Neues Format ZUGFeRD für Rechnungen

ZUGFeRD heißt das einheitliche Format für den elektronischen Rechnungsversand zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) stellt eine Vorabversion des Formats – einen sogenannten Release Candidate – kostenlos zur Verfügung. ZUGFeRD kann damit ab sofort in Finanz- und Buchhaltungssoftware eingesetzt werden.

„Damit sind die Weichen gestellt, um die Kosten bei der Rechungsverarbeitung konse-quent zu senken“, ist Stefan Engel-Flechsig, Leiter des FeRD, überzeugt. „Möglich gemacht hat das der Gesetzgeber mit dem Steuervereinfachungsgesetz von 2011.“

Nach Stellungnahme von Verbänden und öffentlicher Verwaltung im FeRD wird das Datenformat bis Anfang 2014 endgültig fertiggestellt. Der Release Candidate wird mit dieser Endfassung kompatibel sein. Anwendungen für den elektronischen Rechnungs-versand können somit ab sofort erstellt werden.

ZUGFeRD steht für Zentraler User Guide des Forum elektronische Rechnung Deutschland. Das neue Rechnungsformat wurde erstmals auf der CeBIT 2013 durch BMI, BMWi und BITKOM öffentlich vorgestellt. Rechnungen im ZUGFeRD-Format werden als PDF in einer E-Mail versendet. Besonderheit: Das spezielle PDF/A 3-Format enthält eine integrierte, standardisierte XML-Datei. So können die Rechnungsdaten automatisch mit der Buchhaltungssoftware erstellt und verarbeitet werden.

Das ZUGFeRD-Format basiert auf einem UN/CEFACT-Rechnungsstandard, einer ISO-Norm für den PDF-Versand sowie europäischen Empfehlungen zum Versand elektro-nischer Nachrichten. Deutschland stellt damit als erster Mitgliedsstaat der Europäischen Union ein Datenformat für den Rechnungsversand vor, das auf internationalen Standards beruht und auch weltweit einsetzbar ist. An der Entwicklung war neben Unternehmen aus Automobilindustrie, Konsumgüterbranche – unter anderem vertreten durch GS1 Germany, Bankensektor, Gesundheitswesen und Softwareindustrie auch die öffentliche Verwaltung beteiligt.

„ZUGFeRD wird bestehende EDI-Standards ergänzen und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, von papierbasierten auf elektronische Prozesse umzustellen“, erklärt Klaus Förderer, EDI-Experte bei GS1 Germany. Der internationale Dienstleister hat seine langjährige Expertise im Bereich elektronischer Nachrichten im FeRD eingebracht und unterstützt Unternehmen jetzt bei der Einführung.

Das Informationspaket zum ZUGFeRD Release Candidate kann von Interessenten auf der Website des FeRD unter www.ferd-net.de heruntergeladen werden.

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