Eon stellt will im Rahmen seines Sparprogramms „Perform to win“ auch seine drei Hauptverwaltungen in Düsseldorf (E.on AG), Essen (E.on Ruhrgas AG) und München (E.on Energie AG) auf den Prüfstand stellen.
Das bestätigte Sven Bergelin, Energie-Experte der Gewerkschaft Verdi und Eon-Aufsichtsrat, der in Düssedorf erscheinenden Rheinischen Post in ihrer heutigen Ausgabe. Dabei werde geprüft, inwiefern Abteilungen wie Personal, Buchhaltung oder Einkauf zusammengelegt und an einem Ort konzentriert werden können. Auch einzelne Stabsabteilungen wie Kommunikation drohten an einzelnen Standorten zusammen- gestrichen zu werden. In Düsseldorf sind in der Verwaltung laut Eon 700 Mitarbeiter beschäftigt, in Essen 700 und in München 500.
Auch Kündigungen sind nach Informationen der Rheinischen Post nicht vom Tisch. In einem Eckpunktepapier des Eon-Konzerns heißt es, dass Beendigungskündigungen gegenüber Arbeitnehmern, die dem Übergang an einen anderen Arbeitsort widersprechen, möglich bleiben sollen. Am 26. Juni wollen Eon und die Arbeitnehmervertreter über das Eckpunktepapier weiterverhandeln.
Aus dem Unternehmensumfeld von Eon will die WAZ-Gruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) erfahren haben, dass es beim geplanten Stellenabbau des Energiekonzerns keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Stattdessen habe sich Eon mit den Arbeitnehmervertretern in den Verhandlungen zu einem Sozialplan darauf geeinigt, Stellen über freiwilliges Ausscheiden, Altersteilzeit oder natürliche Fluktuation abzubauen. Die von der Gewerkschaft Verdi genannte Zahl von 9.000 bedrohten Stellen sei „zu hoch gegriffen“, Entlassungen seien nicht geplant.

