LogiMAT-Sieger Lanfer, Gebhardt und gaxsys

Alfred Lanfer, Geschäftsführer Lanfer Cargo-Technik
Ein System für das Internet der Dinge, eine Hebehilfe für Kommissionierer und eine Soft- ware für den Onlinehandel wurden auf der LogiMAT 2010 als jeweils „Bestes Produkt“ ausgezeichnet. Die Sieger-Unternehmen heißen Lanfer Cargo-Technik, Gebhardt Transport- und Lagersysteme und gaxsys.
Die 8. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss LogiMAT läuft vom 2. bis 4. März 2010 in Stuttgart. Am Abend des Eröffnungstages wurde der Preis „Bestes Produkt“ an die ausgezeichneten Unternehmen vergeben.
Eine unabhängige Jury aus Wissenschaftlern und Journalisten wählte aus den eingegangenen Bewerbungen der 760 Aussteller der LogiMAT 2010 drei Gewinner aus. Ihre Produkte erfüllen in herausragender Weise die Wettbewerbsbedingungen: Rationalisierung, Kostenersparnis und Produktivitätssteigerung.
Die ausgezeichneten Unternehmen haben nach Ansicht der Jury die Gemeinsamkeit, trotz der Wirtschaftskrise, in Innovationen zu investieren. Sie haben besonders kunden-freundliche Produkte und Systeme mit hohem Nutzwert entwickelt.
Kategorie „Software, Kommunikation, IT“: gaxsys GmbH
In der Kategorie „Software, Kommunikation, IT“ siegte das Karlsruher Unternehmen gaxsys mit dem modularen E-Commerce g.a.x.-System, einer zukunftsweisenden Technologie für den Online-Handel. „gax“ steht für „global article exchange“. Nach der erfolgreichen Installation bei der Premium-Marke Indigo hat das System inzwischen rasant an Fahrt aufgenommen und vereint viele revolutionäre neue Konzepte zu einem zukunftsweisenden Web-Shop mit Voll-integration aller logistischen Funktionen.

Das g.a.x.-System der gaxsys GmbH steuert die gesamte Prozesskette. Es basiert auf dem adaptiven Softwareansatz. Diese Softwaretechnologie ist in seinem modularen Aufbau flexibel sowie an sich ändernde Gegebenheiten anpassbar. Das g.a.x.-System, welches Markenhersteller, Fachhandel und Kunden online miteinander verbindet, zeichnet sich durch eine optimale Vernetzung bzw. ganzheitliche Integration üblicher Größen herkömmlicher Handelsstrukturen aus.
Die Besonderheit liegt darin, dass bei der Auftragsvergabe über das g.a.x.-System der geographisch nächstgelegene Fachhändler vorrangig berücksichtigt wird. Das g.a.x.-System leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Kampf gegen Plagiate (fake-protection) sowie der Erhaltung der regionalen Infrastruktur (support your local dealer) und der Umwelt (green-logistics).
Kategorie „Kommissionieren, Verpacken, Sichern“: Gebhardt Gruppe
Im Bereich „Kommissionieren, Verpacken, Sichern“ punktete das Chamer Unternehmen Gebhardt Transport- und Lagersysteme mit seinem Ausstellungs-Highlight EcoPick zur Erleichterung von Kommissioniervorgängen. Das Gerät unterstützt Hubarbeiten, wie sie üblicherweise beim Kommissionieren von Palette zu Palette anfallen. Dabei erleichtert die Hebehilfe den mechanischen Hub im Bereich der Unterarme, entlastet so den Kommissionierer und beugt einer vorzeitigen Ermüdung und sogar massiven körperlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen nachhaltig vor.

Die Hebehilfe besteht aus Hubarm, Fuß, Seilzugvorrichtung mit Handgelenkmanschetten, elektrischem Antrieb sowie einer elektronischen Steuerung. Ab einer Kommissionierdauer von mehr als fünf Stunden ist eine bis zu zehnprozentige Leistungssteigerung beim Kommissionieren durch den neu entwickelten EcoPick möglich.
Kategorie „Beschaffen, Fördern, Lagern“: Lanfer Cargo-Technik
Lanfer Cargo-Technik aus Borken-Weseke, ein auf den Bau individueller Fördersysteme und deren Steuerung spezialisiertes Unternehmen, wird im Segment „Beschaffen, Fördern, Lagern“ für sein umfangreiches Internet der Dinge Exponat Thingtelligence belohnt.
Thingtelligence ist eine Weiterentwicklung des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Internet der Dinge; Wandelbare Echtzeit-Logistiksysteme auf Basis intelligenter Agenten für den produktionsnahen Bereich“. In Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Mittelstand entstand ein autonomes modulares und dezentrales Fördersystem.

Durch das entwickelte intelligente und dezentrale System werden Modernisierungsprojekte und spätere Änderungen an bestehende Anlagen um ein Vielfaches schneller und flexibler umgesetzt, als bei herkömmlichen Projekten oder Migrationen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf RFID, jedoch können auch klassische Barcodesysteme ohne Funktionseinschränkungen in bestehenden Anlagen im System Thingtelligence integriert werden. Besonders durch die Verwendung standardisierter Komponenten und die Vernetzung zwischen Förderelementen und Steuerungstechnik ergeben sich Rationalisierungspotenziale für die Phase der Inbetriebnahme.
Seine Stärken kann das System Thingtelligence vor allem dann ausspielen, wenn das vorhandene oder geplante Anlagenlayout eine hohe Flexibilität des Materialflusses ermöglicht. Im Vorfeld zeigt eine Analyse, ob ein Umbau einer vorhandenen Anlage auf eine Thingtelligence Steuerung sinnvoll und wirtschaftlich ist. Zu den betrachteten Fragestellungen gehören zunächst eine Ist-Aufnahme der bestehenden Hardware und Steuerungstechnik sowie die Soll-Anforderung des Kunden bezüglich der Modernisierung oder Weiternutzung der mechanischen Komponenten.
Häufig ergeben sich ferner durch Prozessänderungen oder während des Betriebs der alten Anlage erkannte Unzulänglichkeiten, die durch Thingtelligence effizient gelöst werden könnten.
Kommentare
Ihre Meinung zur Meldung




