30 Millionen für Wellenkraftwerke
Nach der Wind- und Sonnenenergie wird jetzt auch die Meeresströmungstechnologie so interessant, dass in diesem Bereich kräftig investiert wird. Voith Hydro, Heidenheim, und RWE Innogy, Essen, gründen mit der Voith Hydro Ocean Current Technologies ein Joint Venture für Energie aus Meeresströmung. Die Partner wollen gemeinsam die Entwicklung, Produktion und Vermarktung der Meeresströmungstechnologie beschleunigen.
RWE Innogy hält 20 Prozent an dem neuen Unternehmen. Voith Siemens Hydro Power Generation tritt ab dem 1. April 2009 unter dem Namen Voith Hydro am Markt auf und wird mit 80 Prozent der Mehrheitsgesellschafter sein. Das von den Partnern für die kommenden Jahre zugesagte Investitionsvolumen bis zur Serienreife beträgt mehr als 30 Millionen Euro. Die Gründung steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.
„Wir sind überzeugt: Meeresströmungskraftwerke, und damit erneuerbare Energie aus dem Meer, werden ein wichtiger Baustein im Energiemix der Zukunft sein“, sagt Hubert Lienhard, Vorstandsvorsitzender der Voith AG. „Unser gemeinsames Ziel ist, die Meeresströmungstechnologie so schnell wie möglich wettbewerbsfähig zu machen.“ Auch Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, ist vom Potenzial der Meeresströmungsstechnologie überzeugt: „Diese erneuerbare Form der Stromerzeugung hat einen wesentlichen Vorteil: Meeresströmungen fließen kontinuierlich und lassen sich daher sehr genau vorhersagen. Damit ist auch die eingespeiste Strommenge wesentlich besser prognostizierbar als jene anderer erneuerbarer Energieträger. Ihr Potenzial sollte deshalb unbedingt genutzt werden. Mit Voith Hydro haben wir jetzt einen der kompetentesten Partner auf diesem Gebiet an unserer Seite.“
Voith Hydro arbeitet seit 2005 an Technologien zur Nutzung von Meeresströmungen. Eigenen Angaben zufolge liegt eine revolutionäre Technologielösung vor, die sich durch robustes Design ohne Getriebe und Rotorblattverstellung sowie Umweltfreundlichkeit durch Vermeidung von Ölen und vollständiger Installation unter Wasser auszeichnet. Bis Jahresende 2009 soll ein erster 110-Kilowatt-Prototyp einer Meeresströmungsturbine zu Testzwecken vor der Küste Südkoreas installiert werden. Diese Testanlage ist Teil eines geplanten Kraftwerkprojektes, das mit einer Nennleistung von mehreren hundert Megawatt mittelfristig in Südkorea Strom aus der Kraft des Meeres erzeugen soll. Weitere Demonstrationsanlagen in Europa sollen folgen.
RWE Innogy will noch 2009 mit der Errichtung eines Wellenkraftwerks mit einer Leistung von 4 Megawatt vor der schottischen Küste beginnen. Außerdem bestehen Pläne für den Bau eines 10,5 Megawatt Meeresströmungskraftwerks vor der walisischen Küste für das Jahr 2012. Voith Hydro ist ein Konzernbereich von Voith mit circa 3.600 Mitarbeitern und einem Auftragseingang von rund 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2008. Das Familienunternehmen wurde 1867 gegründet und ist heute mit 43.000 Mitarbeitern, 4,9 Milliarden Euro Umsatz und weltweit rund 290 Standorten eines der großen Familienunternehmen Europas.
Kommentare
2 Antworten zu “30 Millionen für Wellenkraftwerke”
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Hallo,
ich denke das die 30 Millionen für Wellenkraftwerke eine sehr gute Investition ist, ich denke in Zukunft werden mehrere Unternehmen in diese Technologie Investieren.
Ich habe zum Thema Wellenkraftwerke noch einen sehr guten Artikel gefunden
http://wiseway.de/index.php?/archives/15-Wellenkraftwerke.html
Hallo
auf den Internetseiten, die im vorhergehenden Kommentar genannt werden, habe ich bereits darauf hingewiesen, dass es eine wesentlich preiswertere Alternative gibt, zu lesen unter unseren Seiten http://www.starfort.it.
In der Zeit zwischen genannten Kommentar und diesem haben wir einen prominenten Befürworter bekommen, zu lesen unter:
http://www.nachhaltigkeit.org/200904171425/energie-kohlendioxid/interviews/auf-der-welle-zur-energie#comment-61
Am Ende des Interviews mit den sicherlich kompetenten Gesprächspartner Herrn Neumann finden Sie unser Kommentar, wo wir auf die Problematik der Kraftwerke mit Ölhydraulik hinweisen, und darauf schaltet sich sehr offen Herr Neumann ein, der die Ölhydraulik bei Wellenkraftwerken schlichtweg als nicht zukunftsfähig sieht und Ölverluste fast unvermeidbar sind. Auch wenn sich dieses Kommentar auf Visionen nach anderer Technik bezieht, werden wir schon mal ernst genommen.
Zwar funktioniert das hier beschriebene Kraftwerk nicht mit Zylindern, aber auch für diese Bauart haben wir ein viel einfacheres und preiswerteres Konzepte.
Grüße freundlichst,
Paul Stubenruss,
Inhaber von http://www.starfort.it