Sensorik und Messtechnik boomt

16. Juni 2017 · Konjunktur, Märkte, Statistik, Unternehmen ·  

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine Mitglieder quartalsweise zur wirtschaftlichen Entwicklung. Nach einem soliden Vorjahresergebnis von vier Prozent Umsatzwachstum verzeichnete die Branche im ersten Quartal 2017 ein weiteres deutliches Plus von neun Prozent. Die Auftragseingänge konnten um zehn Prozent gesteigert werden, verglichen zum Vorquartal.

Mit diesen Ergebnissen präsentiert sich die Branche der Sensorik und Messtechnik als starkes Wachstumssegment. Sensorik und Messtechnik spiegelt damit auch die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland insgesamt wider, die sich ebenfalls im vierten Quartal 2016 belebte und sich im ersten Quartal 2017 deutlich positiv ausweiten konnte.

Die Branche der Sensorik und Messtechnik profitiert derzeit stark von der zunehmenden Digitalisierung der Industrie. Gefragt sind immer häufiger intelligente Verknüpfungen von verschiedenen Sensordaten mit anwendungsrelevanten Informationen. Diese können von der Lokalisierung durch GPS oder WLAN bis zu modellbasiertem Wissen über den Prozess reichen. Sensoren mit intelligenten Algorithmen entscheiden im laufenden Betrieb, welche Messergebnisse weiter kommuniziert werden müssen. Die Digitalisierung der Industrie eröffnet der überwiegend mittelständisch geprägten Branche Sensorik und Messtechnik somit neue Chancen, nicht zuletzt durch die Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette.

„Die Sensorik und Messtechnik zeigte sich bereits in den letzten Jahren als stabile Wachs-tumsbranche. Mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2017 mit einem Umsatzplus von neun Prozent und einer Steigerung von zehn Prozent in den Auftragseingängen übertreffen unsere Mitglieder die prognostizierten fünf Prozent Wachstum bereits jetzt“, fasst Thomas Simmons, AMA Geschäftsführer, die aktuellen Zahlen zusammen. „Diese erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung konkretisiert die Relevanz, die Sensorik und Messtechnik für die moderne Industrie hat. Die Ergebnisse des ersten Quartals liegen über dem mehrjährigen Durchschnitt. Wir dürfen auf die weitere Marktentwicklung gespannt sein. Unsere Mitglieder rechnen auch für das laufende Quartal mit einem Umsatzwachstum, dieses liegt voraussichtlich bei vier Prozent.“

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