Zuliefermesse in Leipzig

31. Januar 2008 · Märkte, Messen ·  

Mehr als 1.000 Aussteller werden vom 26. bis zum 29. Februar zum Leipziger Messe-Duo aus Zuliefermesse Z und Maschinenbaumesse intec erwartet. Die „Z“ gilt als jährlicher Branchentreffpunkt für Zulieferer und ihre Kunden aus der Automobilindustrie sowie dem Anlagen- und Maschinenbau. An die 500 Aussteller beteiligen sich an der Z. Dabei halten sich nach Mitteilung der Messeveranstalter Zulieferer, die vorwiegend für die Automobil-industrie arbeiten, und Lieferanten für den Maschinenbau in etwa die Waage. Wie in den Vorjahren kommen mehr als ein Drittel der Aussteller aus dem Ausland. Die stärksten Fraktionen stellen hierbei Zulieferunternehmen aus der Tschechischen Republik, Russland, Rumänien, Polen, Schweden und Italien. Aus Russland beteiligen sich bereits zum zweiten Mal Unternehmen aus den drei starken Industrieregionen Tatarstan, Nischni Nowgorod und Sankt Petersburg.

Automobilcluster Deutschland
Der vor einem Jahr gegründete Automobil-Cluster Ostdeutschland (ACOD) wird auf der Z durch die Länderinitiativen aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg repräsentiert. Dietmar Bacher, Geschäftsführer des ACOD, sagt: „Alle ostdeutschen Zulieferer sollen die Chance haben, ihre Produkte bekannter zu machen, mit den 1-TIERs in Kontakt zu treten und Lieferbeziehungen aufzubauen. Das ist über eine Messe wie die Z gut erreichbar.“ Der ACOD will zu einer höheren Wertschöpfung und Innovationskraft in Ostdeutschland beitragen, so dass sich hier ein Zentrum für Hightech-Produkte der Automobilindustrie entwickelt, erklärt Dietmar Bacher. Darüber hinaus biete die Organisation den vorwiegend kleinen und mittelständischen Mitgliedsunternehmen Hilfe zur Selbsthilfe an, die diese in die Lage versetze, Systemlösungen anzubieten. Auf der intec präsentieren über 500 Aussteller Werkzeug- und Sondermaschinen sowie weitere Produktgruppen und Verfahren zur Metallbearbeitung und Umformtechnik, mechatronische Systeme, Werkzeuge, Sensortechnik und anderes mehr. Ausländische Aussteller kommen unter anderem aus Italien, Japan, Österreich, Polen und aus der Schweiz. Zu den auf der intec ausstellenden Marktführern gehören beispielsweise Auerbach Maschinenfabrik, Deckel Maho Gildemeister, Festo, GF Agie Charmilles, HAAS Automation Europe, die Index Werke, Mori Seiki, Niles-Simmons, Profiroll, REIS Robotics sowie Trumpf Laser- und Systemtechnik. Viele Aussteller haben deutlich größere Messestände als im Vorjahr gebucht, so dass die intec 2008 bei der Fläche um 50 Prozent zulegen konnte. Zusammen belegen intec und Z etwa 42.000 Quadratmeter. Zum begleitenden Fachprogramm der Messe gehören die Einkäufertage zur systematischen Anbahnung von Geschäftskontakten, das Unternehmertreffen CONTACT und das Ausstellerforum. Das Expertenforum 2008 „Zukunft Maschinenbau“ wird unter anderem vom Bundeswirtschaftsministerium und vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) organisiert.

Kongress MicroCar 2008
Unter dem Motto „Mikro- und Nanomaterialien, Mikro- und Nanotechnologien – Bedeutung für Automobilbau, Elektronik und Maschinenbau“ findet am 27. Februar 2008 in Leipzig der internationale Kongress „MicroCar 2008“ statt. Bereits zum dritten Mal hat das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration aus Berlin die Leipziger Messe als Veranstaltungsort gewählt. „Der Markt für die Mikrotechnik wächst weit schneller als die Industrie im Durchschnitt. Branchen wie Optik und Optoelektronik, Medizintechnik und Automobilbau sind hierfür die Innovationstreiber“, sagt Dr. Peter Bloß, Geschäftsführer der Kunststoff-Zentrum Leipzig GmbH (KuZ). Die Forschungseinrichtung ist seit Jahren auf dem Gebiet der Mikrotechnik im Kunststoffbereich tätig und präsentiert sich auf der Z 2008. „Beispiele für Mikrotechnikanwendungen sind kleinste optische Linsen, winzige Sensoren zur Erfassung von Beschleunigungen oder feinste Sprühdüsen in Tintenstrahldruckern“, so Bloß. Die Entwicklung neuer Technologien für die Herstellung hochpräziser und kleinster Kunststoffteile ist eine der Kernkompetenzen des KuZ. Auch andere Werkstoffe wie Silikone, Wachse und hochgefüllte Systeme, etwa mit Keramik- und Metallpulvern, können mit der in Leipzig entwickelten Mikrospritzgießmaschine FormicaPlast verarbeitet werden. „Der Markt entwickelt sich ständig weiter. Dem wollen wir Rechnung tragen. Vor kurzem erst wurde die Entwicklung der Maschinentechnologie zur Herstellung von Zwei- Komponenten-Mikrospritzgießformteilen auf der FormicaPlast erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Bloß. „Inzwischen hat auch in Mitteldeutschland eine wachsende Zahl von Firmen das Potenzial der Mikrotechnik erkannt und fertigt Mikrospritzgießprodukte oder setzt diese in ihren Erzeugnissen ein“, berichtet der KuZChef. Eine davon ist die Pentacon GmbH aus Dresden, ebenfalls Aussteller auf der diesjährigen Zuliefermesse. „Die Mikrotechnik gehört zu unseren technologischen Schwerpunkten“, erläutert Vertriebsmitarbeiter Klaus Krieg. Aktuelles Produktbeispiel ist ein cirka ein Zentimeter kleiner Rahmen aus wärme-beständigem Material für eine Batterie, die in Herzschrittmachern zum Einsatz kommt.

www.zuliefermesse.de

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