Neue Schiffslinie Lübeck-Philadelphia
Der Lübecker Hafen ist jetzt direkt mit dem Hafen Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania verbunden. Das erste Schiff Richtung Übersee, die Transwood, verließ gestern den Lübecker Hafen.
Alle zwei bis drei Wochen wird künftig ein Schiff der schwedischen Reederei TransAtlantic am Terminal Nordlandkai der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) überwiegend Papier laden und in den circa 150 Kilometer südlich von New York gelegenen Hafen befördern. Die Reise von der Trave an den Delaware River dauert circa elf Tage. Die Rückreise erfolgt über Kanada, Großbritannien und andere Häfen in Nordeuropa.
Zum Einsatz kommen drei moderne RoRo-Schiffe. Die TransWood, die TransPine und die TransFighter sind jeweils 178,6 Meter lang und sowohl mit befahrbaren Rampen als auch mit Aufzügen für die Verladung von Papierrollen und anderen Forstprodukten ausgerüstet. Wie die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LGH) mitteilt, können auch RoRo-Güter sowie Stückgut, beispielsweise Stahl, Maschinen oder andere Spezialladung, von den Schiffen transportiert werden.
Pro Reise in die USA können bis zu 17.000 Tonnen Papier gestaut werden. Die Hauptmenge stammt zur Zeit vom Schwedisch-Finnischen Papierkonzern StoraEnso.
Die Ware kommt über die bereits existierenden Linienverbindungen von TransAtlantic aus den Papierregionen Nord – und Ostfinnlands nach Lübeck und wird von der LHG nach einer Zwischenlagerung am Terminal Nordlandkai in die Übersee-Schiffe der Reederei verladen.
Für die speditionelle Abwicklung ist das Lübecker Unternehmen European Cargo Logistics GmbH (ECL), einer LHG-Tochtergesellschaft, zuständig. Der Lübecker Schiffsmakler Manfred Schröder ist der Abfertigungsagent. Die Zollformalitäten werden von ECL und Schröder abgewickelt.
Der Hafen Philadelphia hat einen jährlichen Umschlag von rund 40 Millionen Tonnen und ist damit etwas größer als der Lübecker Hafen mit knapp 32 Millionen Tonnen.
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