Regionales Preisgefälle bei Gebrauchtmaschinen
Das internationale Portal für gebrauchte Nutzfahrzeuge und Maschinen, Mascus, sieht in der Wirtschaftskrise einen Trend zum Kauf aus zweiter Hand. Bei diversen Maschinentypen besteht ein starkes regionales Preisgefälle innerhalb Europas.
Im Mai 2009 sind die Neubestellungen aus dem Ausland für Nutzfahrzeuge über sechs Tonnen um 77 Prozent zurückgegangen. Auch die Ausfuhr von Nutzfahrzeugen bis sechs Tonnen sank laut VDA im bisherigen Jahresverlauf um 65 Prozent. Deutlich besser sieht es nach Einschätzung des Gebrauchtmaschinenportals Mascus in fast allen Bereichen der gebrauchten Nutzfahrzeuge aus: „Geringe Einbußen sind spürbar, jedoch geht der Trend im Augenblick eher zum Gebrauchtkauf. Der Druck auf der Kostenseite und der Zwang, effizient zu arbeiten, halten den Markt für gebrauchte Baumaschinen und Nutzfahrzeuge aufrecht“, sagt Marko Groß von Mascus.
„Wir sind in über dreißig Ländern der Welt vertreten, so können wir nicht nur die Geschehnisse in Deutschland oder Österreich beurteilen, sondern sehen ein Gesamtbild“, so Groß. Das nutzen auch Händler ganz gezielt aus, um beschränkte Absatzmärkte wesentlich zu erweitern. „Wir stellen bei verschiedenen Maschinentypen – ob nun Bau-, Agrarmaschinen oder Lkws – ein starkes regionales Gefälle in Europa fest. Teilweise werden Maschinentypen in Nordeuropa wesentlich höher und seltener gehandelt als in Südeuropa“, sagt Marko Groß. Auch mit Transportkosten könnten Unternehmer so bares Geld sparen. „Vor allem in den letzten Monaten haben sich wieder einige große Händler entschieden, auch mit Mascus zu arbeiten“, freut sich der Mascus-Country Manager.
Um die 100.000 Maschinen werden auf Mascus angeboten. „Über das Portal werden auch stark spezialisierte Maschinen gehandelt. Im Transportbereich sind Kühlkoffer ebenso keine Seltenheit wie im Bereich Forst- und Agrar die eher seltenen Kommunalmaschinen“, berichtet Groß. Die Ersparnis zum Neupreis sei dabei teilweise immens, trotz teilweise nur weniger Betriebsstunden auf dem Gerät. Händler freuen sich über die große Reichweite zu günstigen Konditionen, die im Fall von Mascus als Plattform in mehr als 25 Sprachen und Präsenz in über dreißig Ländern dennoch die Kosten für lokale Anzeigenblätter nicht überschreiten.
Mascus.de ist nach eigenen Angaben der größte virtuelle Markplatz für Bau-, Land-, und Forstmaschinen ebenso wie Nutzfahrzeuge in Europa. Gewerbliche wie auch private Käufer und Verkäufer können das System nutzen, Provisionen werden keine fällig. Verkäufer müssen lediglich eine geringe Gebühr zahlen. Eine knappe halbe Million Nutzer weist das Portal nach Angaben von Mascus monatlich aus. Mascus bedient bis jetzt über 30 europäische Länder in 25 verschiedenen Sprachen. 2001 wurde das Portal – ursprünglich nur für die nördliche Region Europas bestimmt – in Skandinavien gegründet.
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