Insolvenzerwartungen leicht rückläufig

Der Deutschland-Index der Wirtschaftsauskunftei Hoppenstedt360 ist im Februar leicht gesunken. Damit sinkt die Zahl der für die kommenden 12 Monate erwarteten Unternehmensausfälle etwas. Der Deutschland-Index lag im Februar 2013 bei 89,81 Prozent und damit zwei Prozent niedriger als im Vormonat (Januar 2013: 92,18 Prozent). Hoppenstedt360 prognostiziert somit eine sinkende Zahl der Unternehmensausfälle in den kommenden 12 Monaten im Vergleich zu den Vormonaten. Im Februar 2012 lag der Index bei 91,12 Prozent und damit über dem aktuellen Wert von Februar 2013. Somit ist im Vergleich zum Vorjahr die Insolvenzerwartung gesunken. Der Index liegt aktuell auch unter dem Referenzwert 100 von Ende Dezember 2010.

„Auch wenn sich der Index im langfristigen Vergleich verbessert hat, liegt er immer noch schlechter als im Vorquartal“, so Martin Zuberek, Direktor und Risikoexperte der Hoppenstedt360 GmbH. „Das Insolvenzrisiko ist immer noch vorhanden.“ Nach wie vor stellen die Entwicklung der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft in 2013 große Unsicherheitsfaktoren dar. Aktuell ist vor allem unklar, ob die umstrittene Rettung Zyperns Auswirkungen auf die übrigen europäischen Märkte haben wird und die Stabilität des Euro-Raumes beeinflusst.

Der Wert 100 bildet die Gesamtheit der deutschen Unternehmen ab, die am 31. Dezember 2010 Gefahr liefen, in den darauffolgenden 12 Monaten auszufallen. Die Entwicklung zeigt, dass der Umfang dieser Gruppe kleiner wird. Stand Februar 2013 werden 11 Prozent weniger Unternehmen ausfallen als noch Ende 2010 errechnet.

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