Kobalt-60 kontaminierter Edelstahl aus Indien
Über Monate hinweg ist immer wieder verstrahltes Material in Stahlprodukten aufgetaucht. Seit August 2008 sind mehr als 150 Tonnen radioaktiv verseuchtes Material von den Strahlenschutz- behörden der Länder gemeldet worden. Teilweise wurden Rücktransporte an den Importeur beziehungsweise Hersteller veranlasst. In der Metallbranche herrscht Unsicherheit darüber, wie groß das Problem ist.
Das Bundesumweltministerium hat die Öffentlichkeit im Februar darüber informiert, dass in mehreren Bundesländern radioaktiv kontaminierte Edelstahlprodukte aus Indien aufgefunden wurden. An mindestens 17 Orten wurden Funde bisher dokumentiert. Der erste Fall betraf einen Container mit Co 60-kontaminiertem Edelstahl, der von Indien nach Russland transportiert werden sollte und sich im Transit-Hafengebiet von Hamburg aufgehalten hat. Alarm wurde auch während einer automatischen Eingangskontrolle an der Grenze Polen-Russland ausgelöst, als in einem Lkw kontaminierte Edelstahlseilrollen aufgefunden wurden. Der Lkw war beladen mit Ausrüstung für eine Regattastrecke in Russland. Die Vermutung besteht, dass bei der Herstellung der Stahlseile eine Co-60-Quelle eingeschmolzen wurde.
Die Stahlseile wurden in China eingekauft und auf dem Seeweg über Hamburg und dann per Lkw nach Brandenburg gebracht. Die Behälter mit den kontaminierten Stahlseilen wurden zunächst in verplombten Containern in Brandenburg verwahrt und dann zurück an den Absender nach China geschickt. Ein anderer Fall: 20 Mitarbeiter eines französischen Zulieferunternehmens wurden aufgrund von Aufzugsknöpfen, die mit Co-60 kontaminiert waren, einer erhöhten Strahlenexposition ausgesetzt. Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN teilte mit, die Arbeiter seien einer bis zu drei Mal höheren Strahlung ausgesetzt gewesen als erlaubt. Eine Firma in Deutschland hat auch eine Lieferung von 500 bis 600 dieser Knöpfe erhalten. Die Knöpfe mussten wieder ausgebaut werden.
Eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung oder die betroffenen Firmenmitarbeiter besteht nach Angaben der zuständigen Landesbehörden in Deutschland, die das Material untersucht haben, nicht. Beim überwiegenden Anteil der betroffenen Stahllieferungen liege die Kontamination unterhalb der Freigrenzwerte. Die betroffenen Chargen seien sichergestellt. Konsumgüter sind von den Importen bislang nicht betroffen. Die kontaminierten Stahllieferungen aus Indien laufen über globale Handelsketten und betreffen viele Länder. Insofern handelt es sich nicht nur um ein deutsches Problem, beruhigt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin.
Das Bundesumweltamt sieht auch die wirtschaftlichen Gefahren, die die Funde für betroffene Firmen haben können. „Es ist zutreffend, dass die Metallindustrie beunruhigt ist, weil in den betroffenen Bereichen ohne eine zügige Lösung des Problems wirtschaftliche Nachteile drohen könnten“, heißt es aus Berlin. Das Ministerium führe zurzeit Gespräche mit allen Beteiligten, um Lösungsmöglichkeiten zu erörtern. Da-rüber hinaus habe das Bundesumweltministerium internationale Initiativen ergriffen, um zukünftig kontaminierte Lieferungen aus Indien oder aus anderen Ländern zu verhindern und eine schleichende Erhöhung von Radioaktivität in Gebrauchsgütern zu vermeiden.
Am 23. bis 27. Februar fand zu dem Thema die „International Conference on Control and Management of Inadvertent Radioactive Material in Scrap Metal“ statt. Dort wurde die Frage gestellt, ob es nicht strengere Kontrollen an den Grenzen der Europäischen Union geben müsse, um die verstrahlten Importe in den Griff zu bekommen. Nach Informationen des Bundesumweltamtes stammt der mit Kobalt-60 kontaminierte Edelstahl aus Indien. Die bisherigen Erkenntnisse lassen auf Verunreinigungen als Folge eines unbeabsichtigten Einschmelzens von radioaktiven Kobalt-60-Strahlenquellen in einem indischen Schmelzwerk schließen. Nach Recherchen der Spiegel-Redaktion stammt das radioaktive Material durchwegs aus drei Stahlwerken in Indien, vor allem von einer Firma namens Vipras Casting bei Mumbai. Bei den aufgefundenen Produkten handelt es sich sowohl um Vorprodukte in Form von Edelstahl-Rundstählen, die in Deutschland weiterverarbeitet werden sollten, als auch um Endprodukte, wie zum Beispiel Maschinenteile.
Das Material wurde von den zuständigen Strahlenschutzbehörden der Länder vorsorglich sichergestellt, damit eine Ausbreitung der Kontamination auf Konsumgüter oder andere Wirtschaftszweige verhindert wird. Die Produkte sind unterschiedlich hoch belastet. Zum Teil überschreiten sie die Grenzen, nach denen sie der staatlichen Kontrolle unterliegen. Der überwiegende Teil ist geringer belastet, heißt es. Bund und Länder suchen zurzeit nach Lösungen, die verhindern, dass auch die geringer belasteten Stoffe in den Wirtschaftkreislauf gelangen.
Noch gibt es keine Entwarnung und die Gefahr, die von der Radioaktivität ausgeht, darf nicht unterschätzt werden. Ein längerer Aufenthalt in direkter Nähe zu dem Isotop Kobalt-60 birgt ein Risiko. Der Spiegel zitierte einen Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz, der namentlich nicht genannt werden wollte. Danach sind manche der Werte, die gemessen wurden, sehr hoch: „Mit diesem Zeug sollte man besser nicht lange in Kontakt sein.“ (Quelle: Gefahr im Container)
Der Spuk ist längst nicht vorbei. Erst am 16. Februar informierte das für Arbeitsschutz zuständige Sozialministerium von Mecklenburg-Vorpommern darüber, dass bei einer Maschinenbaufirma bei einer Routinemessung die Kobalt-60-Belastung festgestellt worden sei. Die Firma musste die betroffenen Maschinen zurückrufen, um kontaminierte Teile auszuwechseln. Der Stahl soll über eine Hamburger Lieferfirma, die eine Niederlassung im Raum Neubrandenburg habe, in das Unternehmen gekommen sein. Die Angestellten der Firma seien auf einer Betriebsversammlung informiert worden. Gefahren für Menschen hätten wegen vergleichsweise geringer Strahlung jedoch nicht bestanden, hieß es aus dem Sozialministerium.
Die M&S Armaturen GmbH aus Friedeburg gehört zu den Unternehmen, die die Meldungen über verstrahltes Metall sehr ernst nehmen und selber aktiv werden. M&S ist mit allen Materiallieferanten in Kontakt getreten, um im Vorfeld jegliches Risiko auszuschließen. Sobald alle Antworten der Stahllieferanten vorliegen, will der Hersteller seine Kunden schnellstmöglich über den Stand der eigenen Prüfungen unterrichten.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat die Vorkommnisse am 17. Februar in einer Tabelle zusammengefasst. Das pdf-Dokument enthält auf sechs Seiten Angaben sowohl zu Mengen als auch zu Messergebnissen: Vorkommnisse mit Kobalt-60 (Co-60) kontaminiertem Edelstahl aus Indien
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Bin selbst im Strahlenschutz tätig. Eine notwendige Anzahl an Portalmonitore für Kontaminationskontrollen werden weder finanziert noch aufgestellt. Die Staaten haben seit Tschernobyl (Strahlengefahr) nichts dazugelernt. Es ist überdies frustrierend, wenn man sieht, dass der Strahlenschutz negiert und mit einem Minimum an Mitteln aufrecht erhalten wird!!! Aktuelle Vorfälle von kontaminiertem Stahl mit Kobalt 60 verursacht jedoch nur kurzzeitige mediale Wirkung und Verunsicherung, die Schadensbegrenzung durch Politiker besteht nur darin, die Bevölkerung zu beruhigen, ohne geeignete Maßnahmen zu setzen.
Werte Leser und auch Unternehmer/innen,
Ich bin momentan auf der Suche nach einem oder auch mehreren Unternehmen (wenn sich die Produkte miteinander kombinieren lassen), welches im Bereich ,,Kostenreduktion” noch Wachstumsbereiche sieht und für die ich als selbst. Beschaffer(mit meinen weltweit 300 Netzwerkpartnern /auch ,,Köpfe” aus Wirtschaft und Politik) deren Zubehörteile und Rohstoffe mit Auftrag oder Mandat beschaffen soll.
bin momentan Joint Venture Partner eines zertifizierten, türkischen Herstellers für u.a. Autogas-Druckbehälter.
Bisher war ich 16 Jahre im mittleren Management eines deutschen Versicherungsunternehmens tätig, was mich im Umgang mit Kunden und auch in der Mitarbeiterführung gestärkt hat. Auch bin ich momentan als selbst. Bau- & Rohstoffbeschaffer tätig (kann ich auch weiterhin in Ihrem Auftrag tätig sein), suche allerdings jetzt auch, auf Basis meiner Erfahrungen und internationalen Kontakten zu Investoren und Projekt- / Anlagenbauern, wie auch Herstellern / Verkäufern verschiedenster Produkte, nach einer neuen Herausforderung im Vertrieb oder der Beschaffung von Produkten der absoluten Spitzentechnologie für den weltweiten Vertrieb. Hierbei ist nicht Einzelverkauf, sondern Großmengenabsatz gemeint.
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