Eingeschränkte Lieferfähigkeit bei CDT-Produkten

Nach dem Brand am 31. März 2012 im Chemiepark Marl in der CDT-Anlage von Evonik, bei dem zwei Mitarbeiter ums Leben gekommen sind, drohen nun Lieferengpässe bei einem wichtigen Vorprodukt für die Automobilindustrie.

Wie ein Sprecher des Anlagenbetreibers Evonik Industries gestern mitteilte, sei mit erheblichen Einschränkungen der Lieferfähigkeit bei sogenannten CDT-basierten Produkten zu rechnen. CDT (Cyclododecatrien) dient als Ausgangsstoff zur Kunststoff-Herstellung. Aus CDT wird Laurinlactam hergestellt, das als Monomer für Polyamid 12 (PA12) eingesetzt wird. Direkt betroffen sind die Produktfamilien VESTAMID, VESTAMELT, VESTOSINT und VESTENAMER. Kunststoffteile aus PA12 sind wichtige Komponenten insbesondere im Automobilbau, der Photovoltaikindustrie und in Offshore-Leitungen.

Evonik ist zuversichtlich, Lieferengpässe mit Substituten wie VESTAMID Terra reduzieren zu können. Diese biobasierten Polymere können in vielen Anwendungen entsprechend modifiziert annähernd die gleichen Materialeigenschaften aufweisen wie PA12. Um die volle Lieferfähigkeit schnellstmöglich wiederherzustellen, wird mit Hochdruck an der Reparatur der Anlage gearbeitet. Evonik Industries ist nach eigenen Angaben Weltmarkt-führer bei der Produktion von Cyclododecatrien (CDT)

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