Die beiden Organisationen „Brot für alle“ und „Fastenopfer“ kritisieren in einer neuen Studie die Tätigkeiten von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo und werfen dem Rohstoffkonzern vor, Business auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt zu betreiben. Der Schweizer Rohstoffkonzern soll Kupfer von Zwischenhändlern kaufen, das unter sehr prekären Bedingungen und von Kindern abgebaut wurde. Zudem soll Glencore Steuerver-meidung betreiben, Arbeitsrechte missachten und massive Umweltschäden verursachen.
Eine heute veröffentlichte Studie der beiden Werke zeigt dies:
Die Mine Tilwezembe in der Demokratischen Republik Kongo ist eine von vielen, die zum Imperium des Zuger Rohstoffkonzerns Glencore gehört: Die Konzession für Tilwezembe ist im Besitz der Glencore-Tochter Kamoto Copper Company (KCC). Die Mine wird von Glencore als „ruhend“ bezeichnet. Tatsache ist jedoch, dass auf dem Minengelände rund 1600 Kleinschürfer auf eigene Faust Rohstoffe abbauen. Mehr als ein Drittel dieser Klein-schürfer ist minderjährig. Umfassende Recherchen von „Brot für alle“ und „Fastenopfer“ haben zu Tage gefördert, dass ein Teil der Rohstoffe, die auf dem Minengelände abgebaut werden, über verschiedene Zwischenhändler in den Besitz von Glencore gelangen, obwohl das Unternehmen dies verneint.
Mitverantwortung für menschenunwürdigen Zustände
Damit trägt Glencore Mitverantwortung für die menschenunwürdigen Zustände in den Minen, wo die Kleinschürfer mit nackten Händen und ohne Sicherheitsvorkehrungen in bis zu 80 Meter tiefe Schächte hinuntersteigen. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen und die desolate Hygienesituation verursacht zahlreiche Krankheiten. Hinzu kommt, dass die Kleinschürfer nur einen Teil des Erlöses erhalten, der ihnen zustehen würde: Weil der Zwischenhändler Misa Mining die Mineraliengehalte herabsetzt und falsche Wechselkurse benutzt, kommen die Kleinschürfer um einen guten Teil ihres Einkommens.
Vergiftete Flüsse, missbräuchliche Kündigungen und Steuervermeidung
Die Studie von „Brot für alle“ und „Fastenopfer“ zeigt weiter auf, dass die Tätigkeiten, an denen Glencore beteiligt ist, in gewissen Gebieten zu gravierenden Umweltschäden führen: In einem Verarbeitungsbetrieb von Glencore in Luilu gelangt Schwefelsäure unbehandelt in den gleichnamigen Fluss – mit verheerenden Folgen für die Umwelt und die Menschen in den umliegenden Dörfer, die damit eine wichtige Wasserquelle verloren haben. Vor wenigen Tagen darauf angesprochen, behauptete Glencore, das Problem inzwischen behoben zu haben.
Auch die Arbeitsbedingungen in den von Glencore offiziell betriebenen Minen entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen: Lokale Angestellte werden gegenüber aus-ländischem Personal diskriminiert, missbräuchliche Kündigungen ausgesprochen und Überstunden bleiben unbezahlt. Entgegen den Forderungen des kongolesischen Minengesetzes hat Glencore bislang auch keinen offenen Dialog mit den betroffenen Gemeinden von Luilu und Musonoi geführt. Die Lebensbedingungen in diesen Gemeinden haben sich durch die Tätigkeiten, für die Glencore massgeblich verantwortlich ist, massiv verschlechtert, und beide Gemeinden leiden unter chronischem Trinkwassermangel.
Und nicht zuletzt bieten die Steuervermeidungspraktiken von Glencore Anlass zur Kritik: Zwar leistet Glencore im Kongo rechtmässig Abgaben in Form von Lizenzgebühren und Import / Exporttaxen. Indem das Unternehmen jedoch im Kongo erzielte Gewinne über interne Verrechnungen zwischen seinen Tochterfirmen in Steueroasen verlagert, entgingen dem kongolesischen Staat laut Berechnungen von „Fastenopfer“ und „Brot für alle“ Dividenden und Gewinnsteuern in der Höhe von rund 196 Millionen US$ in den letzten zwei Jahren.
Der Konzern, der große Teile der weltweiten Rohstoffgewinnung und -vermarktung kontrolliert, widersprach den Vorwürfen.


Es ist traurig das die Menschen dort so leiden müssen. Leider ist es nicht nur dort so. Auch im Kongo werden die Erdschätze geplündert, auch dort arbeiten Kinder,
Unter dem Artikel verdient Glencore a. dieser Horrormine mit die im Kongo ist sind Bilder zu sehen, wie sehr die Umwelt auch dort verseucht ist.
China ist in ganz Afrika unterwegs und wenn man die Artikel so liest, sind die nicht besser als Glencore, in keinster Weise. Warum wird China nicht angeprangert, wie die mit den Menschen umgehen, mit der Umwelt besonders mit dem Holz ?
Oder was ist mit diesem Gertler weltweit größter Diamantenhändler, der nicht nur enormen Zugriff auf die Diamanten in Kongo hat, sondern jetzt wohl alle Mineralien ausschöpfen kann wie er will. Oder eine Holzfirma Sitz in Deutschl. und der Schweiz die hunderttausende qm Wald jährlich umhaut ohne Rücksicht auf Verluste ? Oder jetzt hat man Öl in Kongo entdeckt, da wird der Touristen reiche Park zerstört.
Solche Firmen und wohl auch keine Regierung in dieser Welt denken nicht darüber nach, das sie durch ihre Profitgier den Menschen nicht nur die Wälder nehmen, sondern auch Wohnraum, Nahrung, Medizin aus den Pflanzen, die bei den radikalen Rodungen über Jahre und in der Zukunft zerstört wurden und weiter werden.
All die Zertifikate nutzen nichts, wenn korrupte Firmen und Länder andere Wege gefunden haben um diese Blut Mineralien aus Kongo transportieren können.
Und den lieben Menschlein ist das auch egal, wichtig ist permanent neue Handys zu haben, neue Computer usw., was man aus den Mineralien eben so herstellt.