Ressourceneffizienz spielt immer größere Rolle

Es ist nicht neu, dass Unternehmen seit jeher versuchen, Ressourcen effizient einzusetzen. Angesichts des Klimawandels, der Ressourcenverknappung und der Entwicklung der Rohstoffpreise wuchs die Bedeutung dieses Themas in den letzten Jahren weltweit beständig an. Dem trägt auch die Politik Rechnung: Auf dem G-7 Gipfel im Jahr 2015 wurde eine Allianz für Ressourceneffizienz beschlossen, in der sich die Mitgliedsstaaten über ressourcen-effiziente Produktionsweisen und Handlungsstrategien austauschen wollen. Der effiziente Einsatz von Material hat gerade auch bei kleinen Unternehmen eine große Hebelwirkung und macht in Deutschland durchschnittlich mehr als 40 Prozent der Gesamtkosten im produzierenden Gewerbe aus.

Und tatsächlich setzt sich nach und nach auch auf breiter Ebene die Einsicht durch, dass sich intelligenter Einsatz von Ressourcen unternehmerisch lohnt, Ressourceneffizienz ein Win-Win-Thema für Wirtschaft und Umwelt ist. Das unterstreicht auch eine Umfrage zum Status Quo der Ressourceneffizienz im verarbeitenden Gewerbe: Für knapp zwei Drittel der mittel-ständischen Industrieunternehmen spielt das Thema Ressourceneffizienz eine immer größere Rolle, wenn es um Kostenoptimierungen im Betrieb geht. So das Ergebnis der Studie, die 2015 im Auftrag des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) durchgeführt wurde.

Deshalb bedarf es einer größeren Offenheit in der Wirtschaft wie auch in der Gesellschaft, was wiederum ein lebhaftes Interesse der Medien an den Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung voraussetzt. Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis ist vor diesem Hintergrund ein Mittel, aufzuzeigen, wie auch kleine und mittlere Unternehmen von Ressourceneffizienz-maßnahmen profitieren und Arbeitsplätze und Märkte von Morgen sichern. Ein weiterer Beleg dafür, dass gute Lösungen sich durchsetzen, sind die bereits mit dem Deutschen Rohstoff-effizienz-Preis ausgezeichneten Ideen.

Folgende Gewinner erhielten im letzten Jahr für Ihre Innovationen die begehrte Trophäe: Meiko Haertel, Inhaber der Firma Maija Frästechnik GmbH, entwickelte einen speziellen Fräsring für Handwinkelschleifer, der bis zu 5.000 konventionelle Schleifscheiben ersetzen kann. Ein weiterer Beweis wie insbesondere Klein- und mittlere Unternehmen sich gegenüber ihren Konkurrenten langfristig Marktvorteile verschaffen können, wenn sie rohstoffeffiziente Techniken entwickeln oder einsetzen.
Steven Hartmann, Inhaber der IAS GmbH, wurde im Jahr 2015 für die Entwicklung einer Hochleistungskühlung von Sensoren mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis ausge-zeichnet. Während die konventionelle Technik gegenwärtig mit Sensoren arbeitet, die bis maximal 70 Grad funktionieren, entwickelte die IAS GmbH Prototypen einer industrietaugliche Hochleistungskühlung für Sensoren, die eine Messung von Temperaturen bis zu 800 °C ermöglicht. Mit einer Energieeinsparung von bis zu 20 Prozent könnte diese Entwicklung im energie- und ressourcenintensiven Metall- und Glashüttenwesen eine kleine Revolution darstellen. 
Das Konsortium C³ – Carbon Concrete Composite e. V. von der Technischen Universität Dresden erforscht den Einsatz von Carbonbeton. Ziel ist, in Kürze eine funktionierende und rohstoffeffiziente Alternative für Stahlbeton entwickelt zu haben, die nicht nur für den Neubau, sondern auch für Sanierungen von Bauwerken wie zum Beispiel Verkehrsbrücken geeignet ist. Die bisherigen Vorteile klingen vielversprechend: Im Vergleich zum Stahlbeton benötigt Carbonbeton nur ein Fünftel des eingesetzten Materials und ist darüber hinaus immun gegenüber Korrosionsschäden.

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