Empfehlungen für Reisen im Jahr 2018


Das Geschäft der Energiebranche wächst. Flugtarife und Hotelraten werden 2018 in den für die Energiebranche wichtigen Zielen steigen – das prognostiziert der jährliche CWT Energy, Resources and Marine Travel Forecast und liefert für alle Kontinente differenzierte Analysen und Erkenntnisse zu den Reisebedingungen der kommenden 18 Monate.

„Unternehmen dieser Branche können trotz des fortlaufend geringen Ölpreises endlich mit Gewinn arbeiten“, sagt Raphael Pasdeloup, Senior Vice President von CWT Energy, Resources & Marine. „Die Investitionen steigen, vor allem innerhalb der Versorgungsketten. Mit dem wachsenden Geschäft werden auch die Reisepreise in der Energiebranche steigen, was bedeutet, dass die steigenden Kosten entsprechend gemanagt werden müssen.“

Dem Internationalen Währungsfonds zufolge wird das weltweite Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr um 3,6 Prozent wachsen. Gemeinsam mit vorteilhaften Wechselkursen (gegenüber dem US-Dollar) in vielen von der Energiewirtschaft abhängigen Ländern treibt das die Preise in die Höhe. Unternehmen, die in abgelegenen Gebieten arbeiten, können zusätzliche Flugverbindungen und Hotelkapazitäten erwarten, was den Trend der vergangenen Jahre umkehrt.

Empfehlungen für Reisen in der Energiebranche im Jahr 2018
Die Prognose benennt vier Hauptbereiche, in denen Unternehmen die Ausgaben steuern können, um externen, volatilen und unvorhersehbaren Wachstumsfaktoren zu begegnen:

1. Vorbereitung – Das fängt mit Stückkostenoptimierung und einer besseren Kapazitätsauslastung an.
2. Robuste Reiserichtlinien – Grundlage hierfür sind kosteneffektive Vereinbarungen, insbesondere mit der Hotellerie.
3. Technologie – Software-Tools helfen, den gesamten Reiseprozess zu managen.
4. Sicherheit – Technologie kann die bereits vorhandenen Maßnahmen verbessern; gesundheitliche Fürsorge braucht ständige Neubestimmung.

Obwohl für 2018 eine allgemeine Steigerung der Reisekosten für die Energiewirtschaft auf der ganzen Welt erwartet wird, gibt es regionale und lokale Variationen.

Europa, Naher Osten und Afrika
Für eine so breit gefächerte und vielfältige Region ist es nicht überraschend, dass sich die Wachstumsquoten in den verschiedenen Ländern deutlich unterscheiden.

Insgesamt wird erwartet, dass Hotelkosten und -kapazitäten in Europa stark wachsen, sich im Nahen Osten und in Afrika aber viel flacher entwickeln.

Die Hotelpreise im norwegischen Stavanger werden im nächsten Jahr aufgrund zunehmender Ölförderung voraussichtlich um 11,5 Prozent steigen. Wegen der Ölbranche wie auch des Tourismus, insbesondere aus China, werden die internationalen Ankünfte zweistellig wachsen.

Ein ähnliches Muster zeigt sich für die Flugpreise. Starkes Wachstum zeichnet sich für West- und Osteuropa ab, während in Afrika mit moderatem Zuwachs zu rechnen ist.

Nordamerika
In Nordamerika ist die Nachfrage nach Hotels seit Mitte des Sommers 2016 abgeflacht, dennoch wird erwartet, dass das Angebot im Verlauf des Jahres 2018 weiterhin stetig wächst. Für Kanada erwarten wir ein leicht stärkeres Wachstum für den Hotelmarkt. So wird beispielsweise für Calgary eine Steigerung der Hotelrate von 3,8 Prozent im Jahr 2018 prognostiziert.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen des Hurrikans Harvey prägt Unsicherheit die Stadt Houston. Obwohl sie eines der wichtigsten Zentren der Energieversorgung in der Region ist, steht sie immer wieder vor der Herausforderung niedriger Ölpreise – und geringen Hotelbelegungsquoten von knapp über 60 Prozent. Für Hotelraten in Houston im Jahr 2018 wird ein Rückgang um 2,2 Prozent prognostiziert.

Die Prognose erwartet, dass eingestellte Flugverbindungen in Ölförderregionen mit der Besserung der Marktsituation wiedereröffnet werden. Houston wird dabei wahrscheinlich zu den Hauptnutznießern gehören, was zu einer Steigerung der Flugpreise um zwei Prozent führen dürfte. Andere Städte werden voraussichtlich profitieren, zum Beispiel Chicago mit seinem starken Wettbewerb für Inlandsflüge oder Los Angeles mit starkem Angebot internationaler Flüge.

Lateinamerika
Der Hotelmarkt in Südamerika ist immer noch sehr zersplittert, mit stabiler Wettbewerbslage durch eine große Zahl an Marken und durch unabhängige Akteure.

Rio de Janeiro hat nach der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Sommerspielen 2016 ein Überangebot an Hotelkapazitäten, was die Tarife um 3,8 Prozent fallen lassen wird.

Die Low-Cost-Flugkapazitäten der Region werden wachsen, da die brasilianische Airline GOL ihre Flotte vergrößert. Sichtbar wird ebenfalls die Entbündelung von Flugtarifen – Airlines berechnen einen Basispreis für die Sitzplatzbuchung und separate Zusatzentgelte für Leistungen wie aufgegebenes Gepäck und Mahlzeiten. Das resultiert insgesamt in niedrigeren Ticketpreisen, aber zusammen mit den Zusatzkosten dürften sich die endgültigen Preise der gesamten Reisen nicht verringern oder sogar steigen.

Asien/Pazifik
Die Zentren der Energiewirtschaft in der Region Asien/Pazifik haben alle die Auswirkungen besonders schlechter Jahre gespürt – oder spüren sie immer noch. Einige wichtige Ziele wie Mumbai, Singapur und Tokio erholen sich, während andere, wie Perth, noch kämpfen.

In China und Indien sind Erhöhungen von Flugtarifen und Hotelraten unvermeidlich – die Makroökonomie zeigt eine stetig wachsende Inlands-Nachfrage. Sollte die Nachfrage unverändert bleiben, zeichnen sich in der Tat Kapazitätsprobleme ab.

Gleichzeitig entwickeln die Fluggesellschaften ihre Geschäftsmodelle weiter und Regierungen versuchen, den Markt zu steuern, um die Kapazitäten der Nachfrage entsprechend zu steigern. Low-Cost-Carrier werden durch Streckenausbau und die Bereitstellung von Premium-Kabinen ebenfalls eine größere Rolle für Geschäftsreisen spielen.

Trotzdem zeichnet sich für die ganze Region ein Wachstum der Flugtarife ab. Mit dem stärksten Anstieg für Mumbai (7,7 Prozent), Jakarta (7,0 Prozent) und Manila (6,0 Prozent).

Mit der Erholung des Bergbaus wird es Druck auf bestimmte Flugstrecken geben, insbesondere in Australien. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Auswirkungen auf die Gemeinden ihrer Umgebung zu minimieren. Das bedeutet auch sicherzustellen, dass genügend Flugangebot zu einem vernünftigen Preis vorhanden ist, auch wenn die Bergbaubranche jeden verfügbaren Sitzplatz bucht.

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