Die Sonderverwaltungsregion Hongkong plant die Eröffnung eines Economic and Trade Office (HKETO) in Berlin.
Mehr als 550 deutschstämmige Unternehmungen unterhalten bereits eine Niederlassung in Hongkong. Um deutsche Unternehmer und Investoren zukünftig noch unmittelbarer und unkomplizierter beraten zu können, plant die Regierung der Sonderverwaltungsregion die Eröffnung eines eigenen HKETO in Berlin mit eigener Abteilung für Investitionsförderung. Es soll die offizielle Repräsentanz der Regierung Hongkong in Deutschland sein.
Das HKETO soll einerseits für die bilateralen politischen Beziehungen und andererseits für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Hongkong zuständig sein, also auch für die Förderung von Investitionen. Stephen Kai Wong, Director des neuen HKETO, erhofft sich dadurch einen weiteren Schub für den Handel zwischen Deutschland und Hongkong.
„Die Bundesrepublik ist Hongkongs größter Handelspartner innerhalb der Europäischen Union. Das Handelsvolumen lag im Jahr 2008 bei 15 Milliarden Euro, 14 Prozent höher als im Vorjahr. Hongkong importierte im letzten Jahr Güter und Dienstleistungen im Wert von fünf Milliarden Euro aus Deutschland, was eine Steigerung um elf Prozent bedeutet. Der zwischenstaatliche Handel ist in der Vergangenheit stetig um rund zehn Prozent pro Jahr gewachsen. Die hohe Rechtssicherheit, die niedrige Korruptionsrate und nicht zuletzt das einfache Steuersystem, all das sind Gründe dafür, dass sich so viele deutsche, europäische und amerikanische Unternehmen in Hongkong ansiedeln.“

