Seit Anfang Januar baut Linde Material Handling (Linde MH) in Aschaffenburg eine neue Evolutionsstufe der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler H20 bis H50: die EVO-Modelle. Am Freitag den 12. April 2013 haben die an der Produktion beteiligten Mitarbeiter im Werk in Aschaffenburg-Nilkheim nun die erfolgreiche Markteinführung der EVO-Modelle gefeiert. Um den Produktionsanlauf reibungslos zu gestalten, hat Linde MH im Vorfeld erstmals auf ein neues Schulungssystem für die Mitarbeiter gesetzt.
Die verbrennungsmotorischen Stapler H20 bis H50 EVO im Traglastbereich von zwei bis fünf Tonnen stellen ein Facelift der Modelle der erfolgreichen Baureihen 392/93 und 394 dar, von denen Linde MH seit der Einführung vor rund zehn Jahren eine Stückzahl im sechsstelligen Bereich gebaut hat. „Dank neuer, abgasarmer Motoren sind die EVO-Modelle die saubersten Dieselstapler, die es bei Linde je gab. Sie unterschreiten die gesetzlich geforderten Schadstoffgrenzwerte um durchschnittlich 69 Prozent“, erklärt Daniel Butte, Produktmanager Gegengewichtsstapler. „Die Geräte verfügen über einen serien-mäßig eingebauten Dieselpartikelfilter und sind so sogar für den Einsatz in geschlossenen Bereichen geeignet.“ Darüber hinaus zeichnen sich die neuen Fahrzeuge durch größere Energie-Effizienz sowie mehr Ergonomie und Sicherheit für den Fahrer aus.
Vor Produktionsanlauf der EVO-Modelle wurde bei Linde MH erstmals ein neuartiges Schulungssystem eingesetzt, um den Produktionsanlauf reibungslos zu gestalten und die rund 160 beteiligten Mitarbeiter optimal auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Auf dem Werksgelände von Linde MH wurde eine Schulungslinie – bestehend aus fünf Arbeits-stationen und drei Standmontagen für Motoren sowie Regalen, Arbeitstischen, Bekranung und einem Logistik-Bereich zur Anlieferung und Prüfung von Großkomponenten oder Ersatzteilen – gebaut, an der die Mitarbeiter den Montageablauf für die neuen Stapler erlernt und getestet haben. Dieses Schulungsmodell will Linde MH nun auch vor jedem weiteren Produktionsanlauf einsetzen, denn bei den EVO-Modellen hat es sich bewährt.
„Es dauerte nur etwa zwei Wochen, die Produktion auf Drehzahl zu bekommen“, sagte Frank Schepp, Produktionsleiter Gabelstapler. „Das war nur als Teamleistung zu bewältigen. Entwickler, Logistiker, Qualitätsprüfer, Planer und die Mitarbeiter in der Produktion haben Hand in Hand gearbeitet, um das alles zu stemmen.“ Schon ein Jahr vor Produktionsanlauf haben Schepp und sein Team sich intensiv mit dem Produkt beschäftigt. „Neue Komponenten wurden entwickelt und wir haben Prozesse und Anlagen angepasst“, so Schepp. „Den Mitarbeitern, die den erfolgreichen Produktionsanlauf ermöglicht haben, gebührt ein besonderer Dank für die geleistete Arbeit und die Anstrengung der letzten Monate.“ Schepps oberstes Ziel ist es, den Kunden zum richtigen Zeitpunkt hochwertige Fahrzeuge zu liefern. „Wir machen das“, verspricht er.

