaktaufnahme zwischen Zulieferern dienen die Contact-Business-Meetings, die in enger Abstimmung mit den Einkäufertagen stattfinden. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website www.contactbusinessforum.com. An den Einkäufertagen der Z 2008 und der intec beteiligen sich die Einkaufsabteilungen der Unternehmen Auerbach Maschinenfabrik, CPA Computer Process Automation, Fisba Optik AG, Ixion GmbH & Co. KG, Konrad Werkzeug- und Maschinenbau GmbH, Sedlmayer GmbH, Steffen Söhner GmbH, Takata-Petri AG, Wacker Neuson SE und Woma GmbH.

IT-Kostenkiller aus dem Web

22. November 2007 · Unternehmen · Meldung kommentieren 

Zum ersten Mal in Deutschland zeigte SAP am 25. Oktober in München die neue On-Demand-Lösung SAP Business ByDesign für mittelständische Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern. Neun deutsche SAP-Partner gehören zu den ersten 22 Resellern weltweit, die neben ihrem bestehenden SAP-Portfolio künftig das neue Produkt vermarkten wollen. Die Lösung richtet sich an schnell wachsende Mittelstandsfirmen, die derzeit noch keine integrierte Geschäftsanwendung einsetzen. Pro Anwender und Monat kostet sie nur 133 Euro, bei mindestens 25 Lizenzen. mehr…

Webrechner für Zeitarbeit

22. November 2007 · Unternehmen · Meldung kommentieren 

Der Personaldienstleister Tecops aus München hat ein Preismodell entwickelt, das die Kalkulation der Gehälter für Kunden und Zeitarbeitnehmer transparent machen soll. Individuelle Berechnungen der Stundensätze sind ab sofort mit dem Web-Kalkulator online möglich. Das auf den IT- und kaufmännischen Bereich spezialisierte Unternehmen stellt ein neues Preismodell vor, mit dem Unternehmenskunden mit eindeutigen Kosten für Zeitarbeitnehmer rechnen können. Auf der anderen Seite können Arbeitnehmer die Kostenverteilung verstehen und akzeptieren, heißt es aus München. Durch dieses Preismodell sei ersichtlich, wie sich der Stundensatz berechnet, der einem Unternehmen für jede Stunde Arbeitseinsatz eines Mitarbeiters in Rechnung gestellt werde. Einer Übersicht könne nun entnommen werden, dass bei der Berechnung des Stundensatzes zu dem 22-prozentigen Arbeitgeberanteil Dienstleistungskosten des Zeitarbeitsunternehmens von ungefähr 30 Prozent hinzukommen. Zusätzlich sei detailliert aufgelistet, wie es zu dieser Verteilung komme und welche einzelnen Posten, etwa Personal-, Rekrutierungs- und Kapitalkosten seitens des Personaldienstleisters, in die Berechnung miteinbezogen werden. Auf der Website www.tecops.de kann mit einem Kalkulator individuell berechnet werden, wie sich das Gehalt eines jeweiligen Mitarbeiters zusammensetzt. Der Personal-dienstleister Tecops wurde 1991 gegründet.

Link-Tipps

www.tecops.de

Spitzengehälter in Frankfurt am Main

22. November 2007 · Märkte · Meldung kommentieren 

Die Einkommen der IT-Führungskräfte sind in diesem Jahr im Vergleich zu anderen Funktionen in der Branche überdurchschnittlich stark gestiegen. Das Gehalt von Führungs-kräften kletterte durchschnittlich 4,9 Prozent, in mittelständischen Unternehmen sogar um zehn Prozent. Damit öffnet sich die Gehaltsschere in der IT-Branche weiter, denn insgesamt steigen die Vergütungen von IT-Profis in diesem Jahr lediglich um einen halben Prozentpunkt. Das ist das Ergebnis der jährlichen Studie zu Manager-Gehältern in der Hightech-Branche, die die Zeitschrift Computerwoche in Zusammenarbeit mit der Vergütungsberatung Personalmarkt durchgeführt hat. An der Untersuchung beteiligten sich über 18.000 IT-Beschäftigte sowie 62 Unternehmen. Die bestbezahlten Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung in der IT-Industrie sind nach wie vor die Berater und Projektleiter. Sie kommen auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 61.000 Euro (Berater) und 64.000 Euro (Projektleiter). Das Schlusslicht bilden Web-Entwickler (etwa 37.900 Euro jährlich) und Support-Mitarbeiter, die im Jahr circa 37.300 Euro verdienen. Berufsanfänger beginnen auf dem gleichen Gehaltsniveau wie im Vorjahr. Sie können im Durchschnitt mit 40.000 Euro Jahreseinkommen rechnen. Weiterhin ungebrochen ist der Trend zur Variabilisierung und Differenzierung bei der Vergütung. Bei den Führungskräften in der IT-Branche bekommen in diesem Jahr rund 66 Prozent Prämien ausbezahlt – 2006 waren es 57 Prozent. Der variable Anteil selbst macht dabei rund 17,6 Prozent des Grundgehalts aus und hat sich damit im Vergleich zum vorigen Jahr kaum verändert. Die Computerwoche analysierte außerdem, in welcher Stadt die höchsten Gehälter gezahlt werden. Hier liegt Frankfurt am Main mit 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt deutlich an der Spitze. Auf dem zweiten Rang folgt München, wo die Gehälter um 14 Prozent über dem Mittel liegen. Stuttgarter IT-Spezialisten an dritter Stelle beziehen zehn Prozent mehr als der Durchschnitt. Die beliebtesten Arbeitgeber wurden kürzlich vom Berliner Tendence-Institut zusammen mit der Computerwoche gewählt. Danach würden angehende IT-Spezialisten SAP und Google auf die Plätze Eins und Zwei wählen. IBM musste sich in diesem Jahr mit dem dritten Platz begnügen, nachdem es seit Jahren im Ranking immer ganz vorn lag. Das Absolventen-baromenter im IT-Markt ist die größte Studie, die sich mit dem Image der IT-Unternehmen aus dem Blickwinkel des Nachwuchses beschäftigt. Als Verlierer gehen die Finanzdienst-leister, die Dresdner Bank und die Münchner Rück hervor.

 Link-Tipps:

www.personalmarkt.de

Neue Bewerberprofile – Goodbye Dipl.-Ing.

22. November 2007 · Länder, Menschen · Meldung kommentieren 

Bis zum Jahr 2010 sollen die Diplomstudiengänge an allen deutschen Universitäten auslaufen. Damit wird es schon in absehbarer Zeit keine Diplom-Ingenieure und keine Diplom-Kaufleute mehr unter den Bewerbern für eine Position im Einkauf geben. Die neuen Abschlüsse der Universitäten heißen Bachelor und Master. Sie ersetzen die traditionellen Diplom- und Magister-Studiengänge. Die Bundesländer streben eine Umstellung auf das gestufte System mit Bachelor- und Masterstudiengängen bis zum Jahr 2010 an. Als Bologna-Prozess wird die Phase der Entwicklung und Umsetzung dieser vereinheitlichten europäischen Abschlüsse bezeichnet. Ziel des Bologna-Prozesses ist die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums. Der Name ist abgeleitet von der Bologna-Deklaration, die 1999 von den Bildungsministern aus 29 europäischen Staaten unterzeichnet wurde. Inzwischen beteiligen sich 46 Länder an dem Bologna-Prozess. Im Jahr 2002 hat Deutschland die Rechtsgrundlagen für Bachelor- und Masterstudiengänge als Regel-angebote der Hochschulen geschaffen. Der neue „Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse“ wurde im April 2005 beschlossen. In Deutschland gibt es 124 Universitäten und gleichgestellte Hochschulen (u.a. Technische Hochschulen) sowie 202 Fachhochschulen. Im Sommersemester 2007 wurden in Deutschland 3.377 Bachelor- und 2.283 Masterstudiengänge angeboten. Das entspricht bei einer Gesamtzahl von 11.803 Studienmöglichkeiten 48 Prozent des Studienangebotes an deutschen Hochschulen. Bei den Fachhochschulen sind bereits 74 Prozent aller Studiengänge auf das neue System umgestellt. Mit 192.000 Studierenden und 26.000 Absolventen jährlich sind die Fach-hochschulen die stärkste Säule bei der Ausbildung von Ingenieuren.

Bachelor nach drei Jahren
Die Regelstudienzeiten betragen mindestens drei und höchstens vier Jahre für die Bachelorstudiengänge und mindestens ein und höchstens zwei Jahre für den Masterstudiengang. Der Vorteil für die Studierenden ist, dass die universitäre Ausbildung zukünftig innerhalb Europas vereinheitlicht wird. Die europäischen Abschlüsse Bachelor und Master sind international anerkannt. Bei dem gestuften Graduiertensystem können Studierende jetzt schon nach drei Jahren mit dem Bachelor-Abschluss ins Berufsleben starten. Im Vergleich dazu wurde mit dem Vordiplom bisher nur ein inneruniversitäres Zertifikat vergeben. Der Master-Abschluss ist am ehesten mit dem Diplom zu vergleichen. Er setzt eine Studiendauer von mindestens vier Jahren voraus. Der Bachelor-Abschluss ist eine Voraussetzung für die Aufnahme eines Masterstudiums. Weitere Voraussetzungen werden von den Universitäten selbst festgelegt und beziehen sich auf die fachlichinhaltliche Qualifikation.

Was kann ein Bachelor?
„Die Akzeptanz der Master- und Bachelorabschlüsse in Wirtschaft und Gesellschaft nimmt zwar zu, ist aber noch nicht ausreichend“, so das Bundesbildungsministerium. Viele mittelständische und kleine Unternehmen wissen noch nicht, was dieser Abschluss über die Qualifikation eines Bewerbers aussagt. Bei den offiziellen Anforderungen bleibt auch vieles offen: Bei den Bachelorstudiengängen, die zu berufsqualifizierenden Abschlüssen führen, sollen wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeld-bezogene Qualifikationen vermittelt werden. Kompetenzen und Lernziele sollen mit Blick auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes definiert werden. Daneben soll der Erwerb von Schlüsselqualifikationen obligatorisch sein. Schwerpunkte liegen in der Vermittlung von Sozialkompetenz, Präsentationskompetenz und bereichsunspezifischen Sach-kompetenzen, insbesondere von Fremdsprachenkompetenz. Nach einem Bericht der Kultusministerkonferenz der Länder und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung positionieren sich Bachelorabsolventen überwiegend in traditionellen Einstiegsbereichen von Hochschulabsolventen als wissenschaftlich qualifizierte Angestellte ohne Leitungsfunktion. Damit wird deutlich, dass der Bachelor nicht vergleichbar ist mit einem der heutigen Studienabschlüsse.

Bachelor nicht professionell
Der Verbund führender deutscher technologischer Forschungsuniversitäten TU9 betont, dass der Bachelor in der Ingenieursausbildung an Technischen Universitäten lediglich als ein „Türöffner zum Masterstudium in gleichen und angrenzenden Fächern an deutschen oder internationalen Universitäten“ anzusehen ist. Er konkurriert laut TU9 damit nicht mit dem Fachhochschulingenieur. Der universitäre Bachelor sei relevant für den Arbeitsmarkt. „Employable but not professional“ seien die Absolventen. Im Hinblick auf seine Kenntnisse und Fähigkeiten könne der Bachelor kein professioneller Abschluss sein. Seine Bedeutung für den Arbeitsmarkt werde davon abhängen, ob die Wirtschaft die notwendige Weiter-qualifizierung der Hochschulabsolventen leisten könne und wolle. „Der universitäre Professionsabschluss ist der Master“, heißt es. Die derzeitige Konfusion bei der Titel-bezeichnung muss beseitigt werden, so der Verbund TU9. Erforderlich sei eine eindeutige Zertifizierung, die das Ausbildungsprofil erkennen lässt und der internationalen Bezeichnung von Ingenieursgraden entspricht. Die TU9 Universitäten fordern, dass sie zu den von ihnen verliehenen akademischen Graden den Zusatz TU hinzufügen können, und sie wollen für ihren Mastergrad die Äquivalenz zum Dipl.-Ing. TU bescheinigen.

Hochschulort entscheidend
Nicht nur Burkhard Rauhut, Rektor der RWTH Aachen, macht auch auf die Nachteile des Verlustes des Titels Diplom-Ingenieur aufmerksam. Immerhin hatte dieser in Deutschland vergebene Abschluss über viele Jahrzehnte in der ganzen Welt einen guten Klang. Einen Master dagegen könne man vermutlich auch in Papua Neuguinea machen, sagt Rauhut. Für die Personalauswahl wird es künftig sehr viel wichtiger, die Hochschule mit zu berücksichtigen, an der der Abschluss erworben wurde. Wer zum Beispiel einen Master von der privaten englischsprachigen Jacobs University mitbringt, der hat auf jeden Fall umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet interkullturelle Kompetenz gesammelt, da gerade dieser Bereich als Schlüsselqualifikation mit im Vordergrund bei der kleinen internationalen Campus-Universität steht. In diesem Herbst starteten 255 Bachelor-Studierende und 104 „Freshmen“ in den Graduiertenprogrammen in das neue akademische Jahr. Die 1.100 Studierenden kommen aus 91 Nationen. Internationalität ist damit nicht nur durch die englische Sprache garantiert, in der gelehrt wird. Noch sehen die Graduiertenfeiern an deutschen Hochschulen auch nicht so international aus wie an der Bremer Eliteuniversität. Doch der Wettbewerb unter den Universitäten verschärft sich mit den neuen Abschlüssen. In einer global ausgerichteten Wirtschaft heißt jetzt auch in Deutschland der klassische Abschluss eines Studiums „Master of Science“.

Link-Tipps

www.tu9.de
Informationen zur Ingenieursausbildung von den neun führenden Technischen Universitäten Deutschlands

www.vdi.de/monitor-ing
Die aktuellsten Daten über die Entwicklung der Ingenieursausbildung und des Arbeitsmarktes vom Verein Deutscher Ingenieure e.V.

www.hrk-bologna.de
Detailinformationen und Links zum Bologna-Prozess von der Hochschulrektorenkonferenz

 

Notenskala mit den neuen ECTS-Grades*

ECTS-Grades      Deutsche Note      ECTS-Definition     Deutsche Übersetzung
A                             1,0–1,5                     Excellent                  Hervorragend
B                              1,6–2,0                    Very good                Sehr gut
C                              2,1–3,0                    Good                           Gut
D                              3,1–3,5                     Satisfactory             Befriedigend
E                              3,6–4,0                    Sufficient                   Ausreichend
FX/F                      4,1–5,0                     Fail                              Nicht bestanden

*ETCS: European Credit Transfer System

Weg mit dem Fluff

22. November 2007 · Menschen · Meldung kommentieren 

Wer kennt sie nicht, die nett gemeinten Floskeln, mit denen Menschen ihre Sprache aufpeppen wollen. Ob es der langatmige Beginn ist oder das Herumsülzen am Ende eines Schreibens: Professionelle Geschäftspartner wollen lieber klare Ansagen als Gelaber. Schwammige Ausdrucksweisen, hohle Phrasen und Floskeln heißen in diesem Artikel Fluff. „A bit of fluff“ ist ein Fussel, ein überflüssiges Teil, das am besten weggebürstet wird. Professionelle Geschäftspartner ärgern sich, wenn Sie als Sender einer Botschaft deren knappe Zeit mit Fluff vergeuden. Anschreiben ohne Fluff sind effektiver. Das gilt für deutschsprachige Dokumente genauso wie für englische Briefe, Mails, Memos, Vorträge oder jede Art der schriftlichen Kommunikation. Im Unterschied zur mündlichen Kommunikation gibt es in der Schriftform, und das gilt auch für die elektronische Post, keinen Smalltalk. Nur kurze Mails sind im Geschäftsalltag sinnvoll. Längere Inhalte sollten als pdf-Anhang beigefügt werden. Verwenden Sie kurze Wörter und kurze Absätze. Versenden Sie ein kurzes Anschreiben oder eine kurze E-Mail. Damit erreichen Sie garantiert eher, dass der Geschäftspartner Ihrem Anliegen Aufmerksamkeit schenkt. Und nur um das geht es. – Bei der Anrede gilt, dass bei Geschäftsbriefen das klassische „Dear Mr. Jones“ verwendet werden sollte. Bei E-Mails kann alternativ auch „Hello Mr. Jones“ verwendet werden. Mit anderen Arten der Anrede sollte in der geschäftlichen Kommunikation nicht experimentiert werden. Das wirkt sonst leicht aufgesetzt. Beim Abschluss des Briefes oder der E-Mail sollte man das etablierte „Yours truly“ verwenden und ebenfalls auf jegliche Gimmicks verzichten. „Sincerely“ oder „Sincerely yours“ sind auch akzeptabel, allerdings wirken sie deutlich förmlicher. Nach der Anrede ist es entscheidend, dass das Anliegen unmittelbar im ersten Satz zur Sprache kommt. Je schneller und klarer der Empfänger erfassen kann, um was es Ihnen in dem Text geht, desto höher sind die Chancen, dass das Schreiben aufmerksam bis zu seinem Ende gelesen wird. Wer mehr über die Kunst der effektiven Geschäftskommunikation wissen will, dem empfehlen wir das Meisterwerk „Writing That Works“ von Kenneth Roman und Joel Raphaelson. Der Klassiker aus den USA gilt als Bibel nicht nur für Werbetexter.

Link-Tipp

http://tinyurl.com/35b2tn

Gesellschaftsformen von AB bis Oy

22. November 2007 · Länder, Märkte · Meldung kommentieren 

Die Gesellschaftsformen deutscher Unternehmen haben eine lange Tradition. Schon in der Zeit der napoleonischen Kriege wurde in weiten Teilen Deutschlands der Code de Commerce von 1809 eingeführt. In diesem tauchen zum ersten Mal die OHG, die KG, die KGaA und die AG auf. Aktiengesellschaften in größerer Zahl entstanden mit dem einsetzenden Eisenbahnbau ab 1835 insbesondere in Preußen und Sachsen. Das erste deutsche Aktiengesetz wird am 9. November 1843 in Preußen erlassen. Mit dem GmbH-Gesetz wird im Jahre 1892 eine zweite, einfachere Kapitalgesellschafts-Rechtsform geschaffen. Die GmbH ist eine Erfindung des deutschen  Gesetzgebers. Es gilt auch heute noch das GmbH-Gesetz von 1892. Lediglich die „Kleine GmbH-Novelle“ ergänzte 1980 die Grundlagen. In den vergangenen Jahren sind in einer geschichtlich betrachtet sehr kurzen Zeit sehr viele neue Unternehmensformen im internationalen Handel hinzugekommen. Aufgrund des Zusammenwachsens der Weltwirtschaft und der engen Verflechtungen, haben Einkäufer es immer häufiger mit Gesellschaftsformen zu tun, die nicht auf den ersten Blick zuzuordnen sind. Da gibt es die „Offshore Company“ aus Zypern, die „Handelsbolag AB“ aus Schweden oder die „Uzdaroji Aczine Bendrove UAB“ aus Litauen. Mit Hilfe unserer Link-Tipps am Ende des Artikels können die wichtigsten europäischen und internationalen Gesellschaftsformen mit einem Mausklick gefunden werden. Die Aufstellung der Gesellschaftsformen der EU-Mitgliedsstaaten ist vollständig und stellt eine Reihe zusätzlicher Informationen zur Verfügung. So lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Unternehmensform mit einer der deutschen Gesellschaftsformen gleichgesetzt werden kann, wie hoch das Mindest-Stammkapital im Falle einer GmbH oder AG ist und ob eine Eintragung im jeweiligen Handelsregister eines Landes erforderlich ist oder nicht. Auch in den USA wird wie in Deutschland grundsätzlich zwischen Personen- und Kapital-gesellschaften unterschieden. Zu den Personengesellschaften gehören die General Partnership, die Limited Partnership, die Limited Partnership mit einem Corporate General Partner sowie die Limited Liability Partnership. Die General Partnership ist die einfachste und gleichzeitig die am wenigsten verbreitete Rechtsform der Personengesellschaft in den USA. Sie ist mit kleinen Einschränkungen mit der deutschen Offenen Handelsgesellschaft beziehungsweise der Gesellschaft bürgerlichen Rechts vergleichbar. Die Corporation ist in Nordamerika am beliebtesten. Sie entspricht in den Grundsätzen der deutschen Aktien-gesellschaft und tritt in zwei Formen auf: die Public Corporation, welche eine Vielzahl von Aktionären besitzt und deren Anteile an der Börse gehandelt werden, und die Close beziehungsweise Closely held Corporation, die nicht börsennotiert ist und deren Anteile in den Händen von wenigen Gesellschaftern liegen. Hauptmerkmal der Corporation ist die beschränkte Haftung der Anteilseigner, eine zentralisierte Geschäftsführung und eine freie Übertragbarkeit der Anteile. Vergleichbar mit einer deutschen GmbH ist die Limited Liability Company (LLC). Zur Gründung einer LLC ist in den USA kaum mehr als die Einreichung eines Formblattes erforderlich.

Link-Tipps

http://tinyurl.com/2ofljo
Das Merkblatt der IHK München und Oberbayern „Aufstellung der Gesellschaftsformen der EU-Mitgliedsstaaten“ steht als pdf-Dokument (zehn
Seiten) kostenlos zum Download bereit.

http://tinyurl.com/35xm74
Liste internationaler Gesellschaftsformen mit ihren deutschen Entsprechungen. Die Übersicht wurde zusammengestellt von dem Diplom-
Finanzwirt (FH) Werner Reich.

So kaufen Profis direkte Güter

22. November 2007 · Technologie · Meldung kommentieren 

E-Sourcing bezieht sich auf den strategischen Einkauf und umfasst die Bedarfserfassung und Spezifikation, die Beschaffungsmarktforschung, das Finden von Lieferanten und ihre Vorqualifikation sowie Ausschreibungen und Anfragen. Im Idealfall ermöglicht das E-Sourcing elektronische Auktionen und integriert die gesamte strategische Beschaffung des Unternehmens in einem Softwareprogramm. In dem Fachbuch „Elektronische Beschaffung“ heißt es: „E-Sourcing-Plattformen sind in jüngster Zeit die Antwort der IT-Anbieter auf die geforderte Integration und Vereinheitlichung der Anwendungen und Systeme. E-Sourcing-Plattformen verfolgen die Zusammenführung der einzelnen Anwendungssysteme im Einkauf auf einer Systemplattform, die Eliminierung von Systembrüchen sowie die Konsolidierung beschaffungsrelevanter Daten und Informationen.“ mehr…

C-Teile: Partnerschaft mit Liefervertrag

22. November 2007 · Märkte · Meldung kommentieren 

Jedes Unternehmen braucht sie und jedes Unternehmen hat enormen Aufwand mit ihnen: C-Teile. Egal ob Schrauben und Verbindungsteile, Arbeitsschutz- und Hygienematerial oder das klassische Büromaterial – alle Artikel sind unverzichtbar und von relativ geringem Wert je Stück. Der Aufwand sie zu beschaffen liegt meist um ein Vielfaches über ihrem Waren-wert. Ensprechend der bekannten Pareto-Verteilung entfallen auf ungefähr 80 Prozent aller Beschaffungsartikel nur 20 Prozent des Beschaffungswertes. Die Gesamtkosten dieser C-Teile bestehen wiederum zu 80 Prozent aus Prozesskosten der Beschaffung und nur zu 20 Prozent aus dem eigentlichen Warenwert. mehr…

Leipziger Airline

22. November 2007 · Unternehmen · Meldung kommentieren 

Die Deutsche Post World Net und die Deutsche Lufthansa AG gründen über ihre Töchter DHL Express und Lufthansa Cargo eine gemeinsame Frachtfluggesellschaft. An der neuen GmbH in Leipzig werden die Partner jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile halten. Schwerpunkt der neuen Fluggesellschaft soll der Luftfracht- und Expressgütertransport von und nach Asien sein. Die Aufnahme des Flugbetriebs ist für April 2009 geplant. Der Flugverkehr der neuen Luftfrachtgesellschaft soll zunächst mit elf neuen Boeing 777-200LRF betrieben werden. Die Frachtkapazitäten der neuen Airline werden durch Lufthansa Cargo und DHL Express abgenommen. Der Vertrieb und die Abfertigung dieser Kapazitäten erfolgt weiterhin jeweils durch die beiden Partner in Eigenregie. Ab dem Sommerflugplan 2009 wird die neue Airline – vorbehaltlich der Erteilung entsprechender Verkehrsrechte – ihr Streckennetz bis 2011 stufenweise ausbauen und folgende Zielorte an Werktagen bedienen: Singapur, Bangkok, Dubai, Bombay, Shanghai, Hongkong, Seoul, Nagoya, Almaty, East Midlands und Mailand. An Wochenenden werden Shanghai, Astana, Singapur, Bangkok, Sharjah, Hongkong, Chicago sowie New York angeflogen. Über den reinen Luftfrachttransport hinaus wollen beide Unternehmen, jeweils in eigener Verantwortung, auch Lagerhaltung und Warenumschlag am Flughafen Leipzig/Halle abwickeln. DHL Express wird seine Expressgüter im neu erbauten Frachtzentrum umschlagen. Lufthansa Cargo errichtet in Kürze in direkter Nachbarschaft ein eigenes Logistikzentrum für Luftfracht. Die Geschäftsführung der neuen Airline übernehmen Dr. Thomas Papke, vormals Lufthansa Cargo, und Thomas Pusch, bisher bei DHL. Einen Namen hat das neue Gemeinschaftsunternehmen bisher noch nicht erhalten.

Moderne Einkaufslösungen für Fachliteratur

22. November 2007 · Lieferanten · Meldung kommentieren 

Wissen ist Macht und Wissen ist vielfältig. Erfolgreiche Unternehmen benötigen permanent Fachinformationen, um sich im globalen Wettbewerb zu positionieren. Aber anders als im Jahre 1800, als die Halbwertszeit des Wissens noch bei hundert Jahren lag, verdoppelt sich das Wissen weltweit heute in weniger als fünf Jahren. Vor allem große Unternehmen haben daher einen sehr hohen Bedarf an Fachmedien, der zudem meist über die verschiedensten Fachbereiche gestreut ist. Allein die Kataloge der deutschen Buchgroß-händler umfassen um die drei Millionen Artikel. Kombiniert mit Presseerzeugnissen und anderen Fachmedien kommt ein gigantischer Artikelbestand von über viereinhalb Millionen Artikeln zustande, der sich überdies noch täglich ändert. Je größer ein Unternehmen ist, desto umfangreicher und teurer wird zwangsläufig der Einkauf von Fachmedien. mehr…

AMConsult mit Büro in Hamburg

22. November 2007 · Unternehmen · Meldung kommentieren 

Das Beratungsunternehmen AMConsult GmbH aus Bonn hat in Hamburg eine Niederlassung eröffnet. Kay Bindel (36) wurde als Partner in Hamburg gewonnen. Der Einkaufsprofi mit langjähriger Praxiserfahrung leitet die neue Niederlassung. AMConsult verspricht seinen Kunden eine umfassende Optimierung des Einkaufs und versteht sich als Procurement Service Provider (PSP). „Viele Geschäftsführer und Einkaufsleiter kennen diese Situation: Man müsste bestimmte strategische Einkaufsthemen angehen, weil man Einsparungspotenziale erkennen kann, hat aber keine Ressourcen mehr frei, um das Thema anzupacken. Und eine Aufstockung des ‚Head-Count‘ im Einkauf kommt nicht in Frage“, berichtet Kay Bindel. „Wir stehen zur Verfügung, sowohl in der reinen Beraterrolle als auch mit temporären externen Teams. Durch unser weltweites Sourcing-Netzwerk können wir geeignete Bezugsquellen nicht nur ermitteln, sondern diese durch Präsenz vor Ort auch qualitativ selektieren und besser als andere für die Einhaltung von Lieferterminen sorgen. Konsequente Ergebnis- und Zielorientierung, Dynamik und Flexibilität sind für uns keine Schlagworte, sondern die Leitlinien unseres Handelns.“ AMConsult ist jetzt mit Büros in Bonn, Berlin und Hamburg präsent.

Marktplatz für Transporte

22. November 2007 · Märkte, Technologie, Unternehmen · Meldung kommentieren 

Beim Deutschen Gründerpreis 2007 wurde Transporeon bereits im Juni unter die Top 3 Aufsteiger des Jahres gewählt und für ihr starkes Umsatzwachstum und eine markt-führende Position bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Belangen des Umweltschutzes gewürdigt. Mit ihrem Softwareprodukt Tisys tragen die Unternehmensgründer dazu bei, den Lkw-Verkehr auf Europas Straßen zu reduzieren und so klimaschädliche Emissionen zu vermeiden, urteilten die Juroren. Am 23. Oktober folgte die Auszeichnung als „Internet-unternehmer des Jahres 2007“. Der Preis wurde im Rahmen des alljährlich in München vergebenen Online-Star verliehen. mehr…

Spanien und Rumänien unter Beobachtung

22. November 2007 · Länder · Meldung kommentieren 

Spanien ist die dritte große Industrienation, die im Länderrating der Coface in 2007 auf die negative Watchlist gesetzt wurde. Wie der internationale Anbieter von Lösungen im Forderungsmanagement mitteilt, steht das Land in der Gefahr, von der Immobilienkrise angesteckt zu werden und damit in eine ähnliche Situation zu geraten wie die USA und Großbritannien, die bereits im April beziehungsweise Juli unter negative Beobachtung gestellt wurden. Alle drei Länder bleiben aber in der höchsten Stufe A1. Allerdings geriet auch die Bewertung von Rumänien mit A4 auf die negative Watchlist. Der rumänische Leu ist die Währung eines Emerging Countries, die am meisten in Gefahr ist. Dies macht Rumänien anfällig für eine Vertrauenskrise. Das Rating ist ein guter Indikator für Unternehmen, die mit oder in diesen Ländern Geschäfte machen, so Coface. Die Bewertungen folgen einer ähnlichen siebenstufigen Skala wie die der Ratingagenturen: A1 bis A4 (Investmentgrades entsprechend), B, C und D (mittleres bis hohes Risiko). Weitere Informationen zu dem Rating und zu der Bewertung verschiedener Länder liegen im Web vor.

http://tinyurl.com/2tkg9t

Kurzwarenmarkt: Illegale Preisrunden

22. November 2007 · Märkte · Meldung kommentieren 

Wegen Beteiligung an Kartellen auf dem europäischen und internationalen Markt für Verbindungs- und Befestigungssysteme hat die EU-Kommission gegen die Unternehmen Prym, YKK, Coats, Scovill, A. Raymond S.A.R.L., Berning & Söhne GmbH & Co. KG und den Fachverband Verbindungs- und Befestigungstechnik (VBT) Geldbußen in einer Gesamt-höhe von 328.644.000 Euro verhängt. Die Firmen und der Verband haben in schwerer Weise gegen den Artikel 81 des EG-Vertrages verstoßen, wonach wettbewerbs-beschränkende Geschäftspraktiken verboten sind. In vier verschiedenen Fällen ermittelte die Kommission, dass die Unternehmen Preiserhöhungen koordinierten, Mindestpreise festlegten, Kunden und Märkte untereinander aufteilten und andere wichtige und vertrauliche Geschäftsinformationen austauschten. mehr…

Grenzkontrollen gestrichen

22. November 2007 · Märkte · Meldung kommentieren 

Am 8. November haben die Innenminister der 27 EU-Staaten beschlossen, die Kontrollen an den Grenzen zwischen den alten und den neuen Mitgliedsländern abzuschaffen. Stichtag ist der 21. Dezember, eine Minute nach Mitternacht. Ab dann entfallen die Grenzkontrollen für die Überfahrt nach Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und zusätzlich nach Malta. Die künftigen Schengen-Mitglieder haben ihren Grenz- und Datenschutz sowie die Visa-Vergabe an die Standards der EU angepasst. Beispielsweise kommen moderne Screening-Geräte für das Schengen-Informationssystem (SIS) zum Einsatz.

Teures Gold

22. November 2007 · Märkte · Meldung kommentieren 

Gold macht seinem Ruf als „Sicherer Hafen“ für Anleger wieder alle Ehre. Auf einem hohen Niveau bewegt sich der Goldpreis bei leichten Zwischenkorrekturen auf das 1980er Rekordhoch von 873 US-Dollar zu. Innerhalb der letzten drei Monate ist der Preis um 30% bzw. 190 Dollar gestiegen. Und die Rahmenbedingungen sprechen nicht für einen Einbruch der überhitzt scheinenden Situation. Die expansive US-Geldpolitik zur Konjunkturstützung, die gesenkten US-Zinsen, die leicht gesunkenen Fördermengen der Minen und die Nachfrage aus Indien als größtem Goldschmuckhersteller begründen den hohen Kurs. Säbelrasseln in der Türkei und Pakistan stützt die Suche nach sicheren Investments. Kehrseite des Höhenflugs ist die Unsicherheit im Markt, die langfristig nur den Spekulanten hilft.

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