Partner kommen für SAP-Software ins Spiel

18. Mai 2010 · IT&TK, Unternehmen ·  

Jim Hagemann Snabe

Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP AG

SAP kündigt eine neue Version von SAP Business ByDesign an. Für den Vertrieb der integrierten On-Demand-Geschäftssoftware für mittelständische Unternehmen wird das Partnernetz ausgeweitet. Die milliardenschwere Übernahme von Sybase soll  die Verbreitung von SAP-Lösungen über mobile Plattformen beschleunigen.

Derzeit ist SAP Business ByDesign in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien und den USA verfügbar. Der Vertrieb in weiteren Ländern ist ab Anfang 2011 geplant. Für die On-Demand-Software haben sich laut SAP mehr als 100 Pilotkunden entschieden.

Die Lösungserweiterungen erlauben es, mithilfe der In-Memory-Technologie umfangreiche Analysen in Echtzeit durchzuführen. Außendienstmitarbeiter können jetzt auch über mobile Endgeräte auf wichtige Geschäftsprozesse zugreifen. Die Ankündigung erfolgte auf der SAP-Kundenkonferenz SAPPHIRE NOW, die vom 17. bis 19. Mai zeitgleich in Frankfurt am Main und Orlando, USA, stattfindet.

SAP Business ByDesign ist eine vollständig integrierte Unternehmenssoftware, die speziell auf kleine und mittelständische Unternehmen ausgerichtet ist. Verfügbar im On-Demand-Betriebsmodell, lässt sich die Software schnell und einfach in Betrieb nehmen und bietet dem Kunden eine große Auswahl an durchgängigen Geschäftsprozessen.

SAP plant, das Partnernetz für SAP Business ByDesign auszuweiten und dessen Aufbau zu beschleunigen. Das Partnerprogramm für SAP Business ByDesign sieht vor, dass die Vertriebspartner nicht nur die Lösung vertreiben, sondern auch zusätzliche Funktionen und Services entwickeln.

Die On-Demand-Software SAP Business ByDesign wurde speziell für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt. Es ist laut SAP eine spezielle Unterstützung der Partner geplant, damit sie die Lösung schnell auf dem Markt positionieren, vertreiben und implementieren können.

Für ihr Mittelstandsportfolio hat SAP bereits ein Partnernetz mit weltweit rund 9.700 Unternehmen aufgebaut. Die Vertriebspartner liefern die Lösungen aus, unterstützen den Betrieb und entwickeln Erweiterungen. Auch bei der Markteinführungsstrategie für SAP Business ByDesign sollen die Partner eine sehr wichtige Rolle spielen. SAP arbeitet mit einer Gruppe von cirka 80 Partnern zusammen, die im Rahmen von Kundenprojekten zusätzliche Funktionen und Services entwickelt haben. (siehe All about Sourcing, Ausgabe Juni/Juli 2010)

Bei der Mietsoftware entfällt der Zeitaufwand für die Wartung der IT-Infrastruktur. Mit dem nächsten SAP Business ByDesign Feature Pack bietet SAP ihren Vertriebspartnern nicht nur die Möglichkeit, in das On-Demand-Geschäft einzusteigen, sondern auch direkt mit den Kunden Verträge abzuschließen und eigene Kundenbeziehungen zu pflegen. Ihr Geschäft beschränkt sich dann nicht nur auf den Vertrieb und die Einführung der Lösung, sondern sie können auch zusätzliche Dienstleistungen rund um die Software anbieten. Dazu zählen Backoffice-Dienste, Beratung, Change Management oder Datenmigration. Das Partnerprogramm bildet die vertragliche Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Partner und SAP.

Beim Aufbau des neuen Partnernetzes konzentriert sich SAP zunächst auf die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien, später ist eine Ausdehnung auf Indien und China geplant. Für Partner und Multiplikatoren, die Kundenkontakte herstellen, soll es ebenfalls Kooperationsmöglichkeiten geben.

SAP vereinbart Übernahme mit Sybase, Inc.

SAP und Sybase, Inc., Dublin, Kalifornien (USA) haben am 12. Mai bekannt gegeben, dass die Tochtergesellschaft der SAP AG, SAP America, Inc., und Sybase eine Vereinbarung zur Übernahme von Sybase unterzeichnet haben. Durch die Kombination der beiden führenden IT-Unternehmen sollen Lösungen für „drahtlose“ Unternehmen entstehen. „Anwender wollen heute immer öfter auf ihre Geschäftsapplikationen über mobile Endgeräte zugreifen – gleich, ob es ein Planer in der Fertigung, ein Manager im Einzelhandel oder ein Unternehmer in einem Schwellenland ist“, sagte Jim Hagemann Snabe, Vorstands- sprecher der SAP AG. „Durch die Kombination von SAP und Sybase können Anwendungen auf führenden mobilen Endgeräten genutzt werden. Außerdem werden Innovationen rund um das etablierte Datenbankgeschäft von Sybase ‚echte‘ Echtzeitanalysen ermöglichen und die jahrzehntelange Barriere zwischen Unternehmensanwendungen und -analyse beseitigen.“ Sybase wird als eigenständige Einheit unter dem Namen „Sybase, ein Unternehmen der SAP“ agieren. Auch nach der Übernahme soll das Management von Sybase die Geschäfte führen. Der Vorstand der SAP AG beabsichtigt, dem Aufsichtsrat der SAP AG die Berufung des CEO und Chairman von Sybase in den SAP-Vorstand vorzuschlagen.

Auf der Grundlage der Übernahmevereinbarung wird SAP America, Inc., ein öffentliches Angebot zur Übernahme aller ausstehenden Aktien von Sybase gegen Barvergütung von 65,00 US-Dollar pro Sybase-Aktie veröffentlichen. Dies entspricht einem Unternehmens- wert (Enterprise Value) von etwa 5,8 Milliarden US-Dollar.

Bild: Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP AG (Foto: SAP)

Ihren XING-Kontakten zeigen

Kommentare

Ihre Meinung zur Meldung




  • Wirtschaftszeitung für Beschaffung
  • Sourcing-News per RSS-Feed News per RSS     English English

     

  •  

  •  

  •  

     

Letzte Meldungen

 

Aus dem Anbieter-Verzeichnis



MEINUNGSUMFRAGE

Diesel-Fahrverbot: Mit welchen Auswirkungen rechnen Sie?