BGA: Außenhandel springt 2010 wieder an

30. Dezember 2009 · Länder, Märkte ·  

Anton F. Börner, der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienst- leistungen e.V. (BGA), hat heute in Berlin eine Einschätzung zur konjunkturellen Lage im deutschen Außenhandel zum Jahreswechsel gegeben.

„Der deutsche Außenhandel wird sich 2010 wieder als Konjunkturmotor erweisen. Die Exporte werden um bis zu zehn Prozent steigen können, angetrieben insbesondere von der Nachfrage aus Asien. Auch die Ausfuhren in die EU-Staaten werden wieder an Fahrt aufnehmen, während der transatlantische Handel wohl weiter stagnieren wird. Dies geht aus den Ergebnissen einer aktuellen BGA-Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen zu ihren Exporterwartungen hervor“, sagte Börner. 

„Ob Deutschland 2009 seinen hauchdünnen Vorsprung gegenüber China im Rennen um den schmückenden Titel des Exportweltmeisters von Waren abermals verteidigen kann, ist noch offen. Die Exporte beider Länder dürften im laufenden Jahr um jeweils gut 18 Prozent gesunken sein, so dass am Ende der Dollarkurs den Ausschlag geben wird. Unser größter Konkurrent ist jedoch in Wirklichkeit unser dynamischster Kunde:  Mit seinem Nachhol- bedarf bei Infrastruktur, Maschinen und grünen Technologien bietet China auf viele Jahre hinaus gute Exportchancen, so wie verstärkt auch die anderen großen Schwellenländer wie Indien, Brasilien und Russland“, so Börner weiter.

„Über diesen hoffnungsvollen Signalen dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass wir einiges aufzuholen haben. In absoluten Zahlen wird es noch mindestens bis 2012 dauern, bis die deutsche Außenwirtschaft die jüngsten Einbrüche wettmachen und wieder zu alter Stärke auflaufen kann. Dies verdeutlicht das Ausmaß und die Schwere der Finanzmarktkrise, die immer noch nicht vollständig überwunden ist“, so der BGA-Präsident abschließend.

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Kommentare

Eine Antwort zu “BGA: Außenhandel springt 2010 wieder an”

  1. mia am 4. Januar 2010

    Ich bin auch der Meinung, dass es mindestens bis 2012 dauern wird. Naja Hauptsache ist es, dass die wirtschaftliche Lage sich verbessert.

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