Nachdem die Rohwedder AG am 26. März 2010 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenz- verfahrens beim Amtsgericht Konstanz gestellt hat, kann der Geschäftsbetrieb mit den vorhandenen finanziellen Mitteln nicht dauerhaft aufrechterhalten werden.
Im Geschäftsjahr 2008 hatte der Konzern rund 22,8 Millionen Euro Verlust gemacht. 2009 dürfte der Verlust laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Volker Grub ähnlich hoch ausgefallen sein. Vorstand und vorläufiger Insolvenzverwalter bemühen sich deshalb um Investoren für alle Geschäftsbereiche der Rohwedder AG. Diese werden voraussichtlich im Rahmen einer übertragenden Sanierung veräußert. Dies bedeutet, dass nach eröffnetem Insolvenzverfahren die Rohwedder AG selbst nicht fortgeführt, sondern liquidiert wird und die Aktionäre auf ihr Kapital mit keinen Zahlungen rechnen können.
Noch am 29. März zeigte sich Dr. Volker Grub zuversichtlich und kündigte an, dass das Unternehmen mit seinen Standorten in Bermatingen, Radolfzell, Lörrach und Bruchsal in vollem Umfang weitergeführt werden solle und dass er die Hoffnung habe, für Rohwedder rasche Lösungen zu finden.

