Ente in der Bild-Zeitung – Kein massiver Jobabbau

19. November 2009 · Märkte ·  

Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des VDMA, dementiert Medienberichte, nach denen es angeblich in der verarbeitenden Industrie einen massiven Abbau von Arbeits- plätzen gibt.

„Bei der Pressemeldung handelt es sich um eine geradezu klassische Ente. Die Zahlen sind völlig falsch und haben mit der Wirklichkeit in den Unternehmen unserer Branche rein gar nichts zu tun. Mit Genugtuung haben wir deshalb zur Kenntnis genommen, dass auch das Statistisches Bundesamt der Falschmeldung der Bild-Zeitung unmißverständlich entgegentritt. Wir hoffen nur, dass die falschen Zahlen damit aus der Welt sind und nicht unter den Beschäftigten des Maschinenbaus völlig unnötige Ängste schüren. Die Unternehmen im deutschen Maschinenbau haben in der weltweiten Konjunkturkrise erneut ihr Verantwortungsbewußtsein unter Beweis gestellt. Die Beschäftigten können sicher sein, dass auch weiterhin in unserer Branche um den Erhalt jedes einzelnen Arbeitsplatzes gekämpft wird“, erklärte Hesse.
 
Zum Hintergrund: Das Statistische Bundesamt hat am 16. November 2009 in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass im September 2009 in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten 233.000 Personen weniger tätig waren als noch im September 2008.

In der „Bild“ vom 17. November 2009 wurde auf Seite 1 – Bezug nehmend auf diese Pressemitteilung – dargestellt, dass in der Industrie seit Jahresbeginn 861.000 Jobs weggefallen wären, zusammen mit dem Abbau von Leiharbeit sogar 1,2 Millionen. Diese Zahlen sind falsch. Die Bild–Zeitung hat fälschlicherweise die absoluten Vorjahres- veränderungen der Beschäftigtenzahl aller Monate von Januar bis September aufaddiert.

Richtig ist laut Statistischem Bundesamt Folgendes: Im Januar 2009 waren in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten  rund 5.167.000 Personen tätig, im September 5.039.000. Daraus ergibt sich per Saldo von Januar bis September ein Beschäftigtenabbau von 128.000 Personen. Die Bild-Redaktion wurde auf den Fehler hingewiesen. In der Online-Ausgabe wurde der falsche Artikel inzwischen gelöscht.

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