Elektronischer Fingerabdruck für Briefe
Die Siemens-Division Mobility liefert bis zu 97 Großbriefsortieranlagen vom Typ Open Mail Handling System (OMS) für die Deutschen Post AG .
Das System soll weltweit einmalig sein und sich durch seine besondere Schnelligkeit auszeichnen. Mit dieser neuen Generation an Sortiermaschinen für Großbriefe können erstmals bis zu 50.000 Sendungen pro Stunde verarbeitet werden. Die Auslieferung beginnt ab dem Jahr 2010 und wird bis 2012 abgeschlossen sein. Erst kürzlich bestellte die Deutsche Post im Rahmen ihres Investitionsvorhabens bei Siemens Mobility 288 Sortieranlagen für Standard- und Kompaktbriefe (SKBf) für 82 Briefzentren. Das gesamte Investitionsvolumen der Post für beide Aufträge beläuft sich auf 420 Millionen Euro über die nächsten Jahre.
Das System zeichnet sich durch die Integration der neuesten Techniken in der Postautomatisierung aus. Das Postgut wird identifiziert durch das digitale Erfassen des Erscheinungsbilds der Sendung (Fingerprint-Technologie). Jeder Brief hinterlässt durch die individuelle Kombination an Briefmarke, Absender und Adressbeschreibung eine Art elektronischen Fingerabdruck, der ihn durch den gesamten Postzustellungsprozess begleitet und eindeutig identifiziert.
Die Sortierung kann bis auf die Gangfolge des Briefträgers erfolgen und wird in einem Durchlauf erreicht. Zudem erhält die Sendung maschinell auch den Poststempel zur Entwertung der Briefmarke. Die Integration der neuen Technologien in ein Gesamtsystem macht die neuen Großbriefsortieranlagen zu den schnellsten der Welt, teilt Siemens mit. Die Deutsche Post profitiert von einer Steigerung der Produktivität, geringeren Betriebskosten, mehr Bedienerfreundlichkeit und nicht zuletzt auch einer sehr schonenden Sendungsbearbeitung. Die Großbriefsortiersysteme erledigen alle Sortieraufgaben für Sendungen von bis zu 32 Millimetern Dicke und einem maximalen Gewicht von zwei Kilogramm.
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