Stahlkonjunktur hat sich stabilisiert
Die Auftragseingänge bei den Walzstahlerzeugnissen sind im vierten Quartal 2009 um 50 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal 2008 auf 8,6 Millionen Tonnen gestiegen. Die Auftragsbestände legten gegenüber dem Vorquartal um rund 10 Prozent zu.
Laut Stahl-Zentrum, Düsseldorf, liegt das Niveau der Bestellungen jedoch noch rund 10 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert, bzw. 20 Prozent unterhalb des Vorkrisenniveaus. Zum ersten Mal seit sechs Quartalen wurde im Herbst wieder ein positiver Vorjahresvergleich erzielt.
Impulse kamen sowohl aus dem Inland (+45 Prozent) und in noch stärkerem Maße aus dem Ausland (+60 Prozent). Diese aktuellen Zahlen stützen laut Stahl-Zentrum Einschätzung, dass sich die Stahlkonjunktur stabilisiert hat und die Produktion im laufenden Jahr gegenüber 2009 merklich zulegen wird.
Der Ausblick bleibt aber auch vor dem Hintergrund weiterhin bestehender Konjunkturrisiken vorsichtig optimistisch. Dies zeige auch der jüngste ifo-Konjunkturtest für die Stahlindustrie im Januar: Die befragten Unternehmen schätzen die aktuelle Lage mit großer Mehrheit noch immer als schwierig ein. Allerdings haben sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate merklich verbessert. „Das Geschäftsklima für die Stahlindustrie erholt sich infolgedessen weiter – allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau“, heißt es aus Düsseldorf.
Detail-Daten zur Entwicklung des Auftragsbestandes (pdf, 1 Seite):
Stahlkonjunktur zur Jahresbeginn 2010
Bild oben: Gesenkgeschmiedete Rohr-Verbindungsstücke (Flansche) von SMS Eumuco GmbH, Leverkusen, Foto: SMS Group
Kommentare
Ihre Meinung zur Meldung




