Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist nach sechs Rückgängen in Folge erstmals wieder gestiegen. Die Zufriedenheit mit der gegenwärtigen Geschäftslage hat leicht zugenommen. Zudem blicken die Unternehmen deutlich weniger pessimistisch auf die weitere Geschäftsentwicklung. Die deutsche Konjunktur stemmt sich gegen die Eurokrise.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex nach einer halbjährigen Abwärts-bewegung etwas gestiegen. Die Zufriedenheit mit der Geschäftslage hat sich leicht verbessert. In Bezug auf die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr äußerten sich die Umfrageteilnehmer nicht mehr ganz so pessimistisch. Die Exporterwartungen haben nach drei Monaten wieder in den positiven Bereich gedreht.
Im Großhandel ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Die befragten Großhändler berichteten von einer sprunghaften Verbesserung der Geschäftslage. Darüber hinaus blicken sie deutlich weniger pessimistisch in die Zukunft. Auch im Einzelhandel hat sich das Geschäftsklima aufgehellt. Während die Einzelhändler ihre aktuelle Lage etwas schlechter einschätzen, rechnen sie mit einem deutlich besseren Geschäftsverlauf in der Zukunft.
Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima merklich erholt. Die Bauunternehmer berichteten von einer spürbar verbesserten Geschäftssituation und äußerten sich auch zuversichtlicher bezüglich der weiteren Entwicklung.
Der ifo Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe Deutschlands hat im November erneut etwas nachgegeben. Die aktuelle Geschäftslage wird zwar unverändert gut eingeschätzt. Die weiteren Geschäftsaussichten werden jedoch etwas pessimistischer als im Vormonat beurteilt. Die Neigung, weiter Personal einzustellen, blieb unverändert geringfügig positiv.
Grafik: Geschäftslage und -erwartungen nach Wirtschaftsbereichen Quelle: ifo Konjunkturtest

