Importpreise 2011

Der Index der Einfuhrpreise lag im Jahresdurchschnitt 2011 um 8,0 % über dem Vorjahr (2010: + 7,8 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit 2000 (+ 10,2 % gegenüber 1999).

Im Dezember 2011 lag der Index der Einfuhrpreise um 3,9 % über dem Vorjahresstand. Im November 2011 hatte die Veränderung zum Vorjahr + 6,0 % und im Oktober + 6,8 % betragen. Gegenüber November 2011 stieg der Einfuhrpreisindex im Dezember 2011 um 0,3 %.

Importierte Energie war im Dezember 2011 um 16,9 % teurer als im Dezember 2010. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Energieträger um 0,2 %. Importiertes Rohöl war im Vergleich zu Dezember 2010 um 17,6 % teurer (+ 0,3 % gegenüber November 2011). Für Mineralölerzeugnisse musste binnen Jahresfrist 14,6 % mehr bezahlt werden (keine Veränderung gegenüber November 2011). Die Erdgaspreise lagen um 24,5 % über denen des Vorjahresmonats (+ 1,4 % gegenüber November 2011). Der Einfuhr-preisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Dezember 2011 um 2,1 % über dem Stand von Dezember 2010 (+ 0,3 % gegenüber November 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 14,6 % teurer als im Dezember 2010 (– 2,0 % gegenüber November 2011). Für Nicht-Eisen-Metallerze gaben deutsche Importeure dagegen 10,3 % weniger aus als im Dezember 2010. Im Vergleich zu November 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze aber 0,7 % mehr. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Dezember 2011 um 2,8 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber November 2011 fielen sie um 0,2 %. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im Dezember 2011 im Vergleich zu Dezember 2010 um 4,8 % billiger (– 0,4 % gegenüber November 2011). Das Preisniveau für Rohaluminium lag um 1,0 % über dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums, die Ware verbilligte sich aber gegenüber November 2011 um 1,5 %. Rohkupfer war im Dezember 2011 um 12,5 % preiswerter als im Vorjahr, verteuerte sich aber gegenüber dem Vormonat (+ 2,7 % gegenüber November 2011).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren im Dezember 2011 vor allem Düngemittel teurer als im entsprechenden Vorjahresmonat (+ 18,3 %). Gegenüber November 2011 fielen die Preise um 0,5 %.

Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Geflügelfleisch um 16,4 % höher als im Dezember 2010 (– 0,3 % gegenüber November 2011). Der Einfuhrpreisindex für Schweinefleisch lag um 9,1 % höher als vor einem Jahr (– 0,1 % gegenüber November 2011), bei Rindfleisch gab es einen Preisanstieg um 5,5 % (+ 0,1 % gegenüber November 2011). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse waren im Dezember 2011 im Vergleich zum Dezember 2010 um 5,1 % höher (– 0,2 % gegenüber November 2011), Rohkaffee war 3,7 % teurer (– 0,2 % gegenüber dem Vormonat). Getreide kostete dagegen 0,5 % weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat (+ 0,4 % gegenüber November 2011).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember 2011 um 2,1 % über dem Stand von Dezember 2010. Im November 2011 hatte die Veränderung zum Vorjahr + 2,9 % und im Oktober + 3,0 % betragen. Gegenüber dem Vormonat November 2011 stieg der Ausfuhrpreisindex im Dezember 2011 um 0,1 %.

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