Industrie profitiert von stabilen Energiepreisen

Die Prognose für Strom- und Gaspreise aus dem Vormonat haben sich bestätigt. Mit lediglich leichten Bewegungen nach oben und unten blieben die Großhandelspreise für Strom und Gas weitgehend stabil. Dieser Entwicklung folgt der monatliche ISPEX-Energiepreisindex als Spiegel der tatsächlichen Energiepreise. Seit Jahresbeginn bewegen sich die Strompreise mit nur wenigen Schwankungen seitwärts und bleiben damit stabil. Im Mai setzte sich diese Entwicklung weiter fort.

Der ISPEX-Energiepreisindex für Strom stieg kaum spürbar um 0,04 Cent je Kilowattstunde von 3,67 im April auf nunmehr 3,71 Cent je Kilowattstunde. Der Preisindex wird von der ISPEX AG als Durchschnittspreis aus den jeweils besten Angeboten aller teilnehmenden Stromanbieter auf der Plattform energie-handelsplatz.de ermittelt.

„Die Einkaufskonditionen sind für Unternehmen im Moment günstig. Dennoch erleben wir gerade bei größeren Unternehmen eine gewisse Zurückhaltung. Ein Grund dürfte sein, dass die Auswirkungen der Gesetzesänderungen zu den teils aufwendigen Energieaudits und Energiemanagementsystemen die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen binden“, stellt Stefan Arnold, Vorstandsvorsitzender der ISPEX AG fest.

Gas blieb für Unternehmen auch im Mai günstig
Wie bei Strom blieben auch die Gaspreise für Unternehmen im Mai stabil. Der von den ISPEX-Experten ermittelte Durchschnittspreis der besten Angebote der Gaslieferanten bewegte sich lediglich um 0,01 Cent je Kilowattstunde nach unten. Der ISPEX-Energie-preisindex Gas sank damit von 2,36 im April auf 2,35 Cent je Kilowattstunde im Mai.

„Für deutliche Preisveränderungen fehlen im Markt auch weiterhin Signale. Obwohl der Mai relativ kalt war, blieb der Gaspreis weiter stabil. Die Versorgungslage ist entspannt und nach der Erholung des Ölpreises im April gab dieser im Mai bereits wieder nach. Das sorgt eben-falls für Entspannung am Gasmarkt“, analysiert Gasexperte Arnold die Entwicklung. In Verbindung mit den für den Gasmarkt relevanten Konjunkturdaten stehen nach seiner Ansicht die Vorzeichen eher günstig für fallende Gaspreise als für einen Anstieg.

Die derzeitige Preisentwicklung solle jedoch gerade von den Unternehmen genutzt werden, die für die kommende Lieferperiode noch einen Liefervertrag abschließen müssen.

„Je kürzer der Zeitraum bis zum Auslaufen des Energieliefervertrages wird, desto weniger Handlungsmöglichkeiten haben die Einkäufer“, so Arnold. Die Erfahrung zeige, dass Unter-nehmen dann bei überraschend steigenden Preisen unter Handlungsdruck geraten und zu unnötig hohen Preisen abschließen müssen.

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