Weltmeister-Titel fällt
China ist weiter auf der Überholspur. Nach der neuen Schätzung der Bundesagentur für Außenwirtschaft (Bfai) wird Deutschland im zweiten Halbjahr 2008 seinen Titel des Exportweltmeisters verlieren. Mitte letzten Jahres wurden bereits die ehemals weltweit an zweiter Stelle liegenden USA überrundet. Im Zeitraum von 1978 bis 2006 verzehnfachte sich der Anteil der Volksrepublik am Weltexport von 0,8 auf 8,0 Prozent. Die Ausfuhrerfolge des Reichs der Mitte beruhen dabei nur unwesentlich auf Billigprodukten. China ist mit einem Exportanteil von 18,5 Prozent schon heute größter Lieferant in der Branche Elektronik, ebenso wie für Elektrotechnik mit 13,4 Prozent (alle Werte für 2006). Im Bereich Stahl lag das Land 2006 mit einem Ausfuhranteil von 8,7 Prozent zwar noch knapp hinter Deutschland (8,8 Prozent), doch auch hier wird es einen Wechsel an der Spitze geben. Auch bei Maschinen und Chemischen Erzeugnissen muss künftig stärker mit China gerechnet werden. Nur der Pkw-Sektor blieb bisher von Angriffen verschont. Der Erfolg chinesischer Exporteure auf den Weltmärkten basiert maßgeblich auf dem Engagement ausländischer Investoren.
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