Eine Frage der Materialgruppenstrategie

Das Lieferantenmanagement von MANN+HUMMEL, Weltmarktführer am Filtrationsmarkt, ist eine Klasse für sich. Als Entwicklungspartner und Serienlieferant der internationalen Auto-mobil- und Maschinenbauindustrie legt MANN+HUMMEL besonders hohen Stellenwert auf sein Lieferantenmanagement (SRM). Nur mit der richtigen Lieferantenbasis kann MANN+HUMMEL innovative Produkte in bester Qualität auf den Markt bringen und so seine strategischen Ziele erreichen. Ein wichtiger Schritt zu einer besseren und reibungslosen Zusammenarbeit mit den Zulieferern war die Entscheidung, ein Lieferantenportal einzu-führen. „Als Weltmarktführer in der Automobilfiltration ist für uns die richtige Lieferanten-basis von strategischer Bedeutung für wirtschaftlich gesundes und nachhaltiges Wachs-tum“, so Hanno Höhn, Group Vice President Purchasing bei MANN+ HUMMEL. Für die Durchsetzung der materialgruppenspezifischen Lieferantenstrategie und für eine bessere Steuerung des globalen Einkaufs setzt das Traditionsunternehmen auf die Einkaufslösung POOL4TOOL. MANN+HUMMEL verwirklicht damit seine Vision „One portal, one face towards the supplier“.

Früher mussten Lieferanten eine Vielzahl von Systemen bedienen. Der eLösungsspezialist POOL4TOOL bringt die Einkaufsorganisation der Vision „One portal, one face towards the supplier“ einen entscheidenden Schritt näher.

Es kommt auf die Warengruppe an
Die Lieferantenregistrierung und –freigabe ist bei MANN+HUMMEL sehr komplex und wird durchgängig über das Portal abgewickelt. Lieferanten durchlaufen einen workflowbasierten Registrierungsprozess. Der mehrstufige und differenzierte Freigabeprozess ist eine Beson-derheit. Denn bei der Registrierung und Freigabe von Lieferanten unterscheidet MANN+ HUMMEL zwischen jenen für Produktionsmaterial und Lieferanten für Nicht-Produktions-material/Serviceleistungen. Je nach Materialgruppe wird der entsprechende interne Genehmigungsworkflow gestartet. Präzise Informationen über die Leistungsfähigkeit der Lieferanten als Entscheidungsgrundlage erhält das Unternehmen über die warengruppen-spezifischen Fragebögen. Die Informationen über Lieferanten, Warengruppen und Konditionen, die alle zentral im System zusammenlaufen, sind die Grundlage für alle wesentlichen operativen und strategischen Einkaufsprozesse.

MANN+HUMMEL hat hohe Qualitätsanforderungen an seine Lieferanten, deshalb erfolgt die endgültige Freigabe erst nach einer Auditierung durch die Lieferantenentwicklung. POOL4TOOL macht diesen differenzierten und standardisierten Prozess erst beherrschbar und ist an dieser Stelle Voraussetzung für eine optimale Lieferantenbasis. Trotz des hohen Standardisierungsgrades erfordern regionale Besonderheiten in Einzelfällen eine Sonder-lösung im System. Mit der Freigabe des Lieferanten erfolgt automatisch eine Klassifi-zierung auf regionaler Ebene, um lokale und globale Anforderungen im Gesamtportfolio von MANN+HUMMEL abzubilden. Damit wird die Lieferantenstrategie konsequent umgesetzt und die Anzahl neuer Lieferanten in den Warengruppen gesteuert.

Strategische Lieferanten bevorzugt
Die Abwicklung von Ausschreibungen über das Lieferantenportal stellt für den Einkauf wohl die größte praktische Entlastung dar. Mit einer sogenannten eRFQ kann der Einkäufer eine Ausschreibung direkt im System erstellen und an ausgewählte Lieferanten per E-Mail ver-senden. Die Lieferanten geben ihre Angebote anschließend ebenfalls online ab, wodurch sich automatisch bzw. „per Knopfdruck“ ein Angebotsvergleich inkl. standardisiertem Cost Break Down generiert. Die Standardisierung des gesamten Anfrageprozesses innerhalb des Konzerns erhöht die Prozessqualität signifikant. Im Rahmen der eRFQs können nur noch die Lieferanten eingeladen werden, die in der entsprechenden Warengruppe und Region freigegeben sind. MANN+HUMMEL stellt so eine Fokussierung auf seine strategischen Lieferanten durch die „Approved Supplier List“ bei Neuvergaben sicher.

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