Die drei mit der Funkstelle

27. September 2007 · Menschen, Technologie ·  

Headsets stehen fast synonym für Call-Center-Tätigkeiten. Die Profis in den Call-Centern telefonieren während des gesamten Arbeitstages – und das oftmals unter hohem Leistungsdruck. Galten Headsets früher noch als exotisch so nutzen heute schon viele Unternehmen die Vorzüge der Sprechgarnituren. Und das hat handfeste wissenschaftliche Gründe. Zuerst waren es die gesundheitlichen Nachteile der Vieltelefonierer, die im Fokus standen. Den Hörer meist zwischen Ohr und Schulter geklemmt, litten fast alle an massiven Nackenverspannungen. In Deutschland kam aber erst nach der Liberalisierung im Telekommunikationsmarkt Bewegung in die Geräte-Szene. Durfte man doch Jahrzehnte nur die von der Deutschen Bundespost ausgewählten Geräte ans Netz anschließen. Heute sieht man das Hörereinklemmen zwar immer noch, jedoch tragen alle Call-Center-Agents Headsets. Eine schwedische Langzeitstudie mit Büroangestellten, die ein schnurge-bundenes Headset mindestens zwei Stunden am Tag benutzten, belegt, dass bei 26 Prozent vorhandene Schulter- und Rückenbeschwerden völlig verschwanden und bei 52 Prozent deutlich weniger Beschwerden auftraten. Die ergonomischen Vorteile liegen klar auf der Hand und werden gerade von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften aktiv propagiert.

Ein bislang zu wenig beachteter Vorteil ist der Zuwachs an Kreativität bei den Headset-Nutzern. Mit einem Headset sind beide Hände frei zum Gestikulieren, Nutzen der PC-Tastatur oder Durchführen anderer konstruktiver Arbeiten. Diese Freiräume zu nutzen kann jeder von erfahrenen Kollegen oder in guten Seminaren erlernen. Feldversuche haben eindeutig belegt, dass wir uns verständlicher ausdrücken, wenn wir auch mit den Händen sprechen, obwohl uns unser Gesprächspartner nicht sehen kann. Aktive Bewegung wie zum Beispiel das Aufstehen während eines Telefonats und unterstützendes Gestikulieren können die inhaltliche und formale Qualität eines Gesprächs deutlich steigern. Dieses Multitasking wird von unserem Gehirn positiv verstärkt, so dass eine messbare Produktivitätssteigerung erreicht wird. Wir haben drei Highend-Headsets ausgewählt, mit denen der Einkäufer seine tägliche Arbeit optimieren kann: das Sennheiser BW900, Plantronics Voyager510 System und das Jabra JX10 BT-Hub von GN. Alle drei bieten eine schnurlose Kommunikation zwischen dem altbewährten Festnetz-Tischapparat und auch dem Mobiltelefon. Die Basisstation stellt dabei die Bluetooth-Schnittstelle für den Festnetzapparat bereit und bietet einen Umschalter zwischen Fest- und Mobilnetz. Viele Mobiltelefone sind hingegen schon werksseitig Bluetooth-fähig. Technisch ausgefeilt mit optimalem Klang, bestem Tragekomfort und edlem Design liegt der Internetpreis des Trios zwischen 160 (Jabra), 180 (Plantronics) und 360 Euro (Sennheiser). Welches Gerät Sie auch wählen, mit diesen drei Headsets werden Sie sich wohlfühlen und können sich während der nächsten Telefonkonferenz einfach einmal ein Glas Wasser holen.

Ihren XING-Kontakten zeigen

Kommentare

Ihre Meinung zur Meldung




  • Wirtschaftszeitung für Beschaffung
  • Sourcing-News per RSS-Feed News per RSS     English English

     

  •  

  •  

     

Letzte Meldungen

 

Aus dem Anbieter-Verzeichnis