Hightech aus Japan

27. März 2008 · Länder, Märkte, Technologie ·  

“Kooperation durch Innovation“ heißt das Motto der japanischen Präsenz auf der Hannover Messe 2008. Mit 150 Ausstellern auf 3.500 Quadratmetern belegter Gesamtfläche kündigt das Partnerland der Messe ein vielfältiges Ausstellungsprogramm an. Der japanische Zentralstand befindet sich mit 1.700 Quadratmetern in der Halle 2 im Bereich der Leitmesse „Research & Technology“. Kankyo Kaihatsu Kogyo Co. Ltd. aus Hokkaido zeigt beispielsweise, wie gebrauchte Öl-Filter ohne Kohlenstoffdioxid recycelt werden können.

Annehmlichkeits-Roboter
Das Hamamatsu-Konsortium mit Unternehmen aus Shizuoka und Osaka stellt unter anderem optische Faserplatten in den Vordergrund, Dymco Ltd. aus Kanagawa zeigt Stahlgürtel, und das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) kommt mit 30 aktuellen Produkten. Darunter sind die sogenannten „amenity robots“ (Annehmlichkeits-Roboter), die das Leben leichter machen sollen, sowie umweltfreundliche lehmbasierte Dichtungen und Solarbatterien.

Welche Bedeutung das Thema Energie in Japan spielt, wird in der Halle 27 auf 1.400 Quadratmetern Präsentationsfläche zu sehen sein. Dort sind japanische Aussteller wie Sharp Corporation, Mitsubishi Electric Corporation und Nippon Oil Corporation vertreten. Yokogawa Electric Corporation wird als führender Hersteller von Anlagen für Messtechnik neue Systeme für umweltfreundliche Produktionslinien zeigen. Nippon Oil Corporation will das weltweit erste kommerzialisierte Brennstoffzellensystem für den Haushalt mitbringen, das mit Flüssiggas und Petroleum funktioniert. Die New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) wird ein kleines Windkraftsystem präsentieren, und Toyota Motor Corporation hat ein Hybrid-Fahrzeug mit Brennstoffzelle sowie ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug im Gepäck. Eines der Highlights bei Sharp Corporation: ein ultra-dünner riesiger LCD-Fernseher, der pro Quadrat-Inch mehr als 75 Prozent des  Energieverbrauchs einspart. Japan ist seit Jahren Weltmeister bei der Produktion von Solarzellen. Auch in der Brennstoffzellentechnik sind japanische Unternehmen an der Spitze, ebenso wie beim Kraftwerksbau und in der Pipeline-Technologie. Die Präfektur Tokushima bietet an ihrem Stand D61 in der Halle 2 Einblicke in ein ambitioniertes Vorhaben: Das „LED Valley Tokushima“ soll der weltgrößte Produktionsstandort für LEDs werden. Das Projekt, bei dem Universitäten, Industrie und lokale Unternehmen zusammenarbeiten und das bis 2015 geplant ist, wird mit rund 25 Millionen Euro unterstützt.

Japanischer Mittelstand im Fokus
Akira Amari, Wirtschaftsminister von Japan, sagt: „Ein Schwerpunkt unseres Auftritts in 2008 ist Umwelttechnologie – insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz und -recycling.“ Japan erhofft sich von der Hannover Messe 2008 insbesondere für seine kleineren und mittleren Unternehmen mit Spitzentechnologien mehr Aufmerksamkeit in Industrie und Medien. „Dies wird zur Internationalisierung des japanischen Mittelstandes und Bildung von Geschäftsallianzen auf dem Weltmarkt führen“, erklärt Yasuo Hayashi, CEO der staatlichen japanischen Außenhandelsorganisation Japan External Trade Organisation (JETRO).

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