ThyssenKrupp verkauft Industrial Services

26. August 2008 · Unternehmen ·  

Zur Finanzierung des Wachstums will der Konzern ThyssenKrupp seine Geschäftseinheit Industrial Services im Laufe des nächsten Jahres verkaufen. In der Unit sind 23.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Geschäftseinheit erwirtschaftete einen Umsatz von rund  1,7 Milliarden Euro. „Diese Business Unit ist hochprofitabel, sie ist jedoch mit Abstand die kleinste Einheit des Segments und hat die geringsten Synergien zum Kerngeschäft”, teilte das Unternehmen heute mit.

Für den überwiegenden Teil der Aktivitäten werden bessere Entwicklungschancen außerhalb des ThyssenKrupp-Konzerns gesehen, heißt es aus Düsseldorf. Die Stahlservice-Aktivitäten in Deutschland und Brasilien (Umsatz rund 300 Millionen Euro, 7.000 Mitarbeiter) verbleiben im Konzern und sollen künftig in der Business Unit Special Products geführt werden. Mit Hilfe eines strategischen Partners, der eine qualifizierte Minderheitsbeteiligung übernimmt, soll insbesondere das Asien- und Osteuropa-Geschäft von Special Products vorangetrieben werden.

Das Kerngeschäft der Werk- und Rohstoffdienstleistungen mit den Business Units Materials Services International, Materials Services North America sowie Special Products soll deutlich ausgebaut werden.

Das Segment Services umfasst bei ThyssenKrupp heute vier Business Units: Die Werkstoffhandelsgeschäfte Materials Services International (7,9 Mrd. Euro Umsatz) und Materials Services North America (2,3 Mrd. Euro Umsatz), den Bereich Industrial Services (2,0 Mrd. Euro Umsatz) und die Trading- und Technikaktivitäten von Special Products (4,6 Mrd. Euro Umsatz). Die beiden Business Units mit Werkstoffhandelsgeschäften streben ein beschleunigtes Wachstum zum weiteren Ausbau ihrer Marktposition an. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Ausbau in den Wachstumsregionen Asien und Osteuropa, sondern auch die Festigung der Spitzenpositionen auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt.

Gleichzeitig will ThyssenKrupp die Ausrichtung auf Wachstumsbranchen wie zum Beispiel die Luftfahrtindustrie weiter forcieren. Mit gezielten Investitionen und Akquisitionen soll nicht nur die Produkt- und Dienstleistungspalette (zur Zeit rund 150.000 Werkstoffartikel) zielgruppenspezifisch entwickelt, sondern auch das weltweite Lager- und Distributionsnetzwerk (zur Zeit rund 440 Niederlassungen) systematisch erweitert werden.

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