VDMA: Rubelsturz macht Zukunft unberechenbar

Die Rubelabwertung und mangelnde Investitionstätigkeit belasten das Russlandgeschäft der deutschen Maschinenbauer schon seit Mitte 2013. In den ersten drei Quartalen 2014 sanken die Maschinenbauexporte nach Russland um 16 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Der aktuelle Absturz verschärft die Situation für die in Russland tätigen Maschinenbau-unternehmen erheblich und macht ein Anziehen der Investitionen in nächster Zukunft unwahrscheinlich.

„Russland ist für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ein sehr wichtiger Markt, dessen Risiken, die sich aus der aktuellen Situation für das kommende Jahr ergeben, zurzeit stündlich wachsen“, erläutert Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft in Frankfurt. „Allerdings ist der deutsche Maschinenbau international sehr gut diversifiziert. Eine Abhängigkeit vom russischen Markt besteht für die Gesamtbranche, im Gegensatz zu einzelnen Unternehmen, nicht.“

Aktuell ist Russland der fünftwichtigste Markt für den deutschen Maschinen- und Anlagen-bau, der Anteil des Russlandgeschäfts am gesamten deutschen Maschinenexport lag in den ersten neun Monaten bei 4,4 Prozent. Noch 2013 war Russland der viertwichtigste Markt für die deutschen Maschinenexporteure, was einem Anteil am Gesamtvolumen von 5,2 Prozent entsprach.

Der Rubel ist schwer angeschlagene Rubel. Die Leitzinserhöhung von 10,5 auf 17 Prozent ist wirkungslos verpufft. Schon vorher war kritisiert worden, dass die Wirtschaft durch diesen Schritt unnötig zugunsten des Finanzsystems belastet wird. Bislang schließt die russische Regierung gesetzliche Einschränkungen im Kapitalverkehr aus, lies der russische Wirtschaftsminister Uljukaew im Anschluss an eine Kabinettssitzung verlautbaren, was von der Wirtschaft wohlwollend aufgenommen wurde.

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