Unternehmen schätzen MDM als Erfolgsfaktor

Die meisten Unternehmen wissen, wie wichtig eine Stammdaten-Strategie ist, um Kontrolle über ihre Informationen zu haben. Doch nur wenige verankern diese Auffassung konzernweit, so dass Erfolgspotenziale nicht ausgeschöpft werden. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage von Stibo Systems. Der Master Data Management (MDM)-Lösungsanbieter wollte erfahren, wieso es Unternehmen schwerfällt, ihre zentralen Infor-mationen fehlerfrei zu steuern. Im Herbst 2013 wurden Entscheider aus 165 Konzernen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Schweden zu ihrem Umgang mit Stammdaten befragt.

Stammdaten sind Informationen, die u. a. die Produkte, Lieferanten und Kunden des Unternehmens in der IT-Landschaft abbilden. Werden diese Informationen genutzt und geteilt, kommt es häufig zu Duplikaten des originalen Stammdatensatzes. Diese werden weiter genutzt – eine Quelle für fehlerhafte Informationen, unzufriedene Kunden und eine insgesamt schlechtere Unternehmensleistung.

Bei der telefonisch durgeführten Umfrage von Stibo Systems zum Stammdatenmanage-ment gaben 75 Prozent der befragten Personen an, in ihrem Unternehmen sei eine MDM-Vision bzw. -Strategie verankert. Dennoch war fast ein Drittel (29 Prozent) der Ansicht, dass innerhalb ihres Unternehmens inzwischen eine solche Menge an unterschiedlichsten Daten zu steuern sei, dass sie kaum wüssten, wo sie damit anfangen sollen. 81 Prozent waren überzeugt, dass das Stammdatenmanagement der Informationen innerhalb des gesamten Unternehmens von hoher Relevanz sei. Das konzernweite Informationsmanage-ment rangierte bezüglich der strategischen Bedeutung vor Big Data, cloudbasierten oder agilen Technologien.

Möglichkeiten von MDM nicht voll ausgeschöpft
Innerhalb der befragten Unternehmen liegt die Verantwortung für MDM-Strategien zu 76 Prozent bei C-Level-Führungskräften und zu 52 Prozent bei dem CIO oder dem IT-Direktor. Die Datenverwaltung selbst wird dagegen meist von anderen Abteilungen wie Vertrieb, Marketing und Finanzen umgesetzt. Nur ein Fünftel (19 Prozent) der Manager war der Ansicht, dass ihre Informationen vollständig über alle Businessbereiche integriert seien.

Während ein Drittel der Befragten meinte, die erforderlichen Fähigkeiten zu besitzen, um eine MDM-Strategie vollends auszuschöpfen, waren die übrigen der Ansicht, hierfür sei noch eine Unterstützung Dritter erforderlich. Dennoch schätzten 83 Prozent der Unter-nehmen, dass sie mit ihrer MDM-Strategie genauso erfolgreich oder sogar erfolgreicher seien als ihre Marktbegleiter.

Unternehmen müssen Vorteile von MDM kennen
Manfred Heckt, Geschäftsführer der Stibo Systems GmbH, kommentiert die Umfrage-Ergebnisse: „Unternehmen erkennen das Stammdatenmanagement weitgehend als ‚eine gute Sache‘. Warum das aber tatsächlich so ist, scheint aber nicht in allen Unternehmens-bereichen angekommen zu sein. Wie sich alle Abteilungen oder regionalen Nieder-lassungen funktional besser in den konzernweiten Datenfluss integrieren lassen, anstatt wie bisher weiterhin in Silos zu agieren, scheint meist unklar.“ Er fährt fort: „Auch wenn die Steuerung der MDM-Strategie beispielsweise bei der IT-Abteilung liegt, ist es doch wichtig, dass das ganze Unternehmen weiß, was MDM leistet und welche Vorteile es bringt. Damit das Datenmanagement effektiv sein kann, müssen die strategischen Ziele aller Abteilungen in Einklang gebracht werden und sich jede für die gemeinsame Strategie einsetzen. Dann können die Daten bald noch besser zum Erfolg des Unternehmens beitragen.“

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