Überraschend verhaltene Investitionsbereitschaft bei überwiegend positiven Erwartungen an das Geschäftsjahr 2014 – mit dieser Kurzformel lassen sich die Ergebnisse der Online-Umfrage von Techpilot bei Zulieferunternehmen der Metall- und Kunststoffindustrie zusam-menfassen. Über 70 Prozent der Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, wollen im laufenden Jahr nicht in nennenswertem Umfang investieren. Sie planen Investi-tionen von maximal 200.000 Euro. Knapp 20 Prozent wollen 2014 bis zu eine Million Euro in die Hand nehmen, und nur wenige Unternehmen wollen über eine Million Euro für die Erweiterung oder Erneuerung ihres Maschinenparks, für die Personalentwicklung oder für Gebäude nutzen, um nur einige Beispiele zu nennen. Bei mehr als zwei Drittel der Unter-nehmen stehen also größere Fertigungsmaschinen oder gar ein deutlicher Ausbau der Fertigungskapazitäten nicht auf der diesjährigen Einkaufsliste.
Frank Sattler, Gründer und Geschäftsführer von Techpilot, betont: „Diese deutliche Zurück-haltung war für uns überraschend, weil die Stimmung im Markt eigentlich gut ist. Das zeigen auch die Antworten auf unsere Frage nach der Umsatz- und Auftragsentwicklung, die beide überwiegend positiv eingeschätzt werden.“
Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten immerhin über 20 Prozent der Zulieferer Umsatz-steigerungen von mindestens 10 Prozent, 52 Prozent sehen ein moderates Plus von 2 bis 5 Prozent. Weitere 20 Prozent halten einen gleichbleibenden Umsatz im laufenden Jahr für wahrscheinlich, und 5 Prozent der Rückmeldungen sprechen von Umsatzrückgängen zwischen 2 und 5 Prozent. Insgesamt prognostiziert ein Viertel der Unternehmen für sich kein Wachstum für das laufende Jahr.
Frank Sattler erklärt: „Der scheinbare Widerspruch zwischen den guten Erwartungen und der niedrigen Investitionsbereitschaft scheint darauf hinzudeuten, dass viele Unternehmen jetzt versuchen, vorhandene Kapazitäten maximal auszulasten, bevor sie in neue Maschi-nen investieren.“
Bei der Frage nach den größten Herausforderungen im Jahr 2014 stand denn auch die Sorge um qualifiziertes Personal und um die Personalkosten im Vordergrund, gefolgt von Investitionen in Innovation und Kundenservice.
Marketingkanäle und Marketingaktivitäten in der Lohnfertigung
Der zweite Teil der Befragung stand unter der Überschrift Marketing und Vertrieb. Wie intensiv werden bestimmte Marketingkanäle und Marketinginstrumente genutzt und wie bewerten die Zulieferunternehmen die Erfolgsquote. Mehrfachnennungen waren natürlich möglich. Die wichtigste Quelle für neue Auftraggeber ist mit Abstand die persönliche Empfehlung (80 Prozent), gefolgt von der Telefonakquise (43 Prozent) und dem Besuch von Veranstaltungen und Messen (40 Prozent). Etwa ein Drittel nutzt Einträge in Branchen-büchern und in sonstigen Online-Verzeichnissen. Ebenfalls ein Drittel engagiert sich im Suchmaschinenmarketing, nutzt Google AdWords und setzt auf Direkt-Mailings. Nur 16 Prozent sind in Sozialen Medien vertreten und nur 5 Prozent schalten Banner-Werbung, wohingegen 23 Prozent der Techpilot-Kunden unter den Zulieferunternehmen Anzeigen in Fachzeitschriften als Werbeinstrument nutzen.

