EMI: Deutsche Konjunktur kühlt sich weiter ab
Die sich weiter verschärfende Eurokrise setzt auch die deutsche Wirtschaft zunehmend unter Druck. Sowohl die Binnen- als auch die Exportnachfrage ist rückläufig. Die Industrieproduktion schrumpfte im Juni nicht nur den vierten Monat in Folge; die Wachstumseinbußen fielen sogar noch gravierender aus als im Mai. Das zeigt der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der aktuell um 0,2 Zähler auf 45,0 nachgab und damit den tiefsten Stand seit Juni 2009 erreichte. Seit dem Jahreswechsel 2008/2009 hat sich der international viel beachtete Frühindikator nicht mehr so lange unter der neutralen Wachstumsmarke von 50 Punkten bewegt. mehr…
· Meldung kommentieren ·ifo Konjunkturprognose 2011/2012
In Deutschland hat sich der Aufschwung laut ifo Institut im vergangenen Halbjahr mit hohem Tempo fortgesetzt. Der massive Produktionseinbruch während der Finanz- und Wirtschaftskrise ist inzwischen wettgemacht worden. Die vorliegenden Frühindikatoren lassen eine Fortsetzung des Aufschwungs erwarten, jedoch bei verlangsamtem Tempo. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2011 – bei einem 67%-Unsicherheitsintervall von 2,7% bis 3,9% – um 3,3% steigen. Die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich um knapp 300 000 sinken. Im kommenden Jahr dürfte die Konjunktur in Deutschland in etwa das Tempo beibehalten, mit dem sie das Jahr 2011 beendet. Sie bleibt damit klar aufwärts gerichtet. mehr…
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