Ohne Instinkt geht kein Einkauf


Intelligente Systeme beginnen schon heute, den Einkaufsalltag zu beeinflussen. Vor diesem Hintergrund wollten die Entwickler von Kloepfel iProcurement, der erste digitale selbstdenkende Assistent für den Einkauf, herausfinden wie Einkäufer derzeit Entscheidungen fällen. Verlassen Sie sich eher auf ihr Bauchgefühl oder eher auf Daten? Befragt wurden Einkaufs- und Supply-Chain-Verantwortliche des deutschen Mittelstands. Das Ergebnis überrascht.

Was Einkäufer machen, wenn Artikelpreise trotz größerer Bestellmengen nicht sinken
Zunächst wurden die Manager gefragt, wie sie entscheiden, wenn die Bestellmenge stetig steigt, aber der Artikelpreis gleich bleibt. Hier gab gut jeder Zweite (53%) an, Mengenrabatte auszuhandeln. Jeder Dritte einigt sich mit den Lieferanten in solchen Fällen auf Staffelpreise. Jeder zehnte sucht sich einen neuen Lieferanten, sofern keine preisliche Einigung gefunden werden kann.

Worin Einkäufer die häufigsten Gründe für Preissteigerungen sehen
Den häufigsten Grund für Preissteigerungen sieht jeder zweite Einkäufer bei den steigenden Rohstoffpreisen. An zweiter Stelle nennen Einkäufer steigende Herstellungskosten. An vierter Stelle werden Preisanstiege durch Verknappung einer Ware benannt. An fünfter Stelle geben Einkaufsmanager politische Einflussfaktoren an. Ungünstige Währungsschwankungen und steigende Logistikkosten spielen kaum eine Rolle.

Rohstoff-Beschaffung: Mehrheit der Einkäufer ist zu kleinen Risiken bereit
Wie entscheiden sich Einkäufer, wenn die Kurse von Rohstoffen sinken und ihr Lagerbestand ausreicht, um die Bestellung noch ein paar Tage hinaus zu zögern.

15% der befragten Einkäufer gehen auf Nummer sicher und würden zeitnah bestellen. Ihre Sorge ist, dass der Preis nach einem Sinkflug auch wieder steigen könnte. Mit 63% würde die bedeutende Mehrheit der Einkäufer ein paar Tage mit der Bestellung warten, in der Hoffnung, dass der Trend zu noch günstigeren Einkaufspreisen anhält. 22% entscheiden in einem solchen Fall nach Bauchgefühl.

Helfen digitale Tools zur Trend-Prognose von Rohstoffpreisen?
Wie verhalten sich Einkäufer, wenn Ihnen ein Tool wie iProcurement, mit einer 85%igen Genauigkeit voraussagt, dass der Rohstoffpreis in den nächsten Tagen steigen wird. 70% der Befragten würden in einem solchen Fall iProcurement trauen und frühzeitig die Bestellung auslösen, um Kosten zu vermeiden. 9% verlassen sich auf ihr Bauchgefühl und ihre langjährige Erfahrung.

„Bei der Beurteilung würde es nicht genügen, sich alleine auf solide Daten oder die eigenen Instinkte zu verlassen. Die besten Analyse-Instrumente sind nicht in der Lage, Preisrisiken wie z.B. ein Mineneinsturz in Chile, die Erhebung von Zöllen oder Terrorakte vorherzusehen“, sagt Tobias Jasinski, Director Customer Success bei der iProcurement GmbH.

Selbstdenke Assistenzsysteme im Einkauf gefragt
Rund dreiviertel der Teilnehmer wünschen die Einführung intelligenter Assistenzsysteme, wie iProcurement. Ein solcher digitaler Helfer wird individuell auf die Unternehmen abgestimmt. Im Alltag kann er dann den Einkäufern mit 85%iger Genauigkeit vorhersagen, ob Rohstoff-Kurse in der Zukunft sinken, stagnieren oder steigen. Der Kunde erhält alle für ihn wichtigen Rohstoffindizes und kann die Entwicklung des Tages sowie der kommenden Tage verfolgen.
Einkäufer können Rohstoffe so zum optimalen Kursverlauf einkaufen und ihre Entscheidungen firmenintern auf Basis solider Daten anstatt mit ihrem Bauchgefühl begründen. Bei einer Bauchbegründung liegen die Chancen bei 50% zu 50%, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde. Mit Tools wie iProcurement steigt die Wahrscheinlichkeit, das Richtige getan zu haben, um 35 Prozentpunkte auf 85%.
„Doch ganz ohne den Instinkt und die Berufserfahrung der Einkäufer funktioniert das beste Tool nicht“, erklärt Jasinski.

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