ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum eingetrübt

ifo_wirtschaftliche_Lage_Euroraum_3.Quartal_2014Der ifo Index für die Wirtschaft im Euroraum ist im dritten Quartal von 123,0 auf 118,9 Punkte gesunken. Während die Beurteilung zur aktuellen Lage unverändert auf niedrigem Niveau verharrte, haben nun aber auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich nachgegeben. Die befragten Experten befürchten steigende Energiepreise und Einschränkungen beim Export durch den Ukraine-Konflikt.

In den meisten Ländern des Euroraums kehrte die zum 2. Quartal leicht verbesserte Lage-beurteilung wieder auf das niedrige Niveau zu Jahresbeginn zurück. Vor allem in Finnland und Estland, zwei Länder mit ausgeprägtem Russlandgeschäft, trübte sich die derzeitige wirtschaftliche Lage deutlich ein. Nur in Irland, den Niederlanden und Österreich zeichnet sich eine leichte Verbesserung auf gedämpftem Niveau ab. Deutschland sticht weiterhin mit einer sehr guten wirtschaftlichen Verfassung heraus.

Die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate für den Euroraum liegen zwar noch auf hohem Niveau, sind aber weniger optimistisch als im Vorquartal. In Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Slowenien berichten die befragten Wirtschaftsexperten nach wie vor von schwierigen Finanzierungsbedingungen für Unternehmen, auch wenn die Kreditvergabe etwas weniger restriktiv als noch im Januar zu sein scheint. In Deutschland gilt die Vergabe dagegen als nicht restriktiv.

Die erwartete Inflationsrate ist seit Ende 2012 kontinuierlich gesunken. Sie liegt nun für 2014 bei 1,1 Prozent, was die EZB für zu niedrig hält. In diesem Umfeld werden die Kurz-fristzinsen im nächsten halben Jahr nach Meinung der Befragten auf dem derzeit niedrigen Niveau verharren. Wie schon bei der vorausgegangenen Umfrage erwarten nur wenige Teilnehmer auf Sicht von sechs Monaten einen Anstieg der langfristigen Zinsen.

Grafik: Wirtschaftliche Lage im Euroraum 3.Quartal 2014 Quelle: ifo

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