Im April 2011 hat Kloepfel Consulting GmbH, Düsseldorf eine Blitzumfrage zum Thema „Mitarbeiterqualifizierung im Einkauf“ durchgeführt. Die Teilnehmer kommen aus allen Branchen (u.a. Maschinen- und Anlagenbau (25%), Automobil- und Zulieferindustrie (16%), Chemie, Pharma, Healthcare (9%)) und sind zu 90% im Einkauf tätig, davon 39% als Einkaufsleiter. Einige Auszüge der Befragung:
Fast jeder vierte Mitarbeiter im Einkauf wird überhaupt nicht geschult. 2/3 der Teilnehmer werden 1- bis 2-mal pro Jahr, acht Prozent 3- bis 5-mal und zwei Prozent öfter als 5-mal geschult. Dabei gibt es innerhalb der Branchen große Unterschiede.
Beim Vergleich mit anderen Abteilungen kommen Einkaufsmitarbeiter bei Schulungen schlecht weg. 38% der Teilnehmer gehen davon aus, dass Einkäufer weniger oft geschult werden als Kollegen anderer Abteilungen. Nur 16% glauben, dass sie häufiger geschult werden.
Gefragt nach dem Kenntnisstand der Einkaufsmitarbeiter ihres Unternehmens in den verschiedenen Disziplinen zeigt sich sehr deutlich, wie unterschiedlich ausgeprägt dieser ist und auch branchenabhängig ausfällt. 31% der Teilnehmer sind der Meinung, dass die Mitarbeiter in ihrer Einkaufsabteilung schlechter als der Wettbewerb qualifiziert sind, 15% glauben, dass sie besser sind, 45% empfinden sich gleichwertig.
Die Paradedisziplin unter Einkäufern ist die Disposition und Logistik, dahinter kommen Lieferantenmanagement und Verhandlungstechnik. Am schlechtesten schneiden Einkäufer beim Thema Risikomanagement, Präsentation/Moderation und Kostenstrukturanalyse ab. Auffällig ist, dass beim Thema Risikomanagement – in Zeiten volatiler Rohstoffmärkte aktueller denn je – der Kenntnisstand jedoch in allen Branchen am geringsten ist. Hier besteht offensichtlich am meisten Nachholbedarf.
Die Einkäufer der Branchen Chemie, Pharma und Healthcare sind von allen Branchen am besten qualifiziert, die IT/Telekommunikationsbranche schneidet am schlechtesten ab.

