So kaufen Hotels ein

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt im Einkauf strategische Bedeutung. Auf nur fünf Lieferanten konzentriert sich knapp die Hälfte des Einkaufsvolumens eines Hotels. E-Procurement hat den telefonischen Bestellweg eingeholt. Dies sind drei Ergebnisse der Anfang Februar erschienenen progros-Trendstudie „Einkauf in der Hotellerie“ 2010/2011.

Die wissenschaftliche Studie wurde vom Supply Chain Management Institute SMI an der EBS Business School in Wiesbaden unter Leitung von Professor Doktor Christopher Jahns und Professor Doktor Michael Henke durchgeführt. Ein repräsentativer Querschnitt der führenden Hotellerie wurde mit Unterstützung der Food + Beverage Management Association (FBMA), der Hoteldirektorenvereinigung (HDV) und dem Hotelverband Deutschland (IHA) befragt. Die Einkaufsstudie präsentiert eine Bestandsaufnahme über das repräsentative Einkaufsverhalten in der deutschen Hotellerie, aktuelle Einkaufstrends und relevante Marktdaten.
Die Bedeutung des strategischen Einkaufsmanagements ist in den vergangenen Jahren konstant gestiegen. Obwohl die deutsche Hotellerie im Vergleich zu anderen Branchen in Sachen Einkauf zwar immer noch in den Kinderschuhen steckt, hat das Thema seit der ersten Einkaufsstudie im Jahre 2006 einen enormen Sprung nach vorne gemacht. Jochen Oehler, Geschäftsführer der progros bestätigt: „Zwar haben Einkauf und Supply Management in den letzten Jahren ihren Einfluss auf den Unternehmenserfolg deutlich ausbauen können. Es ist jedoch erforderlich, dass in der Hotellerie eine strategische und finanzorientierte Sicht auf den Einkauf die reine Preis- oder Kostenorientierung im Einkauf ablöst. Die Hotellerie steht hier noch am Anfang der Entwicklungsphasen des Einkaufs, den so genannten Reifegraden. Die gute Nachricht dabei: Es gibt in unserer Branche eine Menge Optimierungsmöglichkeiten.“ Während in anderen Industriebranchen die Wertschöpfungstiefe nur bei rund 40 Prozent liegt, ist sie in der Hotellerie mit 60 Prozent deutlich höher. Das bedeutet aber, dass bereits 40 Prozent des Anteils an den Umsatzerlösen von zum Beispiel outgesourcten Partnern oder durch Zukauf von Produkten und Leistungen erbracht werden. Diese Kosten können durch strategische Einkaufslösungen im Sinne einer Optimierung der Liquidität verbessert werden.

Weitere Informationen: progros Trendstudie – Einkauf in der Hotellerie

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