Die Ressourcenoptimierung durch die Verbesserung der Liefer- und Wertschöpfungskette beziehungsweise das Supply Chain Management stellt sich nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten als das führende Gestaltungsprinzip innerhalb der Sachgüterproduktion wie auch dem Dienstleistungsangebot dar. So wurde etwa das SCM-Konzept Efficient Consumer Response (ECR) zu Anfang der 90er Jahre entwickelt. Noch wesentlich älter sind Elemente wie Just-in-Time oder Kanban, deren Ursprünge in den 60er Jahren zu suchen sind. Dies bildet den Hintergrund zu der Frage, wie sich das bewährte Supply Chain Management in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Festgemauert oder losgelöst
An einem funktionierenden Konzept festzuhalten, ist nicht unbedingt die schlechteste Art und Weise, bestehende Prozesse aufrecht zu erhalten und oft auch der einzig praktikable Weg. Das bedeutet aber keineswegs, dass die einzelnen Elemente des Konzeptes nicht in Frage zu stellen sind oder eine Anpassung erfahren sollten.
Vereinfacht gesagt beziehungsweise Bildhaft dargestellt: Das Supply Chain Management in seiner grundsätzlichen Logik ist der Masterplan für jedes Unternehmen in Bezug auf den Aufbau und die Pflege der Lieferanten- und Kundennetzwerke, wobei das eigene Unter-nehmen in Wechselwirkung zu seinen Geschäftspartnern steht und damit ein Teil der Wertschöpfungs- und Lieferkette darstellt. Eine Änderung der Elemente innerhalb des Supply Chain Management besitzt folglich Auswirkungen auf das gesamte Netzwerk oder die Kette. Darum sollten neue Strategien so ausgerichtet sein, dass diese von allen Gliedern der Kette getragen werden können, ohne dass diese geschwächt wird.
Was kommt?
In Anbetracht der Entwicklung neuer Technologien und Materialien in den letzten Jahren kann davon ausgegangen werden, dass sich die technologische Entwicklung noch beschleunigen wird. Neue Materialien oder Werkstoffe bedeuten einerseits aber auch veränderte Absatz-märkte genauso wie veränderte Wege in der Beschaffung. Das ist der Ansatzpunkt für die Veränderung einzelner Elemente innerhalb des Supply Chain Management. Hierbei hilft natürlich eine bereits eingeplante Flexibilität, um auf neue Herausforderungen Antworten zu können. Ein Beispiel dafür ist das 3D-Printing, das trotz seiner schon bestehenden Erfolge eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt, aber schon jetzt den Weg in einen gigantischen Markt zeigt. Gerade hier wird sich das Supply Chain Management erheblich verändern, sowohl in der Beschaffung wie im Absatz.
Ein weiteres Element, das bereits jetzt ein Teil der logistischen Kette darstellt, ist die RFID-Technologie, die den gesamten Markt von der verarbeitenden Industrie bis zum Endkunden nicht unbedingt verändert, aber erheblich beschleunigt. Im Grunde ist die RFID-Technik das, auf das im Supply Chain Management nur gewartet wurde und das ein hervorragendes Element in der Vernetzung darstellt, zusammen mit der Internet-Technologie. Dadurch können Warenströme in Echtzeit erfasst und somit Prozesse weitaus präziser geplant werden. Natürlich unter der Prämisse, dass das jeweilige Supply Chain Management darauf eingestellt ist.
Dies sind nur zwei Beispiele dafür, wie sich Prozesstechnik und Informationstechnik in Wechselwirkung befinden und dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren enorm verstärken.
Dieser Artikel wurde von Daniel Fritsch vom Unternehmen EazyStock.de, Software zur professionellen Lagerbestandsoptimierung, veröffentlicht.

