KfW verbessert Kreditvergabe an den Mittelstand

banknoten.jpgDie Betriebsmittelvariante des KfW-Sonderprogramms wird erweitert und flexibilisiert. Mittelständische Unternehmen können sich mit Hilfe des KfW-Sonderprogramms schon jetzt die Finanzierung der Betriebsmittel für das Gesamtjahr 2010 sichern. Bisher konnte lediglich der aktuelle Liquiditätsbedarf beantragt werden. 

Im Zusammenhang mit dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel einberufenen Wirtschafts- gipfel am 2. Dezember hat die KfW zusammen mit der Bundesregierung eine Reihe von Flexibilisierungen im KfW-Sonderprogramm für Mittelständische Unternehmen erarbeitet.

Flankiert wird die Erleichterung der Kreditversorgung zudem durch längere Auszahlungs- fristen und größere Gestaltungsmöglichkeiten bei der Rückzahlung. Dies ermöglicht laut Bundeswirtschaftsministerium eine flexible und bedarfgerechte Inanspruchnahme der Mittel für die Unternehmen.

Bei Investitionskrediten aus dem KfW-Sonderprogramm sind künftig für mittelständische Unternehmen längere Laufzeiten möglich. Langfristige Investitionen können danach auf 20 Jahre statt 15 Jahre finanziert werden und auch eine Verlängerung der Freijahre ist beabsichtigt.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ist Planungssicherheit. Künftig bietet die KfW in allen Varianten des KfW Sonderprogramms eine Option für eine längere Zinsbindung der Kreditnehmer an. Bisher ist die Zinsbindung aus beihilferechtlichen Gründen bis 2012 begrenzt. Die längere Zinsbindung ist mit einem beihilfefreien Zinssatz verbunden. Die Zinssätze orientieren sich dabei grundsätzlich an den Kapitalmarktzinsen für die entsprechenden Laufzeiten. Diese genannten Änderungen werden im Laufe des Januar 2010 umgesetzt. Der Start ist für den 01. Februar 2010 beabsichtigt.

Der Vorstandsvorsitzende der KfW-Bankengruppe Dr. Ulrich Schröder sagte: „Es ist wichtig, dass der sich abzeichnende Aufschwung nicht aufgrund fehlender Kreditmittel  abgewürgt wird und gesunde Unternehmen nicht in Existenz bedrohende Situationen geraten. Deshalb kommt es darauf an, dass die Unternehmen jetzt ausreichend mit Finanzmitteln versorgt sind. Die KfW leistet mit diesen Maßnahmen hierzu einen konkreten, sofort wirksamen Beitrag.“

Weitere Informationen: KfW-Sonderprogramm

HypoVereinsbank und KfW schließen Vertrag über Globaldarlehen für Mittelstandskredite 

Am  9. Dezember haben die die HypoVereinsbank und die KfW in einen Vertrag über ein Globaldarlehen für Mittelstandskredite in Höhe von 500 Millionen Euro unterzeichnet.

Dieses Globaldarlehen ist Teil des bis Ende 2010 laufenden Maßnahmenpaktes der Bundesregierung (Deutschlandfonds) und soll dazu dienen, den Kreditmarkt für Unternehmen zu stabilisieren.

„Das Globaldarlehen ist für uns ein wichtiges Produkt, um mittelständische Unternehmen in Deutschland zu unterstützen, die aufgrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise vorübergehende Finanzierungsschwierigkeiten haben, jedoch strukturell gesund und langfristig wettbewerbsfähig sind“, sagte Lutz Diederichs, Vorstand der HypoVereinsbank für Corporate & Investment Banking.

Die KfW Bankengruppe und HypoVereinsbank arbeiten bereits seit dem Jahr 2003 auf Globaldarlehensbasis zusammen und haben dabei mehrere Globaldarlehensverträge zur Mittelstandsfinanzierung abgeschlossen.

„Mit dem Abschluss dieses Globaldarlehens leisten wir einen weiteren Beitrag dazu, dass der Mittelstand im einsetzenden Aufschwung ausreichend Finanzmittel erhält. Dabei können wir mit der HypoVereinsbank auf einen langjährigen Partner im Bereich der Mittelstandsförderung zählen“, sagte Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe für das Inländische Fördergeschäft.

Die HypoVereinsbank will die Mittel aus dem Globaldarlehen nutzen, um mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Millionen Euro und großen Unternehmen mit einem höheren Jahresumsatz zinsgünstige, flexible und maßgeschneiderte Kredite zur Verfügung zu stellen. Den mit dem Globaldarlehen verbundenen Zinsvorteil gibt die Bank in Form von zinsgünstigen Krediten vollständig an Unternehmen weiter.

Bild: Banknoten (Foto: EZB)

One Comment

  1. Stellen Sie sich vor, ein Doktor müsste bei Quelle Versand seinen Motorroller auf 48 Monate Pump kaufen? Das ist doch für einen Angestellten undenkbar! Da fallen doch Girokontozinsen aus!

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