FSG Automotive investiert antizyklisch
Während andere Automobilzulieferer Stellen abbauen, auf Kurzarbeit umstellen oder die Betriebsferien verlängern, setzt die sächsische FSG Automotive auf Investitionen in Zukunftstechnologien. Dafür stellt das Unternehmen 8,8 Millionen Euro bereit und baut unter anderem eine neue Produktionshalle am Standort Oelsnitz im Erzgebirge.
„Gerade in der anstehenden Krise wird nicht der Große den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen fressen“, sagt Hans Schlickum, Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers FSG Automotive, über die Strategie des Unternehmens. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach emissions-verringernden Doppelkupplungsgetrieben trotz der Krise mittelfristig um mindestens 20 Prozent steigt. Darauf bereiten wir uns bereits jetzt vor.“ Investitionen in Höhe von 8,8 Millionen Euro wurden allein für den Ausbau am sächsischen Standort Oelsnitz beschlossen.
Die FSG Automotive produziert Getriebekomponenten, unter anderem auch Schaltgabeln für Doppelkupplungsgetriebe. Diese High-End-Antriebstechnik verringert den Spritverbrauch und damit den Ausstoß an CO2. Im Zuge der durch die EU beschlossenen Grenzwerte für Emissionen ab 2012 sieht das Unternehmen für die von ihm mitentwickelte Technologie trotz rückläufiger Absatzzahlen in der Automobilindustrie einen Zukunftsmarkt. Im letzten Jahr waren bereits 70 Zeitarbeiter in feste Arbeitsverhältnisse übernommen worden, im Laufe des nächsten Jahres sollen weitere 50 Zeitarbeiter fest angestellt werden. Heute erfolgte die Grundsteinlegung für eine zusätzliche Produktionshalle am sächsischen Standort Oelsnitz.
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