BASF und LEUNA-Harze kooperieren

18. April 2008 · Lieferanten, Unternehmen ·  

Die BASF SE und die LEUNA-Harze GmbH, Leuna, kooperieren künftig bei der Rohstoffversorgung für Epoxidharzsysteme für Faserverbundwerkstoffe in Europa. Beide Unternehmen unter-zeichneten dazu eine entsprechende Absichtserklärung.

Die BASF vertreibt unter dem Handelsnamen Baxxodur ein breites Sortiment an Härtern, Beschleunigern und Additiven für die professionelle Verarbeitung von Epoxidharzen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen nun auch maßgeschneiderte Epoxidharzsysteme für Faserverbundwerkstoffe speziell zur Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen an. Diese Systeme enthalten neben Produkten aus dem BASF-Baxxodur-Sortiment auch die entsprechenden Epoxidharze. LEUNA-Harze zählt heute zu den führenden Epoxidharzherstellern in Europa. Das Portfolio des Unternehmens (150 Mitarbeiter) umfasst neben Standard-Epoxidharzen auch Spezialharze, zum Beispiel Epoxidharze auf Basis Bisphenol F und verschiedene Reaktivverdünner. „Unsere Kooperation mit LEUNA-Harze ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie, alle wichtigen Rohstoffe für unsere Kunden langfristig zu sichern“, so Dr. Gregor Daun, der die jüngst gegründete Einheit zur Entwicklung und Vermarktung von Epoxidharzsystemen im BASF-Unternehmensbereich Zwischenprodukte leitet. „Mit unseren neu entwickelten Epoxidharzsystemen, die vom Germanischen Lloyd für die Herstellung von Rotorblättern für Windenergieanlagen zugelassen wurden, bieten wir unseren Kunden innovative Lösungen“, sagt Daun. „Unsere Strategie ist es, mit Spezialitäten wie Bisphenol F-Harz und Reaktivverdünnern schneller als der Epoxidharzmarkt zu wachsen“, so Klaus Paur, Haupt-gesellschafter der LEUNA-Harze. „Deswegen haben wir die Kapazität auf beiden Gebieten verdoppelt. Die Neuanlagen mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro gehen im April in Betrieb. Die über Jahre gewachsene Zusammenarbeit mit der BASF bietet uns eine weitere Möglichkeit, unsere Produkte in einem stark expandierenden Segment zu positionieren.“ Der Unternehmensbereich Zwischenprodukte der BASF entwickelt, produziert und vermarktet das mit etwa 600 Produkten umfassendste Sortiment an Zwischenprodukten weltweit. Zu den bedeutendsten Produktgruppen zählen Amine, Diole, Polyalkohole sowie Säuren und Spezialitäten. Zwischenprodukte dienen unter anderem als Ausgangsstoffe für Coatings, Kunststoffe, Pharmazeutika, Textilfasern, Wasch- und Pflanzenschutzmittel.

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