Zurück zum SAP-Standard
Die zur Altana-Gruppe gehörende BYK-Chemie, Wesel, hat zum Jahresende 2009 die Reorganisation ihrer Logistik-Systeme erfolgreich abgeschlossen. Bei dem IT-Projekt wurden die bestehenden Supply Chain-Prozesse neu gestaltet und neue integrierte Prozesse implementiert. Ziel war es, das System wieder nah an den SAP-Standard zurückzuführen, um künftig Veränderungen dynamischer abbilden und internationale Roll-outs effizienter durchführen zu können.
Federführend bei der Konzeption und Umsetzung der Systemoptimierung war das Heidelberger Beratungshaus Ciber Deutschland. Die SAP-Spezialisten begleiteten das Projekt – von der Prozessmodellierung über Prototyping, Blueprint-Phase und Implementierung bis hin zum Go-Live und zur Nachbetreuung (Hyper Care). Weitere Projektbestandteile waren der Aufbau eines neuen APO-Systems (Advanced Planner and Optimizer) zur optimierten Produktionsplanung, die Integration eines SAP-Upgrades von Release 4.7 auf ECC 6.0 sowie die Einbindung des neuen, vollautomatisierten Distributionszentrums.
Die größte Herausforderung für die Berater von Ciber Deutschland war die Komplexität des IT-Projektes. Bereits im Sommer 2008 wurde das neue, hochmoderne Logistikzentrum des Unternehmens – mit Roboterkommissionierung und 11.000 Palettenplätzen – mit den neuen Prozessen in Betrieb genommen. Das Besondere: Die neuen Abläufe mussten noch in der alten Systemlandschaft funktionieren. Neben dem Upgrade galt es dann insgesamt mehr als 7.000 Softwaretransporte zu importieren, Bestände mussten auf die neuen Organisationseinheiten migriert sowie auf die harmonisierten Stammdaten umgestellt und anschließend in das neu aufgebaute APO-System integriert werden. Hinzu kam: Die Systemänderungen sollten an vier Unternehmensstandorten zeitgleich live geschaltet werden. Vor dem Go-Live-Termin arbeitete das Cutover-Team sechs Tage lang rund um die Uhr, um die neuen Prozesse im neuen Release in kürzester Zeit und ohne Störungen in Betrieb nehmen zu können.
Markus Wirtgen, Gesamtprojektleiter und Head of IT-Applications bei BYK-Chemie, berichtet: „Wir konnten vom ersten Tag an nahezu reibungslos mit den neuen Prozessen arbeiten – bei einer Umstellung dieser Größenordnung und Komplexität keineswegs selbstverständlich. Dafür hat das engagierte und hoch qualifizierte Team gesorgt.”
Die Vorteile der Systemveränderung beschreibt Ciber-Vorstand Andreas Kremer: „Das Unternehmen ist jetzt in der Lage, die globalen Prozesse seiner Logistikkette noch besser als bisher zu steuern und zu synchronisieren.“ Die nun integriert ablaufenden Prozesse in der neu gestalteten Supply Chain ermöglichten eine weltweite Abstimmung und lieferten allen Standorten zum Beispiel direkte Informationen über mögliche Lieferwege und -zeiten, so Kremer. „Nicht umsonst zählt ein modernes Supply Chain-Management heute zu den wichtigsten Investitionen in die Zukunftsfähigkeit – gerade bei Chemie-Unternehmen.“
Für Axel Vogelbruch, verantwortlicher Projektleiter bei Ciber Deutschland, war es in jeder Hinsicht ein besonderes Vorhaben, „nicht nur, was den Umfang, sondern auch, was die große Verantwortung unserer Berater anbelangt“. Produktions- oder Lieferausfälle könne sich ein weltweit aktives Unternehmen wie BYK-Chemie nicht leisten. „Unser Team musste daher mit maximaler Sorgfalt planen, Risiken bedenken und minimieren und passgenau arbeiten.“
Ciber Deutschland, ehemals Ciber Novasoft, verfügt seit über 20 Jahren über breites SAP-Know-how und tiefe Einblicke in die Prozessstrukturen seiner Fokusbranchen, zu denen insbesondere die Prozessindustrie gehört. Das Unternehmen hat den Status als „Special Expertise Partner SAP for Chemicals“ sowie „Special Expertise Partner SAP for Life Science“.
BYK-Chemie zählt seit fünf Jahren zum Kundenstamm von Ciber Deutschland. Das weltweit tätige Chemie-Unternehmen stellt Additive für die Lack- und Kunststoffindustrie her. Zusammen mit dem Instrumentengeschäft der BYK-Gardner bildet BYK-Chemie den Geschäftsbereich BYK Additives & Instruments der Altana Gruppe. BYK erwirtschaftete 2008 mit 1.140 Mitarbeitern an sieben Standorten einen Umsatz von 450 Millionen Euro. 86 Prozent des Umsatzes werden außerhalb Deutschlands erzielt.
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