intec-Preise für Produktionstechnik
Bei der Eröffnung zur Maschinenbaumesse intec wurden am 23. Februar die intec-Preise für herausragende Entwicklungen der Produktionstechnik verliehen. Die Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinen findet vom 24. bis zum 27. Februar gemeinsam mit der Zuliefermesse Z in Leipzig statt.
31 Bewerbungen für die Preisverleihung gingen in den drei Kategorien „Unternehmen bis 50 Mitarbeiter“, „Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeiter“ und Nachwuchsförderung ein. Mit dem Preis geehrt werden Neu- und Weiterentwicklungen der Produktionstechnik, die sowohl aufgrund ihres Innovationspotenzials als auch aufgrund ihres Marktpotenzials neue Maßstäbe setzen.
Ausgezeichnet wurden die folgenden Unternehmen:
Kategorie: Unternehmen bis 50 Mitarbeiter
1. Platz: Opteg GmbH, Leipzig
2. Platz: ULT AG, Löbau
3. Platz: ibes Systemhaus GmbH, Chemnitz
Kategorie: Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern
1. Platz: MAP Werkzeugmaschinenbau GmbH, Magdeburg
2. Platz: E. Zoller GmbH & Co. KG, Pleidelsheim
3. Platz: Helmut Diebold GmbH & Co, Jungingen
Kategorie: Nachwuchsförderung
1.Platz: Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg e.V., Freiberg
2. Platz: Christoph Molitor; Dr. Staiger, Mohilo GmbH / Kistler Group, Lorch
3.Platz: Joachim Lippmann; Delta Barth Systemhaus GmbH, Limbach-Oberfrohna
Wie bereits im vergangenen Jahr ging der erste Preis in Kategorie 1 an die Opteg GmbH aus Leipzig für die Entwicklung der Anlage PlasmaJet 300. Diese kommt für die nanometergenaue Endbearbeitung von Hochleistungsoptiken zum Einsatz. Die Anlage wird zum Beispiel bei Stepper- und Inspektionsobjektiven, Siliziumcarbid-Satellitenspiegeln und Optiken für Synchrotronanwendungen genutzt. Das mit der PlasmaJet 300 realisierbare PACE-Verfahren (Plasma Assisted Chemical Etching) vermeidet die bei der sonst üblichen mechanischen Bearbeitung auftretenden Fehler und erreicht besonders hohe Abtragsraten.
Die PlasmaJet 300 ist die weltweit erste PACE-Anlage, in der ausschließlich Linearantriebe zum Einsatz kommen und somit extrem hohe Beschleunigungen erlauben. Die Anlage ist komplett computergesteuert und kann in rauem Produktionsklima stehen. Durch den Wegfall des Vakuumprozesses können große Mengen an Edelstahl eingespart werden. Von der Entwicklung bis zur Auslieferung der ersten PlasmaJet 300 vergingen gerade einmal zehn Monate. Zu einem beachtlichen Teil ist diese Erfolgsgeschichte auch der engen Zusammenarbeit der Opteg GmbH mit dem Leibniz-Institut für Oberflächen- modifizierung Leipzig zu verdanken, mit dem auch in Zukunft eine weitere enge Kooperation angestrebt wird.
Freuen kann sich auch die MAP Werkzeugmaschinenbau GmbH aus Magdeburg. Mit ihrem Bearbeitungszentrum der Baureihe LPZ 500-900 konnte sie in der Kategorie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern den Sieg erringen. Das Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungs- zentrum kommt vor allem für die spanende Bearbeitung komplex geformter Bauteile aus Leichtmetallen, wie zum Beispiel Getriebegehäusen, zum Einsatz. Ausschlaggebend für den Erfolg ist die hohe Produktivität der Maschine, welche aus stark verkürzten Nebenzeiten resultiert. Insgesamt 15 Unternehmen aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten sich mit ihren Innovationen beworben.
Der intec-Preis für Nachwuchsförderung geht in diesem Jahr an das Racetech Racing Team der TU Bergakademie Freiberg e.V. Die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung eines fahrfähigen Prototypen für den studentischen Motorsport überzeugte die Jury auf ganzer Linie. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Studenten neben dem konsequenten Fokus auf moderne Leichtbauweise sowie Ergonomie ebenso viel Aufmerksamkeit auf den wirtschaftlichen Aspekt der Automobilproduktion legen.
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