15 neue Solarfabriken

27. September 2008 · Märkte ·  

Fünfzehn neue Solarfabriken sollen bis 2008 in Deutschland entstehen. Zusammen mit dem Ausbau bestehender Fabriken rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Im ersten Halbjahr 2007 wuchs die Solarzellenproduktion in Deutschland um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nach Schätzung des BSW-Solar stammt bereits jede vierte weltweit installierte Solarzelle aus deutscher Fertigung. Der Europäische Dachverband der Photovoltaik-Industrie EPIA erwartet eine Verdoppelung des Weltmarktes innerhalb der nächsten drei Jahre. Ein jährliches globales Marktwachstum von 20 Prozent sieht die Schweizer Bank Sarasin voraus. Die Solartechnik entwickelt sich nach Ansicht der Unternehmensberatung Roland Berger zu einer Leitindustrie, die zusammen mit anderen Erneuerbaren Energien vom Umsatz und den positiven Beschäftigungseffekten her langfristig klassische Industriebranchen wie den Fahrzeugbau überflügeln kann. Die neu gegründete Inventux Technologies AG ist einer der neuen Player im Solarmarkt. Am 3. September 2007 gab das Unternehmen seine Ansiedlung in Berlin bekannt. Ab Herbst 2008 sollen jährlich 275.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 33 Megawatt produziert werden. Inventux investiert im ersten Schritt 49 Millionen Euro in eine Produktionsanlage für Dünnschichtmodule und schafft damit 120 Arbeitsplätze. Verkauft werden die Photovoltaikmodule zunächst in Deutschland und Spanien, danach in Italien, Frankreich, Griechenland und den USA. Volko Löwenstein, Vorstandsvorsitzender der Inventux Technologies AG, sagt: „Wir wollen die Entwicklung des Solarclusters Berlin mit vorantreiben. Neben der Produktion gilt unser Hauptaugenmerk der Forschung und Entwicklung von hauchdünnen Nanostapelschichten. Und hier bietet Berlin mit jungen Akademikern, qualifizierten Facharbeitskräften, seiner exzellenten Forschungslandschaft und der Internationalität optimale Bedingungen.“ Am 12. September wurde in Mochau
bei Döbeln in der Nähe von Dresden der Grundstein für das europäische Stammwerk
des Unternehmens Signet Solar aus Kalifornien gelegt. Ab Sommer 2008 will Signet Solar in Sachsen die weltweit größten Solarmodule produzieren und die Weiterentwicklung der Dünnschichttechnologie auf Siliziumbasis vorantreiben. Ende 2007 soll die Fertigungslinie vom Equipment-Lieferanten Applied Materials geliefert werden und noch im ersten Quartal 2008 montiert werden. Die ersten Module „Made in Mochau“ sollen im Juli 2008 vom Band laufen. In der ersten Ausbaustufe investiert Signet Solar 50 Millionen Euro. Es sollen 130 neue Arbeitsplätze entstehen. Nach einem weiteren Ausbau sind 500 Arbeitsplätze geplant.

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