Hightech aus Japan
“Kooperation durch Innovation“ heißt das Motto der japanischen Präsenz auf der Hannover Messe 2008. Mit 150 Ausstellern auf 3.500 Quadratmetern belegter Gesamtfläche kündigt das Partnerland der Messe ein vielfältiges Ausstellungsprogramm an. Der japanische Zentralstand befindet sich mit 1.700 Quadratmetern in der Halle 2 im Bereich der Leitmesse „Research & Technology“. Kankyo Kaihatsu Kogyo Co. Ltd. aus Hokkaido zeigt beispielsweise, wie gebrauchte Öl-Filter ohne Kohlenstoffdioxid recycelt werden können. mehr…
Schaufenster der Industrie
Aus dem technischen Einkauf und der Beschaffung reisten im vergangenen Jahr 21.000 Geschäftsleute zur Hannover Messe. Insgesamt besuchten mehr als 240.000 Menschen die Ausstellung. In Hannover wird Globalisierung gelebt. Der Auslandsanteil der Besucher lag 2007 insgesamt bei rund 30 Prozent. Vor allem Indien, die Niederlande, Türkei, Schweden, Dänemark und Italien sind auf der Besucherseite stark vertreten. Bei den Ausstellern lag der Auslandsanteil 2007 bei mehr als 50 Prozent. Nach 6.400 Ausstellern im Vorjahr rechnet die Deutsche Messe AG als Veranstalter in diesem Jahr mit rund 5.000 Unternehmen. 166.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind gebucht. Unter dem Dach der Hannover Messe finden zehn internationale Leitmessen sowie 1.000 themenspezifische Sonderveranstaltungen und Foren statt. mehr…
Erfolgreiches Doppel
Die Leipziger Zuliefermesse „Z“ und die Maschinenbaumesse intec konnten ein Plus bei den Besucherzahlen von 20 Prozent verbuchen. Nach Messeschluss am 29. Februar wurden rund 16.800 Besucher gezählt. Auf den beiden Veranstaltungen präsentierten etwa 1.200 Aussteller aus 28 Ländern ihre Angebote – von Zulieferleistungen für die Fahrzeugindustrie und Maschinenbau auf der Z bis hin zu Fertigungstechnik, Werkzeug- und Maschinenbau auf der intec. Erneut lag der Fachbesucheranteil bei 99 Prozent. Die größten Besuchergruppen kamen aus dem Automobilbau, der Automobilzulieferindustrie, dem Anlagen-, Maschinen- und Werkzeugbau. Knapp über die Hälfte der Besucher gab an, in ihren Unternehmen Einkaufsentscheidungen zu fällen oder daran beteiligt zu sein. Ein weiteres Viertel ist beratend in die Beschaffung eingebunden. Nach den Daten einer Befragung des Institut für Marktforschung, Leipzig, würden 88 Prozent den Besuch des Messe-Doppels weiterempfehlen. Von den Unternehmen auf der intec äußerten rund 80 Prozent am letzten Messetag die Absicht, sich wieder als Aussteller zu beteiligen. Von den Ausstellern der Z würden 82 Prozent die Messe weiterempfehlen. Im kommenden Jahr finden die Zuliefermesse und die intec vom 24. Februar bis zum 27. Februar statt.
Easy-Sourcing
Die Easy-Sourcing GmbH ist als neue Dienstleistungs-Agentur für den Einkauf in Deutschland am Start. Von ihrer Zentrale in Berlin aus wollen die Beschaffungs-Agenten mit ihrem Angebot dort ansetzen, wo der strategische Einkauf keine ausreichenden Kapazitäten mehr hat. Easy-Sourcing ist ein Zusammenschluss aus freien Beschaffungs-Agenten (EasyScouts) die aus dem Ausland all ihre Kontakte und Wissen in einem Unternehmen zusammengeführt haben. In jedem der angebotenen 48 Staaten und Regionen hat Easy-Sourcing mehrere sogenannte „Easy-Scouts“ unter Vertrag genommen. Das Unternehmen sucht neue Lieferanten und bestimmte Warengruppen in Low Cost Countries (LCC) wie China, Indien, Polen, Rumänien Tschechien – in insgesamt 48 Staaten und Regionen. Bisher gibt es laut Easy-Sourcing GmbH in Deutschland keine Dienstleistung dieser Art.
Modine setzt auf Zycus
Mit einer integrierten Lösung für das Ausgaben-Management wird die Modine Manufacturing Company künftig ihre gesamte Unternehmensorganisation ausstatten. Dazu setzt der weltweit agierende Anbieter von Wärmeübertragungs- und Wärmespeicher-technologien auf eine Lösung der Zycus Inc. aus Princeton. Zycus ist spezialisiert auf Spend Management Software und hat den Auftrag am 11. März von Modine erhalten. Das Projekt ist Teil der Global Procurement Transformation Initiative, mit der Modine seine Einkaufsorganisation effizienter machen will. Das Projekt zum Ausgaben-Management erstreckt sich auf die Aktivitäten des Unternehmens in Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien. Die Lösung von Zycus ersetzt das selbstgestrickte Tool, das bisher bei Modine im Einsatz war. Das Traditionsunternehmen wurde 1916 gegründet. Modine erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 1,7 Milliarden US-Dollar und beschäftigt rund 7.800 Mitarbeiter an 33 Standorten.
Lackharze aus dem Netz
Ein Internetshop für traditionelle Lackharze wird seit kurzem von der Viverso GmbH zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen aus Bitterfeld ist eine hundertprozentige Tochter der Bayer MaterialScience AG, Leverkusen. Viverso hat die Produktion und Vermarktung der traditionellen Lackharze aus dem Sortiment der Business Unit Coatings, Adhesives, Sealants (CAS) von Bayer übernommen. Dazu gehören Alkydharze (Alkydal), ungesättigte Polyester (Roskydal) und Hydroxyacrylate (Desmophen A) für die Herstellung verschiedenster Oberflächenbeschichtungen, etwa von Lacken für Automobile, Haushaltsgeräte und Möbel, Korrosionsschutz anstrichen und Spachtelmassen. „Die Besonderheit von Viverso liegt in einem für die Branche neuartigen, innovativen Geschäfts-modell, dessen Herzstück ein Internet-basiertes Vertriebskonzept ist. Damit sind wir ein Pionier in unserer Branche“, sagt Rüdiger Held, Geschäftsführer des Unternehmens, das in Bitterfeld rund 150 Mitarbeiter beschäftigt. „Wir haben uns entschlossen, unseren Kunden nur das anzubieten, was sie wirklich benötigen. Und das tun wir einfach, schnell, zuverlässig und effizient – mit unserer Internet-Plattform. Für viele Kunden – insbesondere solche mit relativ kleinen Abnahmemengen – sind seit dem Start von Viverso die Rohstoffe von Bayer zum Teil erheblich billiger geworden. Gerade in einem preis- und kosten-getriebenen Markt schafft dies einen erheblichen Anreiz“, so Held. Viverso nimmt Aufträge von zuvor registrierten Kunden über seine Website www.viverso.com entgegen. Dabei wählt der Kunde nach dem Login Produkt, Menge, Verpackung, Transportmodalitäten und gewünschten Liefertermin aus.
Bibliothek für 3D-Bauteile
Auf einfache Weise können jetzt 3D-CAD Rollen und Räder eingekauft werden. Es gibt sie zum Herunterladen aus dem Netz bei der Rollenbau GmbH aus Wien. Das Unternehmen hat eine 3D-Bibliothek mit mehr als 10.000 verschiedenen Rollen und Rädern mit Ladekapazitäten von 40 Kilogramm bis fünf Tonnen entwickelt. Die neue 3D-Bauteile-bibliothek enthält nicht nur Konvertierungsformate als Download für alle gängigen CAD-Programme, sondern auch Rotationsmodelle, die sich ohne zusätzliche Software betrachten lassen. Anwender können so beispielsweise mit der CADSoftware Inventor erstellte 3D-Bauteile per „Drag & Drop“ herunterladen und direkt in ihre Konstruktionspläne einsetzen. Das erspart laut Rollenbau GmbH viel Aufwand und verkürzt die Bearbeitungszeit erheblich. „Für den Konstrukteur bedeutet dieser Service eine Arbeitserleichterung, weil er bequem online konfigurieren kann“, heißt es aus Wien. Der Download ist auch ohne vor herige Registrierung möglich. Der User gelangt durch Eingabe der Artikelnummer unter dem Button „3D CAD“ oder durch den Downloadbutton bei der gewünschten Rolle zur maßgetreuen CAD-Zeichnung seiner Wahl, wobei ihm die Formate IPT, IGES, SAT oder STEP zur Verfügung stehen. Weitere 3D- und 2D-Formate sind auf Anfrage erhältlich. Für einen reibungslosen Kommunikationsfluss zwischen Konstruktion und Einkauf generiert das Programm automatisch die zugehörige Bestellbezeichnung. Für jedes Produkt gibt es auch ein Produktdatenblatt zum Herunterladen. Eine Beratung rund um Rollen und Räder wird online oder persönlich über die Freeline 00800 700 88 800 geboten. Wer lieber Festes in Händen hält, kann den 284 Seiten starken Katalog bestellen oder einzelne Seiten als Download abrufen.
Roggen aus Russland
Bio-Getreide verteuerte sich in den letzten Monaten deutlich und ist in Deutschland nun wieder doppelt so teuer wie konventionelles Getreide. Zwei enttäuschende Ernten von Bio-Getreide führten zusammen mit einer stark gestiegenen Nachfrage der Nahrungs- und Futtermittelhersteller zu einer enormen Verknappung. Wie die ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH aus Bonn mitteilt, sind die Preise für Bio-Brotweizen beispielsweise im Januar 2008 auf 480 Euro pro Tonne angestiegen, Brotroggen liegt so gar darüber bei 510 Euro pro Tonne und Futterweizen wird um 410 Euro je Tonne gehandelt. Der große Nachfrageüberhang in Deutschland kann nur noch durch Importe gedeckt werden. Schon in den letzten Jahren kamen umfangreiche Lieferungen aus Osteuropa, inzwischen gehören aber auch Anbieter aus Kasachstan, Russland oder Kanada zu den Lieferanten am heimischen Markt. 2007 wurden in Deutschland 524.000 Tonnen Bio-Getreide geerntet, 13 Prozent weniger als 2006. Nachdem die Bio-Getreideflächen in Deutschland 2006 und 2007 leicht rückläufig waren, dürfte sich dieser Trend 2008 wieder umkehren, wenn auch ohne große Sprünge. Die Verbraucherpreise für Brot- und Getreideerzeugnisse erhöhten sich im Februar 2008 gegenüber Februar 2007 im Schnitt um 8,3 Prozent.
Online-Recht von A bis Z
Das Informationsrecht ist eine neue Rechtsdisziplin, deren Wurzeln im Dunkeln liegen.“ Licht ins Dunkel bringt ein Kompendium von Thomas Hoeren, das jetzt in aktualisierter Fassung zur Verfügung steht. Der Experte für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht stellt sein Skript im Umfang von 587 Seiten zum kostenlosen Download im pdf-Format bereit. Im März 2008 wurde die Veröffentlichung aktualisiert, so dass die neuesten Ereignisse aus der Rechtsprechung des Jahres 2007 berücksichtigt sind. Thomas Hoeren ist seit April 1996 Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf und seit 1997 Universitätsprofessor an der Juristischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Hoeren beschreibt die Praxis der Domainvergabe genauso wie Möglichkeiten der Rechteübertragung via Lizenzvertrag im Internet. Werberechtliche Fragen des Online-Marketings werden umfassend geschildert. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich auf mehr als einhundert Seiten mit dem Vertragsschluss zwischen Kunde und Anbieter im Internet. Dabei spielen auch Vergaberecht, die E-Commerce-Richtlinie und die digitale Unterschrift eine Rolle. Das Datenschutzrecht, Haftung von Online-Diensten sowie die internationalen Aspekte des Internetrechtes sind weitere Kapitelüberschriften. Zu fünf Bereichen werden Mustertexte geliefert: Einkaufsbedingungen, Erwerb von Musik-Rechten für die Online-Nutzung, Nutzungsvereinbarungen mit angestellten Programmierern, AGB-Vorschläge zur Gewährleistung/Haftung auf der Grundlage der Schuldrechtsreform und Belehrungen über das Widerrufsrecht und das Rückgaberecht bei Verbraucherverträgen. Auch für vergleichsweise einfache Fragen bietet das Skript zuverlässige Antworten. So wird beispielsweise beschrieben, wie ein korrektes Internet-Impressum auszusehen hat und was beim kommerziellen Versenden von E-Mails zu berücksichtigen ist. Laut Hoeren hat das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch im Bereich des Online-Rechts eine besondere Bedeutung. Schwierigkeiten macht die Einbeziehung von AGBs in eine Webseite. Konkrete Tipps werden gegeben, wie die eigene Seite so gestaltet werden kann, dass rechtliche Probleme möglichst vermieden werden. Auch unzulässige Klauseln werden benannt, so dass der Nutzwert des Kompendiums für die Praxis hoch ist.
Teures Rohöl
Der Anstieg der Jahresteuerungsrate beruht teilweise auf einem Basiseffekt im Energie-sektor. Hier lag die Jahresteuerungsrate im Januar 2008 bei 36,3%. Rohöl wurde im Vorjahresvergleich um 51,6% teurer. Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen um 42,1%. Kokereierzeugnisse verteuerten sich um 30,1%. Steinkohle trug mit einem Plus von 27,8% ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Bei Erdgas war ein Preisanstieg von 7,4% zu verzeichnen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Januar 2008 um 0,7% über dem Stand von Januar 2007. Im Nahrungsmittelsektor gab es Preissteigerungen bei der Einfuhr von Getreide (+57,2%), Milch und Milcherzeugnissen (+20,7%), Zitrusfrüchten (+21,5%) und Rohkakao (+9,8%). Rindfleisch wurde um 22,3%, Geflügelfleisch um 16,7% teurer gekauft. Nicht-Eisen-Metallerze wurden gegenüber Januar 2007 zu 6,6% höheren Preisen importiert. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeuge lagen dagegen um 2,9% unter denen des Vorjahres. Vor allem Nickel in Rohform, das hauptsächlich für die Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet wird, verbilligte sich (-30,9%), ebenso Blei, Zink und Zinn in Rohform (-22,8%) sowie Rohaluminium (10,3%). Kupfer in Rohform war um 8,7% teurer. Billiger als vor einem Jahr waren Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (-29,4%) sowie elektronische Bauelemente (-21,1%).
Plattform für Papier
Der Papiergroßhändler Schneidersöhne Deutschland GmbH & Co. KG aus Ettlingen hat eine neue E-Commerce-Plattform gestartet. Der E-Shop bietet laut Schneidersöhne Papierbestellungen rund um die Uhr, Bestellvorlagen und Artikel-Favoriten, Muster- und Dummyservice, eine aktuelle Verfügbarkeitsprüfung und Lieferung nach Wunschtermin. Zu den Mehrwertfunktionen der neuen E-Commerce-Plattform unter www.schneidersoehne.de gehören eine detaillierte Auftragsübersicht der letzten zwölf Monate, die Rechnungen der letzten zwölf Monate im pdf-Format und die Einkaufsstatistik mit Artikel und Warengruppe.
Stahl wird erneut teurer
Die deutsche Stahlindustrie erwartet in diesem Jahr ein weiteres Plus bei der Rohstahl-erzeugung von drei Prozent. Es fällt zwar gegenüber den Vorjahren etwas zurück, bleibt aber im längerfristigen Vergleich kräftig. Aufgrund der knappen Rohstoffe sind die Märkte jedoch deutlich in Bewegung geraten. Laut Professor Dieter Ameling, Präsident der Wirtschafts-vereinigung Stahl, zeichnen sich extreme Kostensteigerungen bei der Stahlerzeugung ab. Diese resultieren allein aus dem Preisschub bei den Rohstoffen. Bei Feinerz kletterte der Preis zum Beispiel um 66 Prozent. „Auf nahezu allen Märkten sind explodierende Preise und akute Versorgungsengpässe zu beobachten“, sagte Ameling im Blick auf Legierungs-metalle. Die Preise für Stahlschrott liegen derzeit etwa 40 bis 50 Euro pro Tonne über dem Vorjahresniveau. Die Stahlexporte aus China haben ein nicht gekanntes Niveau erreicht. „Lagen die Lieferungen an Walzstahlfertigerzeugnissen in 2003 noch bei 408.000 Tonnen, wurde der EU-Stahlmarkt 2007 mit rund zehn Millionen Tonnen überschwemmt“, so Ameling. Inzwischen sind Antidumping-Verfahren gegen unfaire Stahllieferungen aus China angestrengt worden.
Allianz mit US-Partner
Die IT-Dienstleister T-Systems und Cognizant haben eine globale Service-Allianz für Systemintegration geschlossen. Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom und der globale IT-Anbieter mit Hauptsitz in Teaneck, USA, adressieren im Wesentlichen europäische Konzerne, um deren Nachfrage nach weltweitem Service bei System-anwendungen zu decken. Der US-Dienstleister hat starke Wurzeln im indischen Markt. T-Systems and Cognizant wollen dabei jeweils ihre Stärken sowohl im Beratungsgeschäft als auch bei Offshore-Leistungen in die Partnerschaft einbringen. mehr…
Die US-Krise packt alle
Die Stimmung im vierten Stockwerk ist prima. Wir befinden uns in der Einkaufsabteilung eines großen deutschen Maschinenbauers. Die Einkäufer waren in den letzten Monaten verstärkt in den USA auf Einkauftstour, um Waren zu Top-Preisen zu ordern. Deren Kosten liegen heute um 20 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. mehr…
Biomax löst sich auf
Normalerweise sollte eine feine Lindt-Pralinenschachtel nicht geöffnet im Regen stehen. Zumindest nicht solange noch Konfekt in ihr liegt. Kommt sie aber nach der Leckerei in einen Schauer, so hätte Mister M vom MI6 seine Freude daran. Denn eine Stunde später hätte sich der Konfektträger ohne weiteres Zutun aufgelöst. Der Träger der süßen Köstlichkeit besteht aus einem modernen Biokunststoff, der sich unter Wassereinfluss in Stundenfrist auflöst beziehungsweise im Kompost mit Bodenorganismen nach einer Woche komplett in CO2 und Wasser zersetzt wird. mehr…
Affi integriert Cumerio
In Hamburg werden nicht nur viele Krimis produziert, sondern auch spannende Drehbücher geschrieben. Bis zum Schluss war nicht klar, ob die NA, Norddeutsche Affinerie AG, ihr Ziel planmäßig erreichen würde, die belgische Cumerio zu übernehmen. Der Pokertisch stand allerdings nicht in rauchigen Hinterzimmern, sondern in den hanseatisch dezenten Vorstandsräumen der Affi, wie die Hamburger ihre Kupferhütte liebevoll nennen. Mitgespielt haben neben der NA noch deren neuer Hauptaktionär Dr. Mirko Kovats mit seiner Industrieholding A-TEC und auch das deutsche Kartellamt. Der vierte Player Cumerio hatte schon frühzeitig seine Karten auf den Tisch gelegt und eine Übernahme durch die NA befürwortet. mehr…
Russland: Der Rubel rollt
Die kurzzeitige Bärenstimmung am Montag nach der Wahl des neuen Präsidenten Dmitrij Medwedjew hatte nichts mit dem Ausgang der Wahl zu tun. Es war nur eine kurzzeitige Reaktion auf Kurseinbrüche in den USA. Die russische Wirtschaft hofft, mit dem eher als liberal geltenden Medwedjew auf weitere Stabilität und eine Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft. In der Ökonomie ist das Land bisher einseitig ausgerichtet und viel zu sehr auf seine Rohstoffexporte angewiesen. Etwa 80 Prozent der russischen Exporterlöse entfallen auf Energieträger und Metallrohstoffe. Wenn das bisher über Jahre hohe Wirtschafts-wachstum auf lange Sicht fortgesetzt werden soll, dann müssen Medwedjew und Putin es schaffen, die Ökonomie vielfältiger auszurichten. mehr…
TK/Internet: Technik Top – Service Flop
Wovor fürchten sich Geschäftskunden bei einer Störung ihrer Kommunikationsanschlusse am meisten? – Sie haben den richtigen Gedanken. Der Schrecken nimmt seinen Lauf, wenn Sie in so einer Notsituation auf die Hotline-Rufnummer Ihres Anbieters angewiesen sind. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das wissen natürlich auch die Anbieter und versuchen, mit ständiger Qualifizierung ihrer Call-Center entgegenzusteuern. Bislang nur selten mit Erfolg. Bei den meisten Unternehmen machen die gesamten Kommunikations-kosten im Verhältnis zum Kerngeschaft einen eher untergeordneten Anteil aus. Deshalb ist ein Ausfall von Telefon- oder Internetverbindungen meist mit unverhältnismäßig höheren Schaden im Kerngeschaft verbunden. Für den Einkauf von Telekommunikations- und Internetdienstleistungen gilt daher grundsätzlich: Die Sicherheit und Qualität der Leistung steht im Vordergrund.
Wie behandelt Sie Ihr Anbieter?
Treffen Sie Ihre Entscheidung fur einen Anbieter nicht direkt nach einer guten Vertriebs-präsentation, sondern testen Sie die Geschäftsabläufe Ihres zukünftigen Partners selbst. Mit unseren Tipps zum eigenen Qualitäts-Check möchten wir den Fokus auf die Kommunikationsqualität der Anbieter lenken. Aufgrund des starken Preisverfalls aller Telekommunikations- und Internetdienste ist der klassische Direktvertrieb mit gut ausgebildeten Vertrieblern selten geworden. Gerade Mittelständler geraten dabei leicht unter die Räder. Das Umsatzvolumen reicht oftmals nicht fur eine A- oder B-Kunden-Einstufung bei vielen Carriern. Entscheidend ist dabei weniger, dass Sie eventuell nicht persönlich betreut werden, sondern vielmehr dass die Mitarbeiter, mit denen Sie zu tun haben, kompetent sind und funktionierende Abläufe im Unternehmen herrschen. Am Beispiel DSL werden die Problemfelder deutlich. So ist die DSL-Technik für kleine Standorte oder Niederlassungen grundsätzlich nicht ungeeignet. Wenn Ihr DSL-Anbieter aber zufällig Arcor, Hansenet oder United Internet heisst, sollten Sie berücksichtigen, dass jedes dieser Unternehmen jeden Monat über 30.000 DSL-Anschlüsse realisieren muss. Und für jeden dieser DSL-Anschlusse ist eine fehlerfreie Abstimmung mit der Deutschen Telekom (DTAG) notwendig, die die Teilnehmeranschlussleitung (TAL/sogenannte letzte Meile) bereitstellen muss. Nach den Auflagen der Bundesnetzagentur als Regulierer ist die DTAG dazu verpflichtet, neben ihren eigenen DSL-Anschlüssen monatlich 330.000 TAL-Anschlüsse für andere Anbieter zu schalten. Die fehlerfreie Abwicklung solcher Mengen ist definitiv nicht einfach. Allerdings werden Sie für die schwierigen Ablüufe Ihres Anbieters wenig Verständnis haben, wenn Ihre Niederlassung durch deren Fehler unplanmässig von der Aussenwelt kommunikativ abgeschnitten wird. Beachten Sie derartige Fallstricke daher im Vorwege. Ein guter Anbieter wird auf solche Bedenken eine qualifizierte Antwort und Lösung haben.
In den SLAs steht die Wahrheit
Falls Sie geschäftskritische Anwendungen über Telefon- oder Internetleitungen nutzen, sollten Sie ein Redundanzkonzept in Erwägung ziehen. Der Business Carrier Colt Telecom hat beispielsweise europaweit 14.000 Gebäude mit redundanten Glasfaseranbindungen direkt an sein Netz angeschlossen. Um eine echte Redundanz zu erreichen, müssen Sie entweder aufwendige Ringanbindungen nutzen oder einen zweiten Carrier mit eigenständigem Netz neben dem Monopolanbieter DTAG hinzuziehen. Eng mit der Netzinfrastruktur, der Kundenzielgruppe des Carriers und dem Preis sind die wichtigen Service-Level verbunden. In diesen Service-Level-Agreements (SLAs) ist festgelegt, welchen Service Sie im Detail erwarten dürfen. Hier steht zum Beispiel welche Verfügbarkeit des erworbenen Dienstes Ihnen garantiert wird und binnen welcher Zeit der Vertragspartner bei Störungen aktiv werden muss. Achten Sie genau auf den feinen Unterschied zwischen Reaktions- und Reparaturzeit. Eine Reaktion ist auch ein einfacher Anruf, ohne dass die Störung beseitigt ist. Sie werden sehen, dass die wenigsten Anbieter feste Reparaturzeiten offerieren. Nutzen Sie in diesem Zusammenhang die Prüfung der gemanagten Dienste der Carrier. Hierfür zahlen Sie zwar mehr, haben jedoch weitaus bessere SLAs. Gute Business-Carrier wissen sehr genau, welche Anforderungen in speziellen Branchen bestehen.
Qualitäts-Check leicht gemacht
Senden Sie verschiedenen grob vorausgewählten Anbietern Ihre möglichst detaillierte Bedarfsanfrage zu und bewerten Sie deren Reaktionen. Entscheiden Sie vorab, ob Sie lieber schriftlich oder per E-Mail kommunizieren mochten. Schicken Sie den Anbietern dann auf diesem Weg Ihre Anfrage. Von nun an können Sie die Anbieter nach folgenden Kriterien bewerten:
- Wie schnell wird reagiert?
- Wie qualifiziert ist die Antwort?
- Wird individuell Bezug genommen?
- Werden Fragen ausgeklammert?
- Sind die Beilagen hilfreich?
- Werden Preise offen benannt?
- Wie ist der Stil und das Auftreten?
- Mit persönlichem Ansprechpartner?
- Haltung gegenüber Mitbewerbern?
Gehen Sie nach der ersten Selektion in vertiefende Gespräche und seien Sie vorsichtig, wenn Sie nur über den Preis überzeugt werden sollen.
Ford: Grüner Strom im Werk
Ford bezieht ab sofort für den gesamten Kölner Standort, einschließlich der Ford Fiesta- und Ford Fusion-Montagewerke, Strom aus Wasserkraft und damit aus erneuerbaren Energiequellen. Das Unternehmen verringert damit seine CO2-Emissionen für den Standort Köln um 190.000 Tonnen pro Jahr. „Die Entscheidung für den grünen Strom ist ein wichtiger Bestandteil unserer breit angelegten Initiative, die Umweltauswirkungen unserer Fahrzeuge – insbesondere die CO2-Emissionen – während ihres gesamten Lebens-zyklusses zu minimieren“, sagte Dr. Wolfgang Schneider, als Vize-Präsident Ford Europa unter anderem für den Bereich Umwelt zuständig. Der „grüne“ Strom für den Ford-Standort Köln wird von drei Wasserkraftwerken in Norwegen und Schweden erzeugt, die den Unternehmen Vannkraft AS (Norwegen) und Fortum AB (Schweden) gehören. Lieferant des Öko-Stroms aus Skandinavien ist der Kölner Energie- und Wasserversorger Rhein Energie AG. Der entsprechende Vertrag zwischen Ford und der Rhein-Energie AG bezieht sich auf die Lieferung von 480.000 Megawatt-Stunden pro Jahr. Der Anteil der aus erneuerbaren, „grünen“ Quellen produzierten Energie am Gesamtenergiebedarf von Ford beträgt – weltweit gesehen – drei Prozent und stammt überwiegend aus Wasser-, Wind- sowie Sonnenkraftwerken.
Navi für Fußgänger
Die mobile Navigationslösung von Nokia steht jetzt in erweiterter Form in einer Betaversion zur Verfügung. Nicht nur während der Fahrt im Auto lässt sich damit der Weg finden. Die Funktionen können nun auch von Fußgängern genutzt werden. In neueren Geräten wie dem Nokia 6210 Navigator wird mithilfe des integrierten Kompasses zudem die Richtung angezeigt, in die sich der Nutzer bewegt. Mit dem Erwerb des Navigationsupgrades wird das Mobiltelefon zu einem Navigationsgerät, das visuelle und sprach geführte Routen-anweisungen bietet. Falls das Nokia Mobiltelefon des Nutzers GPS nicht unterstützt, kann auch ein externes GPSModul in Verbindung mit einem kompatiblen Gerät verwendet werden. Nokia Maps 2.0 beinhaltet lokale Symbole für 17 Städte und führt Nutzer beispielsweise zum nächsten Bahnhof, um von dort mit der U-Bahn weiterzufahren. Nokia kündigte an, Nokia Maps in der ersten Jahreshälfte 2008 mit einer Series 40-Version breitflächig zu vermarkten. Die aktuelle Version von Nokia Maps und Nokia Map Loader können für ausgewählte Geräte kostenlos im Web unter http://www.nokia.com/maps heruntergeladen werden.




