
Das Schoeller Werk hat sein Produktportfolio im Bereich längsnahtgeschweißter Edelstahl-rohre für Hochdruckeinspritzsysteme von Ottomotoren erweitert. Die neuen Produkte aus Lean-Duplex-Werkstoffen und austenitischen Chrom-Nickel-Stählen tragen mit einer Streckgrenze von 500 MPa dem Bedarf nach geringerem Kraftstoffverbrauch und weiter reduzierten CO2-Emissionen Rechnung: Die Kraftstoffleitungen halten bei gleichbleibenden Abmessungen einem gesteigerten Betriebsdruck von 350 bar stand. Dadurch sind die Lösungen des Schoeller Werks eine wirtschaftliche Alternative zu nahtlosen Rohren, deren Einsatz mit einer erhöhten Wandstärke einhergeht.
Wie effizient ein Benzinmotor arbeitet, entscheidet unter anderem die Leistungsfähigkeit des Einspritzsystems, das dem Brennraum unter Hochdruck die optimale Menge an Kraftstoff zuführt. Um Ottomotoren sparsamer und umweltschonender zu konstruieren, setzen Automobilhersteller bei den Wirkungsgraden an. So müssen Kraftstoffleitungen von zukunftsweisenden Benzineinspritzsystemen statt den marktüblichen 250 bar Betriebsdruck einer Belastung von bis zu 350 bar standhalten. Mit einer Streckgrenze von 500 MPa ermöglichen die längsnahtgeschweißten Edelstahlrohre des Schoeller Werks auch bei erhöhten Arbeitsdrücken eine dauerhafte Druckbelastbarkeit.
Um die geforderte Streckgrenze von 500 MPa zu erreichen, bietet das Schoeller Werk je nach Verarbeitungsverfahren unterschiedliche Werkstoff- und Ausführungsalternativen an. Die Duplex- und Lean-Duplex-Edelstahllösungen eignen sich, wenn Bauteile abschließend gelötet werden. Durch die Erhöhung der Festigkeit per Kaltumformung sind 18/10 CrNi-Edelstähle die optimale Wahl für Kraftstoffkomponenten, die keiner finalen Wärmebehandlung unterzogen werden. Beide Werkstofflösungen liefert das Schoeller Werk in WIG-geschweißter und kalibrierter oder nachgezogener Ausführung.
Bild: Produktion von Edelstahlrohren im Schoeller Werk; Foto: Schoeller Werk GmbH & Co. KG

