Aus der Idee Auffangwanne wächst ein Konzern

Die Auswahl der richtigen Auffangwanne ist nicht leicht, denn schließlich muss man diverse Vorschriften und Gesetze berücksichtigen – nicht nur das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), sondern z. B. die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und einige mehr. Hier einige wenige Beispiele für zu beachtende Einflussfaktoren: Das Auffangvolumen der Wanne richtet sich nach den zu lagernden Gebinden und muss 10% der Gesamtlagermenge, mindestens jedoch den Inhalt des größten Gebindes aufnehmen können. Ist die Lagerung in Wasserschutzgebieten in Ausnahmefällen erlaubt, muss hier das Auffangvolumen 100% der Lagermenge sein. Sollen entzündbare Gemische gelagert werden, darf die Auffangwanne eine Höhe von 500 mm nicht überschreiten, um die natürliche Lüftung zu gewährleisten. Entsprechend der Eigenschaften der Lagerflüssigkeit muss der geeignete Werkstoff für den Korpus der Auffangwanne gewählt werden. Für viele Stoffe und Gemische reicht eine einfache Stahl-Auffangwanne, verzinkt und/oder lackiert, aus. Bei besonders aggressiven Chemikalien empfiehlt sich hochwertiger Kunststoff, z. B. Polyethylen. Allerdings ist beispielsweise auch zu beachten, dass für die Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten nur Auffangwannen aus nicht brennbaren Materialien, z. B. Stahl, zugelassen sind. Im Zweifel ist eine gute Faustregel, für die Auffangwanne das gleiche Material zu wählen wie das des Gebindes, in dem der Stoff angeliefert wird: also Stahl-Auffangwanne für Stahlfässer, Kunststoff-Auffangwanne für Kunststoff-IBCs usw

Eine Idee zur richtigen Zeit
Aus einer simplen Idee wird manchmal eine echte Innovation. Aus einer Innovation entsteht eine Geschäftsidee und aus dem Geschäft wächst ein Konzern heran. In vielen Unternehmen liegen diese ersten Erfolgsprodukte in Vitrinen oder hängen als Konstruktionszeichnung an der Wand des Vorstands. Bei DENIOS, dem Marktführer für Umweltschutz und Sicherheit im Betrieb gehört die Auffangwanne als Schlüsselinnovation noch heute fest zum Sortiment – und wird stetig weiterentwickelt.

Helmut Dennig kam die Idee zur Auffangwanne in einer alltäglichen Situation: beim Ölwechsel seines etwas in die Jahre gekommenen Volkswagen. In den 1980er Jahren waren die Menschen oftmals unbedacht, wenn mal etwas Öl danebenging, von der Entsorgung des Altmaterials ganz zu schweigen. Schon damals war Dennig bewusst, dass man hiergegen etwas tun müsse. Ein Behältnis zum Auffangen des Öls war der Prototyp der heutigen Auffangwanne. Mit dem Zwischenfall beim Schweizer Chemiekonzern Sandoz, war die Brücke zur produzierenden Industrie schnell geschlagen. Das sich zur gleichen Zeit weiter entwickelnde Wasserhaushaltsgesetz bot die Möglichkeit, das richtige Produkt zur richtigen Zeit an den Markt zu bringen. Das Prinzip einer Auffangwanne ist dabei einfach wie effektiv: Fässer oder andere Gebinde lagern auf einer Gitterroste, die einen wannenförmigen Korpus bedeckt. Ist ein Fas undicht oder geht etwas beim Ab- und Umfüllen daneben, landet es in der Auffangwanne und nicht in der Kanalisation. Der Markt hat sich gemeinsam mit der DENIOS Innovation entwickelt. Im Wasserhaushaltsgesetz sind Auffangwannen als sicherheits-technische Einrichtungen seit längerem vorgeschrieben. Auch deshalb ist das Produkt schnell zu einem internationalen Topseller geworden und bei vielen großen Namen der Industrie in der Fertigung zu finden.

Im Mittelpunkt der Weiterentwicklung
Die Auffangwanne ist für DENIOS ein Kernprodukt. Als solches unterliegt es der stetigen Weiterentwicklung und ist ein wiederkehrendes Thema im hauseigenen Innovations-Team. Dass sich dieser Aufwand lohnt, zeigt sich nicht nur in der noch immer wachsenden Anzahl an Produkten in diesem Segment. Weiterentwickelt hat sich auch die Fertigung der DENIOS Auffangwannen. Mit der UltraSafe stellte das Unternehmen unlängst die erste im Tiefzieh-verfahren hergestellte Auffangwanne vor. Erstmals kam ein derartiges Produkt ganz ohne Schweißnähte auf den Markt – gefertigt aus einem Stück Stahl. Allein dieses Produkt wurde international mit einer Reihe von Auszeichnungen und Design-Awards ausgezeichnet. Zudem hatten und haben zahlreiche Zulassungen und Industriestandards Einfluss auf die Evolution der Produktlinie, auf die Materialstärke, das Auffangvolumen oder die Herstellung als solches. Aus diesem Grund ist die Auffangwannen-Produktion in vielen DENIOS Werken noch Handarbeit. Erst kürzlich ging im neuen Werk im tschechischen Strakonice der erste Schweißroboter in Betrieb.

Ein fester Bestandteil des Sortiments
Heute befinden sich mehr als 10.000 Produkte im DENIOS Sortiment. Angeboten werden sie weltweit per Katalog und im Online-Shop in 15 Sprachen. Die Auffangwanne ist von der Idee zu einem festen Bestandteil der DENIOS Gesichte geworden. Mit über 300 Modellen bietet das Unternehmen aus Bad Oeynhausen heute die größte Vielfalt an Auffangwannen in ganz Europa an. Diese Vielfalt ist auch notwendig, denn die Kundenanforderungen sind sehr unterschiedlich. So bestimmt der zu lagernde Gefahrstoff den Werkstoff der benötigten Auffangwanne: wassergefährdende und entzündbare Stoffe können nicht auf einer Polyethylen-Wanne gelagert werden, weil diese im Brandfall schmelzen würde. Im Lebensmittelbereich ist Edelstahl aufgrund seiner guten hygienischen Eigenschaften der Werkstoff der Wahl. Auch das fassbare Auffangvolumen spielt eine große Rolle. Heute hat eine Vielfalt an rechtlichen Regelungen und Anforderungen ebenfalls Auswirkungen auf die Auswahl der richtigen Auffangwanne. Diese ist nach wie vor wichtig für das DENIOS Sortiment, nicht nur als eigenständiges Hilfsmittel. Auch in einer Vielzahl anderer Produkte des Unternehmens sind Auffangwannen zu finden: im Einlegeboden eines Gefahrstoff-schrankes sorgen sie genauso für Sicherheit wie als Basis für Gefahrstoff-Großlager.

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